Auch privat spielt der legendäre Faker gerne League of Legends. Doch auch der koreanische Profi ist nicht vor seinen Mitspielern sicher. Ein chinesischer Profi war im Stream von Faker so schlecht, dass er ihn meldete. Er zahlte nicht nur mit einer Strafe im Spiel.
Lee Faker Sang-hyeok ist der wohl legendärste LoL-Spieler der Welt. Er spielt aber nicht nur auf den großen Bühnen, gelegentlich begibt er sich auch in die Solo-Queue, streamt das sogar. Im Januar 2026 kam es aber zu einer frustrierenden Erfahrung für den Profi.
Wie Nicolai in seinem neuen YouTube-Video zusammenfasst, streamte Faker am 6. Januar 2026 wieder LoL. Dabei kam es zu einem Spiel, in dem er als Azir-Midlane mit einem Rakan-Support im Team gespielt hat.
Schon von Beginn an verhielt sich dieser Rakan ziemlich toxisch. Nachdem sein ADC stirbt und die Gegner LeBlanc vom Turm exekutiert wird, schreibt er direkt 15 in den Chat. Damit will er dem Team sagen, dass sie bei Minute 15 aufgeben sollen.
Für Faker lief das Match nicht sonderlich gut. Nach 10 Minuten ist er zum 4. Mal gestorben, und fragt sich, warum Rakan ihm nicht hilft. Ob er das wirklich konnte, ist dank der verdeckten Map aber unklar. Direkt nach seinem Tod meldet er den Rakan. Wie sich herausstellt, ist der Rakan aber selbst ein Profi: der chinesische Spieler Feather.
Autoplay
Auch privat müssen sich LoL-Profis benehmen
Wie wurde Feather bestraft? Feather (mit echtem Namen Wang Tian-Ci-Fu) hatte im Match mit Faker nicht nur einfach ein schlechtes Spiel, er verhielt sich nicht gerade wie ein Profi. Er verweigerte später, Faker zu helfen, lief an ihm vorbei und entspannte auf der Toplane.
Nach 15 Minuten hat das Team aufgegeben. Für Feather gab es aber nicht einfach Konsequenzen ingame, wie eine Sperre. Feather hat sich öffentlich entschuldigt. Auf der chinesischen Plattform Weibo postete er laut Sheep Esports (via x.com):
Was im Spiel passiert ist, war das Ergebnis meines eigenen Versagens, die richtige Einstellung und Mentalität zu bewahren. Es hatte auch negative Auswirkungen auf alle Beteiligten und auf die Liga/Region, und das tut mir wirklich sehr leid. Ich habe erkannt, wie ernst dieses Problem ist, und werde meine Einstellung zum Spiel in Zukunft ändern. Ich akzeptiere diese Lektion und die Kritik, denn Unrecht ist Unrecht.
Feathers Entschuldigung wegen seines Verhaltens
Doch es blieb nicht nur bei einer Entschuldigung. Laut Sheep Esports soll er eine Geldstrafe erhalten haben und ihm soll ein Monatsgehalt entzogen worden sein. Das passt auch zu einem Post seines Teams ThunderTalk-Gaming auf der Plattform Weibo (via Reddit).
In dem Post spricht auch die Organisation von einem Verhaltensverstoß. Er soll zusätzlich zur Geldstrafe verwarnt worden sein.
LoL-Profis müssen also nicht nur auf der großen Bühne ein gewisses Verhalten zeigen, es ist auch wichtig, dass sie in der Solo-Queue nicht trollen und anderen Spielern die Erfahrung versauen. In der Vergangenheit gab es auch andere Spieler, die wegen ihres Verhaltens bestraft wurden.
Aktuell testet Riot ein neues Feature für League of Legends. Auf dem Test-Server kann man bereits einen Voice-Chat ausprobieren, um mit seinen Teammitgliedern direkt im Spiel zu kommunizieren. MeinMMO-Autor Ody empfindet das als keine gute Idee: Der Voice-Chat könnte LoL noch schlimmer machen – dabei ist es für Neulinge jetzt schon kaum erträglich
Der Beitrag LoL-Profi spielt in einem Match mit Legende Faker so fürchterlich, dass er nicht nur ingame bestraft wird erschien zuerst auf Mein-MMO.
