Die Legende von Khiimori startet bald in den Early Access auf Steam. Wir wollten deshalb wissen, warum auch Pferdemuffel in das Spiel schauen sollten. Die Entwickler erklären uns im Interview, dass weitaus mehr dahintersteckt als „nur ein neues Pferdespiel“.
Was ist das für ein Spiel? Die Legende von Khiimori ist ein neues Spiel mit Open World und Survival-Mechaniken und startet am 03. März 2026 auf Steam in den Early Access. Das Spiel versetzt euch in die Rolle der mongolischen Kurierin Naara im 13. Jahrhundert.
Im Zentrum des Gameplays stehen zwar deutlich eure treuen Pferde, die regelmäßige Pflege in Form von Futter, Wasser und Zuwendung verlangen, aber auch das Ausliefern von kostbaren Waren, das Herstellen von Gegenständen und der Aufbau eines Netzwerks und das Erkunden der wilden Biome. Es soll auch eine Geschichte geben, die allerdings nicht Teil des Early Access sein wird.
Was das Ganze auch für Nicht-Pferdefans spannend macht, haben wir die Entwickler in unserem Interview gefragt.
Autoplay
„Ich fände es auch sehr schade, wenn man sich einfach ein beliebiges Pferd nehmen und damit alle schwierigen Missionen und Terrains meistern könnte“
Was macht das Spiel auch für Pferdemuffel spannend? Euer Erfolg hängt stark von eurer Planung ab: Wechselnde Wetterbedingungen, anspruchsvolle Biome und Terrains sowie Bedrohungen durch Wildtiere erfordern strategisches Vorgehen und gute Planung. Mithilfe einer detaillierten Karte und Wegmarkierungen müsst ihr eure Routen klug abstecken, das zu den Umständen passende Pferd wählen und euch in den Siedlungen mit der nötigen Ausrüstung eindecken.
Ebenso ist es wichtig, die Satteltaschen ausbalanciert zu beladen, damit weder Ware noch Pferd zu Schaden kommen. Auch hier müsst ihr darauf achten, die passenden Quests anzunehmen, um erfolgreich zu sein.
Indem ihr die Spielwelt erkundet und verschiedene Aufgaben übernehmt, trainiert ihr ganz nebenbei die Fähigkeiten eures Tieres und baut eine Bindung zu ihm auf. Die Pferdezucht und der Handel in den Siedlungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie das Fangen und Zähmen von Wildpferden, wobei diverse Rassen und Fellfarben zur Auswahl stehen.
Darum ist die Auswahl des Pferdes so wichtig: Dabei spielen laut Entwicklern vor allem die Werte der Pferde eine große Rolle und bieten einiges Potenzial für alle jene Spieler, die sich gern einem gewissen Grind hingeben:
Der Vergleich ist so: Die Pferde, die du zur Auswahl hast, kann man vergleichen mit deinen Waffen in einem Shooter oder Autos in einem Rennspiel. Du nimmst nicht den Ferrari, um über einen Berg zu fahren. Du nimmst nicht die Shotgun, um ein Attentat auszuführen. Gleiches trifft auf unsere Pferde zu. Du hast verschiedene Tiere, die verschiedene Stärken und Skills haben, die verschieden gut trainiert sind. Du züchtest Verbesserungen rein und trainierst sie.
Damit ist die „Pferde-Variety“ nicht nur „ich find’s süß“, sondern von sehr großer mechanischer Bedeutung. Ich muss meine Pferde so auswählen, dass sie strategisch sinnvoll sind. Ich muss das richtige Pferd nehmen, um eine gewisse Mission zu schaffen oder ein gewisses Terrain durchqueren zu können.
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Dementsprechend reicht es nicht, einfach nur das hübscheste Pferd auszuwählen. Sagen wir es so: Wer großen Wert auf die Ästhetik der Pferde legt, muss gezielt auf diese Optik in Kombination mit den gewünschten Werten züchten. Es ist also durchaus ein Teil des Gameplays, Ästhetik und Fähigkeiten miteinander zu verbinden.
Ich fände es auch sehr schade, wenn man sich einfach ein beliebiges Pferd nehmen und damit alle schwierigen Missionen und Terrains meistern könnte.
Alice Ruppert, Consultant for Marketing und Horse Accuracy bei Aesir Interactive im Interview mit MeinMMO
Trotzdem soll es auch möglich sein, alles mit seinem „Lieblingspferd“ zu erledigen und sich damit einer anderen Challenge zu stellen. Denn was die Tiere nicht mit ihren Werten mitbringen, müsse man durch Crafting und diverse Gegenstände aufwiegen, wie uns Game Narrative Designer Nikolas Hilz erklärt. Man müsse kreativ sein, aber die Systeme gäben das auch her.
Auch der Ruf eurer Protagonistin Naara spielt eine Rolle und so könnt ihr mit eurer steigenden Bekanntheit zwischen den Siedlungen immer mehr Rezepte, Pferde und Gegenstände sowie schwerere Missionen freischalten.
Wollt ihr in die Wüste, braucht ihr ein Pferd das Hitze gut aushalten kann.
Pferde als wichtige Mechanik, aber nicht als alleiniger Fokus
Zwar dreht sich vieles in Die Legende von Khiimori um Pferde, doch laut Communications Manager Adriano Nicolosi merke man sehr schnell, dass es sich alles andere als nur darum dreht: „Es spielt eine wichtige Rolle, aber in dem Setting fällt es nicht so auf, dass du die ganze Zeit ‚Pferdedinge‘ machen musst.“
Das läge auch daran, dass es auch neben den Kurierquests einiges zu entdecken gäbe. So gäbe es auch in der Umgebung viele Geheimnisse zu lüften und Übernatürliches, dessen Herausforderungen ihr euch ebenfalls stellen müsst. Wer mag, kann sich auch an die Jagd wagen und sich am Handel beteiligen.
Ebenso seien noch etliche neue Features geplant, die während des Early Access einziehen werden, wie beispielsweise Angeln oder Falknerei sowie Pferderennen. Es sollen sich also etliche Features und Inhalte bieten, die auch jene Gamer begeistern dürften, die mit Pferden per se nichts am Hut haben.
Die Legende von Khiimori richtet sich daher nicht nur an jene, denen Pferde am Herzen liegen, sondern auch an Spieler, denen mechanische Tiefe, das Gefühl von wilden Abenteuern und ein gewisser Grind sowie Strategie am Herzen liegen.
Hinter dem vielversprechenden Titel steht das deutsche Entwicklerstudio Aesir Interactive. Das Projekt nahm seinen Anfang auf Kickstarter und entwickelte sich dort zu einem massiven Hit: Die Kampagne schoss förmlich durch die Decke, sprengte das ursprüngliche Finanzierungsziel bei Weitem und sicherte so nicht nur etliche neue Spielinhalte, sondern auch einen Release für die kommende Switch 2: Das „Red Dead Redemption 2“ ohne Gewalt aus Deutschland feiert unglaublichen Erfolg auf Kickstarter, kommt auch für Switch 2
Der Beitrag „Du nimmst nicht den Ferrari, um über einen Berg zu fahren“ – Entwickler vergleichen die Pferde in ihrem Spiel mit Waffen und Autos und erklären, warum die Auswahl wichtig ist erschien zuerst auf Mein-MMO.
