WoW-Analyst sieht ein massives Problem für neue Spieler: „Sie werden denken, das Spiel sei ein Witz“

Der YouTuber und Analyst lässt nur wenig Gutes an der aktuellen Level-Erfahrung in World of Warcraft. Dabei ist Blizzard so nah dran, es gut zu machen.

Auch wenn viele es noch immer nicht akzeptiert haben: Das Leveln ist nicht mehr der Kernbestandteil des modernen World of Warcraft. Zwar gehört es gerade bei einer neuen Erweiterung noch im größeren Umfang dazu, aber ein besonders zeitintensives Unterfangen, wie das noch in Vanilla (oder Classic) der Fall war, ist es schon lange nicht mehr. Im modernen WoW liegt der Fokus auf dem Endgame, das man dann mit Freunden bestreiten kann – da will man nicht wochenlang warten, bis man zu diesen Freunden aufgeschlossen hat.

Doch obwohl die Level-Phase relativ kurz ist, hat sie aktuell massive Probleme – und das hat nichts mit der Geschwindigkeit zu tun.

Was ist das Problem an der Level-Phase von World of Warcraft? Den YouTuber Bellular kennt man für seine Lore- und Analyse-Videos rund um World of Warcraft und die Gaming-Industrie als Ganzes. In einem seiner neusten Videos hat er sich mit der Level-Phase von WoW auseinandergesetzt und so getan, als wäre ein neuer oder zurückkehrender Spieler.

Er tat so, als wolle er jetzt zurückkehren und dann die neue, funkelnde Spezialisierung des Dämonenjägers spielen, den Verschlinger. Doch genau da beginnen bereits die Probleme.

Was ist das Problem am Verschlinger-Dämonenjäger? Wie keine andere Spezialisierung jemals zuvor in World of Warcraft ist der Verschlinger erst im Endgame, also auf Stufe 80 und höher, wirklich vollständig. Bis dahin funktioniert die Spezialisierung nur eingeschränkt oder ist extrem langweilig, weil man von drei aktiven Fähigkeiten vor allem zwei benutzt, die man nahezu ununterbrochen spammt.

Hinzu kommt, dass es auch einige Details gibt, die Blizzard offenbar übersehen hat. So kann man ab Stufe 12 bereits die Leerenmetamorphose im Talentbaum lernen – doch man bekommt die Fähigkeit schlicht nicht. Denn die Leerenmetamorphose ersetzt die normale Metamorphose des Dämonenjägers, aber diese lernt er erst auf Stufe 20.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden.
Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube Inhalt

Die Level-Phase hat noch mehr Probleme

Ein Buff ist das Notpflaster: Aktuell gibt es in WoW den Buff „Winde des mysteriösen Glückes“. Das ist ein temporäres Event, bei dem es zusätzliche Erfahrung gibt. Das Wichtigste an diesem Event ist allerdings, dass man zusätzlich beim Questen mit kleinen Schatzbeuteln überhäuft wird. Diese gewähren nahezu immer passende Ausrüstung für den eigenen Charakter, angepasst an das Level.

Solange dieser Buff aktiv ist, funktioniert das Leveln richtig gut. Doch wenn der Buff am 25. Februar verschwindet, zeigen sich die Fehler. Denn dann ist die rapide Skalierung ein Problem. Spärliche Quest-Belohnungen schaffen es nicht, die Kraft des Charakters auf einem soliden Level zu halten.

Die Folge davon: Der eigene Charakter fühlt sich beim Level schwach an und gerade zwischen den Stufen 60 und 80 kann es vorkommen, dass man an einzelnen Feinden scheitert, weil es schon lange keine neue Ausrüstung mehr gab.

Bellular glaubt, dass Neulinge abgeschreckt werden

Letztlich ist Bellular der Ansicht, dass Blizzard aktuell ziemlich nah dran ist, eine ziemlich gute Level-Erfahrung in World of Warcraft anzubieten – aber noch scheitern die Entwickler. Es sind zu viele Probleme, die sich summieren und teilweise so frustrierend oder kompliziert sind, dass Neulinge oder Rückkehrer einfach die Flinte ins Korn werfen werden. Oder, wie er es als Abschluss-Statement in seinem Video zusammenfasst:

Wenn [neue Spieler] diese Erfahrung machen, werden sie denken, dass das Spiel ein Witz sei. Sie werden denken, dass die Qualität einfach nicht vorhanden ist und andere Firmen sicher deutlich poliertere Produkte veröffentlichen. (…)

Es scheint so, als hätte Blizzard beinahe etwas, das wirklich funktioniert. Aber sie schaffen es einfach nicht, das auch über die Ziellinie zu tragen.

Mehr rund um WoW:

1
Ein alter, absurder Erfolg bringt euch in WoW ein einzigartiges Housing-Items

von Cortyn

2
WoW will allen Völkern das geben, was wie wollen – aber es wird sehr lange dauern

von Cortyn

3
WoW-Spieler wollte unbedingt Tank werden, gibt nach einem Monat auf: „Die Community sorgt für den Tank-Mangel“

von Cortyn

Cortyn meint: Leider kann ich Bellular in den meisten Punkten nur zustimmen. Gerade die Level-Erfahrung als Verschlinger-Dämonenjäger ist absolut grässlich und zeigt ganz eindeutig, dass die Spezialisierung für das Endgame und nicht die Level-Phase gedacht ist.

Wenn man das mit der Komplexität des Level-Systems kombiniert, also Dingen wie Chromie-Zeit, zehn verschiedenen Erweiterungen zum Leveln, unterschiedliche Phasen und der sonderbaren Skalierung von Feinden und Belohnungen, kann man leicht zu dem Schluss kommen: Hier stimmt einiges nicht.

Das Problem ist vor allem für Neulinge oder Rückkehrer massiv. Veteranen wissen bereits, wie sie mit diesen Systemen umzugehen haben und dürften kaum Probleme auf dem Weg zum Maximallevel erkennen – aber eben nicht jeder ist ein Veteran.

World of Warcraft braucht Neulinge. Aber wenn man die wirklich gewinnen will, muss Blizzard sich noch einmal der Neulings-Erfahrung zuwenden. Und dieses Mal sollte es wirklich gut werden. Denn WoW braucht neue Spielerinnen und Spieler. Das wäre für alle gut, denn vielleicht bekommt man dann den anhaltenden Tank-Mangel in den Griff.

Der Beitrag WoW-Analyst sieht ein massives Problem für neue Spieler: „Sie werden denken, das Spiel sei ein Witz“ erschien zuerst auf Mein-MMO.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *