MAG – im Klassik-Test (PS3)

Seite 1

Spiel:M.A.G.Publisher:SonyDeveloper:Zipper InteractiveGenre:Ego-ShooterGetestet für:PS3Erhältlich für:PS3USK:16Erschienen in:4 / 2010

Im Massive Action Game ballern bis zu 256 Spieler auf einem Online-Schlachtfeld: Damit kein heilloses Durcheinander entsteht, werden die Kämpfe mit Rollenspielmechanismen organisiert.

Ihr entscheidet Euch zwischen drei Privatarmeen und erstellt einen Soldaten, den Ihr mit Erfahrungspunkten bis Level 60 trainiert: Für jeden Level gibt es einen Talentpunkt, mit dem Ihr allerlei Ausrüstung und Waffenupgrades, aber auch Fertigkeiten wie Giftgasresistenz, Wiederbelebung und Schallortung kauft. Weil Ihr beliebig in neun Klassen investieren und die Talentpunkte umverteilen dürft, lässt sich der Soldat im Laufe der Karriere vielfältig entwickeln und anderweitig spezialisieren. Außerdem schlüpfen erfahrene Spieler in bessere Tarnklamotten, befehlen Luftangriffe und nehmen Führungspositionen ein, um den Kameraden Instruktionen zu erteilen: Wer demnach Zielobjekte ausschaltet, Stellungen einnimmt oder verteidigt, wird mit üppigen Erfahrungsboni belohnt. Trotz bis zu 256 Spielern bleibt das Geschehen so immer strukturiert und übersichtlich, zumal Aufgabe und Teamkameraden grafisch hervorgehoben werden – Teamspeak ist zwar möglich, aber nur in Einzelfällen nötig.

Trotzdem fühlt Ihr Euch niemals eingeschränkt: Die Schauplätze wie Ölraffinerie und Hafenanlage sind nicht nur riesig, sondern auch mächtig verwinkelt – man braucht viele Augen, um eine Stellung zu sichern! So können die nur drei Maps pro Spielmodus doch langfristig Abwechslung bieten: Ihr spielt Team-Deathmatch, Sabotage, Herrschaft und Übernahme – bei Letzterer gilt es, Fahrzeuge aus dem feindlichen Fort zu klauen. In jedem Modus wetteifern die Privatarmeen um Verträge, die nach Abschluss die Anführerboni verbessern: Wer sich in der Nähe seines Vorgesetzten aufhält, genießt Vorzüge wie schnellere Bewegung und kürzere Ladezeit. Wegen der vielen taktischen Feinheiten und dem mächtigen Upgrade-System eignet sich M.A.G. für Marathonsöldner, die viel Zeit und Teamgeist in die Schlachten stecken.

Meinung

Oliver Ehrle meint: Die M.A.G.-Schlachten sind dynamisch und riesig, begeistern mich aber vor allem durch die taktischen Aspekte: Wer im Team agiert, kassiert üppige Boni und folglich schnell bessere Upgrades – da macht mir das Zusammenspiel auch mit fremden Zockern intuitiv Spaß. Außerdem hat man die drei Maps pro Modus trickreich arrangiert und mit taktischen Schlüsselpositionen gespickt, die sich gegenseitig vielschichtig beeinflussen: Wenn ein Team z.B. die Flak an den Feind verliert, hagelt es an anderer Stelle plötzlich Smartbombs, Giftgas und Fallschirmspringer! Daher geht es in den Container- und Industrielabyrinthen auch im überschaubaren Bereich drunter und drüber. Enttäuschend ist der Anweisungsmodus, der Euch in zufällige Spiele würfelt, aber dafür keinerlei Belohnung bietet – das Konzept vom Schattenkrieg hat mehr Potenzial.

Wertung

spektakuläre 256-Spieler-Schlachten
Belohnungssystem für taktischen Einsatz
komplex entwickelbarer Soldat
12 detailreiche Karten mit vielen strategischen Brennpunkten

Megaschlachten mit komplexer Charakterentwicklung: Wer alle Möglichkeiten ausschöpfen will, muss viel Zeit investieren!

Singleplayer85MultiplayerGrafikSound

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *