Das Steam Next Fest hat zahlreiche neue Demos im Gepäck. Mit dabei ist Witchspire, das auf den ersten Blick so aussieht, als sei es Palworld in einer magischen Welt voller Hexen. MeinMMO-Redakteurin Jasmin hat sich die Demo angeschaut und ist vor allem in das Setting unglaublich verliebt.
Ich bin ein großer Fan von magischen Wesen und vor allen Dingen Hexen. Das könnte vielleicht daher kommen, dass ein großer Teil meiner Kindheit aus dem Anime Doremi bestand. Ich habe viel Zeit mit der Serie verbracht und auch außerhalb viel über sie geredet sowie nachgedacht. Am liebsten wäre ich selbst eine Hexe geworden. Aber der fliegende Besen hat es bislang noch nicht zu mir geschafft.
Kein Wunder also, dass mich die Optik bei Witchspire direkt angesprochen hatte. Ich habe schon einige Berührungspunkte mit Survival-Spielen. Enshrouded habe ich beispielsweise im dreistelligen Stundenbereich gespielt. Und auch Palworld hat mir durch den Sammel-Aspekt der Monster unheimlich Spaß gemacht.
Doch gerade bei Palworld hat mich die Optik etwas abgeschreckt. Als Angriffe nutzt man unterschiedliche Waffen und die Welt sieht nicht so bunt aus, sondern ist eher in realistischen Farben gehalten. Das sieht bei Witchspire schon ganz anders aus. Nach mehreren Stunden kann ich sagen, dass ich mich wahnsinnig auf die Vollversion freue. Allerdings muss zuvor noch einiges getan werden.
Autoplay
Als Hexe zwischen magischen Tierwesen überleben
Vom Grundprinzip her ist Witchspire ein Survival-Game. Ihr müsst durch die Welt streifen und Rohstoffe sammeln, um daraus bestimmte Materialien zu fertigen. Diese könnt ihr dann wiederum nutzen, um Ausrüstungsgegenstände oder andere Objekte herzustellen.
Als ich die Spielwelt zum ersten Mal gesehen habe, habe ich mich direkt gefühlt, als würde ich ein wunderschönes Märchen betreten. Der eigene Charakter kann nämlich mit einem Hexenhut, einem Umhang und einem stylischen Rest-Outfit ausgestattet werden.
Auch die Kreaturen sehen einfach putzig und harmonisch aus. Ihr Fell wirkt besonders wuschelig und mit ihren großen Knopfaugen wickeln sie mich um den Finger. Dabei wirken sie immer noch wie aus einer Fantasy-Welt und nicht so übertrieben auf „Kawaiiness“ getrimmt wie bei Aniimo.
Die Tierwesen sind für mich auch das große Highlight. Man kann seinen Gefährten im Kampf gegen andere steuern und diese wiederum fangen. Die gefangenen Monster, beziehungsweise Schutzgeister, können dann an den Geräten in der Basis eingesetzt werden, um die Arbeit zu beschleunigen. Das erinnert total an Palworld, in dem man die gefangenen Monster auch in seiner Basis schuften lassen kann.
Alternativ können die gefangenen Monster selbst wiederum im Kampf eingesetzt werden. Jedes Monster hat dabei sogar seinen eigenen Skilltree, der sie beispielsweise in der Angriffsgeschwindigkeit oder ihren Resistenzen stärkt.
Allerdings wäre ein Bestiarium in der Zukunft gut, in dem alle Monster angesehen werden können. So behält man die Übersicht, welche Monster man schon gefangen hat und welche noch in der Sammlung fehlen.
Beim Bauen kann man sogar in die Höhe fliegen, um alles detailgenau anzupassen.
Die Spielwelt sieht wirklich toll aus.
Ein Survival-Spiel, das seinen Schliff noch braucht
Im Spiel ist es möglich, euch eine gemütliche Basis einzurichten. Ihr könnt beispielsweise eine große Blockhütte bauen, in der ihr dann frei nach Belieben dekorieren könnt. Ich selbst bin bei meinem Spieldurchlauf leider nicht so weit gekommen. Allerdings habe ich schon einen Herstellungstisch und einen Ofen bauen können.
Hier merkt man leider auch ein wenig, dass das Spiel noch vor der Early-Access-Phase ist. Es gab nämlich keine Enzyklopädie oder Lexikon, um nachzuschlagen, wie man bestimmte Rohstoffe bekommt oder herstellt. So ist es bei mir daran gescheitert, dass ich keine Ritualkerze gefunden habe. Wo soll man so etwas auch in der Natur finden?
Um an die Rohstoffe normal zu gelangen, müssen sie entweder in der Natur gesammelt oder von Monstern erbeutet werden. Um die Monster zu bezwingen, benötigt ihr keine Waffen, sondern nur euren Zauberstab und euren Begleiter. Statt knallharter Waffen wie Schwertern oder Maschinenpistolen erwarten euch in Witchspire nämlich nur Zaubersprüche.
Die Sprüche finde ich eine erfrischende Idee. Ich hoffe, dass mit der Zeit noch weitere Zauber ins Repertoire aufgenommen werden. In vielen Rollenspielen machen mir Magier nämlich auch immer am meisten Spaß und ich liebe es, aus der Ferne mit meinen vielfältigen Zaubern anzugreifen.
Unter dem Strich braucht Witchspire noch viel Grobschliff, aber wenn der stattfindet, kann aus dem Survival-Game ein großartiges Spiel werden. Welche Spiele haben euch bei dem Steam Next Fest überzeugt? Habt ihr womöglich selbst schon Witchspire ausprobiert? Schreibt es gerne in die Kommentare!
Ein anderes Spiel muss auf Steam leider geschlossen werden. Das hatte ich spätestens dann bemerkt, als ich Geld von Valve zurücküberwiesen bekommen habe. Vielleicht entdeckt ihr auf eurem Konto demnächst auch einen positiven Betrag von Steam: Steam hat mir 7,50 € überwiesen, weil schon wieder ein Spiel von Amazon Games gescheitert ist
Der Beitrag Ein Survival-Spiel ist wie Palworld mit Hexen, wurde zu meiner liebsten Demo auf Steam erschien zuerst auf Mein-MMO.
