KI gilt für viele als der Faktor für mehr Produktivität. Doch in einer Studie erklären viele Unternehmen, dass KI keine echten Vorteile bringt. Von den hohen Prognosen von vor ein paar Jahren ist man weit entfernt.
Im Jahr 2023 behaupteten Forscher des MIT, dass der Einsatz von KI die Leistung eines Arbeitnehmers um fast 40 % steigern könnte, verglichen mit Arbeitnehmern, die diese Technologie nicht nutzen.
Doch schaut man sich aktuelle Umfragen und Statistiken an, muss man feststellen, dass diese Behauptungen bis heute nicht im Ansatz erfüllt werden konnten. Viele Unternehmen erklärten sogar, dass KI keinerlei Auswirkungen auf die Produktivität gehabt habe.
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Viele Unternehmen sagen, dass KI keinen Einfluss auf Beschäftigung oder Produktivität hat
Wie sieht die aktuelle Situation aus? Das National Bureau of Economic Research, eine US-amerikanische private, überparteiliche Non-Profit-Forschungsorganisation, veröffentlichte kürzlich eine Studie, wo man 6.000 CEOs, Finanzvorstände und andere Führungskräfte in etlichen Ländern über wirtschaftliche Entwicklungen im Zusammenhang mit KI befragt hatte.
Die Ergebnisse überraschen: Die überwiegende Mehrheit erklärte, dass man nur geringe Auswirkungen von KI auf ihre Geschäftstätigkeit sehe. Fast 90 % der Unternehmen gaben an, dass KI in den letzten drei Jahren keinen Einfluss auf die Beschäftigung oder Produktivität hatte, so die Studie.
Dennoch haben viele Unternehmen weiterhin hohe Erwartungen in KI: Führungskräfte prognostizieren, dass KI in den nächsten drei Jahren die Produktivität um 1,4 % und den Output um 0,8 % steigern wird. Doch diese 1,4 % sind weit von den 40 % entfernt, die Forscher im Jahr 2023 prognostizierten.
Eine weitere Studie des MIT sagt ebenfalls eine Steigerung der Produktivität von 0,5 % für die nächsten Jahre voraus. Darin erklärte der Autor der Studie und Nobelpreisträger Daron Acemoglu:
Ich finde, wir sollten 0,5 % in zehn Jahren nicht unterschätzen. Das ist besser als nichts. Aber angesichts der Versprechungen, die die Branche und die Tech-Journalisten machen, ist das Ergebnis einfach enttäuschend.
Von den extremen Steigerungen, die versprochen wurden, sind wir daher weit entfernt. Aber dennoch hat KI bereits starke Auswirkungen auf den Alltag vieler Menschen.
Wichtig ist zu beachten, dass der Produktivitäts-Boost je nach Beruf und Abteilung deutlich unterschiedlicher ausfallen kann.
Eine globale Studie von PwC zeigt etwa, dass in Branchen mit starkem KI-Einsatz (z.B. Finanzdienstleistungen, Software) das Produktivitätswachstum seit der Verbreitung von GenAI etwa vervierfacht wurde
Bieten Firmen KI-Schulungen und wird KI im Alltag wirklich konsequent eingesetzt, dann kann es hohe Produktivitätsgewinne im zweistelligen Bereich geben.
Für Handwerker, die KI eher für Papierkram und Digitalisierung verwenden, fällt der Boost deutlich geringer aus.
KI hat aber mittlerweile durchaus starke Auswirkungen auf den Alltag etlicher Menschen. Denn Firmen setzen verstärkt auf KI, um Mitarbeiter zu entlassen und auf diese Weise Geld zu sparen. KI sorgt gerade dafür, dass viele Jobs gestrichen wurden. Die Entlassungen sind so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr und erinnern an die Finanzkrise von 2008: KI sollte viele neue Jobs schaffen: Stattdessen wurden 1,2 Millionen Personen arbeitslos
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