Fallout 3 bietet eine große, offene Welt voller spannender Orte. Um sie zu erreichen, lauft ihr zu Fuß durch die Open World. Und zwar an der Oberfläche. Die Entwickler hatten anfangs jedoch noch einen Plan für den Untergrund.
Fallout 3 spielt an der Ostküste der USA, genauer gesagt in der Hauptstadt Washington D.C. und dem Umland. Die offene Welt lädt zum Erkunden ein und dabei stolpert man über verschiedene, teils skurrile Orte.
Die Entwickler bei Bethesda entschieden sich auch unter anderem für Washington D.C., da Teile des Teams dort lebten und arbeiteten (via pcgamer.com). Auf diese Weise fanden zahlreiche Details den Weg ins Spiel.
Unter anderem die teils ikonischen U-Bahnstationen der Stadt. Sie kann man in Fallout 3 auch erkunden, genauso wie Teilstücke der unterirdischen Tunnel.
Diese Abschnitte sind aber nur ein kleiner Teil dessen, was die Entwickler mit der U-Bahn eigentlich vorhatten. Geplant war ein weit umspannendes Netz, das komplett miteinander verbunden ist.
Autoplay
Der doofe Realismus
Wie sah der Plan aus? Wie die Game Lead Designer Emil Pagliarulo im Gespräch mit Game Informer verriet, wollten die Entwickler bei Fallout 3 die U-Bahn deutlich umfangreicher gestalten.
Alle Stationen sollten miteinander verbunden sein, ganz so wie es auch in der Realität der Fall wäre. Diese Tunnel hätten dann von den Spielern erkundet werden können – wie eine zweite Karte, bloß unterirdisch.
Pagliarulo erklärt jedoch, warum dieser Plan am Ende nicht umgesetzt wurde:
Dann wurde uns klar, dass das einfach zu weitläufig und zu groß wäre. Wir mussten Abschnitte herausnehmen, und das ist eine Lektion, die wir im Laufe der Jahre gelernt haben: Realistisch zu sein macht manchmal keinen Spaß. Denn Realismus kann je nach Art des Spiels, das man entwickelt, durchaus Spaß machen, aber kilometerlange unterirdische U-Bahn-Stationen zu durchqueren, ist sehr realistisch, aber nicht besonders unterhaltsam.
Vor allem wenn unterirdisch keine Quests oder spannenden Orte zu finden sind, hätte ein komplettes U-Bahn-Netz wenig Reiz. Und in Betrieb sind die öffentlichen Verkehrsmittel in der Postapokalypse ohnehin nicht mehr – es gibt also nicht einmal Gelegenheit, die gesammelten Kronkorken auszugeben.
Gibt es also keine U-Bahn-Tunnel? Doch, einige sind im Spiel geblieben. Sie fungieren in erster Linie als Bindeglied zwischen Gebieten. Doch obwohl die vorhandenen voller Gegner sind, macht das Durchqueren manchen Spielern keinen Spaß.
Der YouTube-Kanal „I am Kavindu“ lässt sich sogar in einem eigenen Video über diese Abschnitte aus und beschreibt die U-Bahn als „verwirrendes Labyrinth voller Raider, Ghule und Supermutanten, das jede Reise zu einem 30-minütigen Albtraum macht.“
Die U-Bahn wäre seitens Bethesda der „größte Prank in der Geschichte der Videospiele“. Über ein komplettes Tunnelsystem, wie es mal geplant war, wäre der User wohl wenig erfreut. Wie geht es euch damit? Hättet ihr den Untergrund der Welt an der Oberfläche vorgezogen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Oben ist es auf jeden Fall gefährlicher, auch dank Monster wie diesem: Eine Kreatur aus Fallout ist die Perversion eines mythologischen Wesens, erledigt selbst Supermutanten
Der Beitrag Ein Fallout hätte fast eine komplette U-Bahn erhalten, aber die Entwickler fanden das zu realistisch erschien zuerst auf Mein-MMO.
