In einem neuen Spiel auf Steam baue ich Rom nach der Apokalypse wieder auf, und werde dabei von Zombie-Römern verfolgt

In Romestead treffen Städtebau, Action-Adventure und Zombie-Römer zusammen. MeinMMO-Autorin Linda Baumgartl hat die neue Demo auf Steam getestet.

Was ist Romestead? Nach der Apokalypse ist von Rom nicht mehr viel übrig. Im Action-Adventure-Survivalspiel Romestead ist es daher unsere Aufgabe, die Zivilisation wieder aufzubauen. Das Ganze erledigen wir alleine, oder im Koop mit bis zu acht Spielern.

Bis einschließlich 3. März 2026 könnt ihr das Spiel in einer kostenlosen Demo auf Steam antesten. Enthalten sind die ersten beiden Biome, drei Bosse, 15 Dungeons und natürlich die grundlegenden Spielmechaniken inklusive Multiplayer. Seit Kurzem gibt es sogar schon eine deutsche Übersetzung, die an vielen Stellen jedoch noch überarbeitet werden muss.

Rom nach der Apokalypse ist ziemlich hübsch

Wie oft denkt ihr eigentlich an das Römische Reich? Ich ehrlich gesagt gar nicht so oft. Trotzdem hat mich das Setting bei Romestad direkt neugierig gemacht. Ein postapokalyptisches Rom? Mit Römer-Zombies? Das muss ich mir anschauen!

Zunächst begrüßt einen das Spiel mit einem kurzen Intro, in dem wir vom Untergang Roms erfahren. Dann geht es auch schon an die Erstellung von Charakter und prozedural generierter Spielwelt. Diese besteht in der Demoversion aus zwei Biomen, einer trockenen Ebenenlandschaft und mysteriösen Waldgebieten. Beides wirkt atmosphärisch und sieht wirklich gut aus, dank gelungener Pixel-Grafik.

Beim Erkunden der offenen Spielwelt merke ich schnell, dass ich trotz Apokalypse keineswegs alleine bin. Zunächst treffe ich nur auf gewöhnliche Tiere wie Wildschweine oder Ziegen. Als ich mich dann jedoch tiefer in die Wälder wage, stoße ich plötzlich auf Ork-ähnliche Kreaturen. Sie lauern mir entweder alleine auf oder bewachen verheißungsvolle Truhen in ihren Lagern, vor denen ich mich zunächst jedoch lieber fernhalte. Außerdem gibt es drollige Golems, die mich mit ihren Köpfen abwerfen. Das klingt brutaler, als es ist, denn die Köpfe bestehen aus Ressourcen wie Steinen oder Büschen. Und dann gibt es natürlich noch die Römer. Zombie-Römer, die vor allem nachts in Scharen über mich herfallen.

Thematisch hält Romestead also, was es verspricht. Die Spielwelt ist interessant und lädt zum Erkunden ein – so wie ich es mir von einem guten Action-Adventure erhoffe.

Angriff der Zombie-Römer.

Der Bau meines eigenen Roms

Um mich vor den nächtlichen Bedrohungen zu schützen, beschließe ich schnell, mich an den Bau meines neuen Zuhauses zu wagen. Doch bevor es mit dem Base-Bau losgehen kann, müssen natürlich noch ein paar Ressourcen gesammelt werden. Auch wenn die Steuerung in Romestead grundlegend vertraut wirkt, gibt es ein paar kleine Besonderheiten.

Große Ressourcen, vor allem Baumstämme und Steine, können nur einzeln per Leertaste aufgenommen werden. Mit einem Klick der linken Maustaste kann man so getragene Gegenstände dann mit ordentlich Wumms wieder wegschmeißen. Das ist nicht nur lustig, sondern kann auch verwendet werden, um Ressourcen zu zerkleinern. Zum Beispiel muss man Feuersteine auf große Felsen schmeißen, um Feuersteinsplitter zu bekommen.

Viel leichter wird die Arbeit jedoch mit dem passenden Werkzeug. Diese muss man praktischerweise nicht jedes Mal per Hotbar auswählen, wie man es aus den meisten Spielen kennt. Stattdessen rüstet man den Charakter einmal passend aus. Dann reicht ein einfacher Linksklick, und das richtige Werkzeug wird automatisch verwendet.

Hat man dann alles Nötige beisammen, steht dem Wiederaufbau von Rom – oder zumindest einem kleinen Dorf – nichts mehr im Weg. Im Baumodus können Gebäude platziert, dann mit Ressourcen ausgestattet und durch ein kleines Minispiel gebaut werden.  

Auf der Suche nach Ressourcen mit einem praktischen Transport-Karren.

Die Grundsteine für die ersten Gebäude sind gelegt.

Doch was ist schon eine Stadt ohne Einwohner? Glücklicherweise kann man beim Erkunden der Spielwelt einige Zivilisten finden, die sich unserer Siedlung liebend gerne anschließen. Dafür muss man nur einen Schlafplatz frei haben. Jeder Zivilist hat gewisse Eigenschaften und muss regelmäßig mit Nahrung versorgt werden. Im Gegenzug dazu arbeiten sie fleißig für uns. Für jede Arbeit muss vorher das passende Gebäude gebaut werden. Zum Beispiel gibt es den Holzfäller, der uns automatisch Baumstämme generiert. Oder die Lederwerkstatt, in der rudimentäre Waffen und Rüstungen hergestellt werden können. So zimmern wir uns nach und nach eine richtige kleine Stadt zusammen, die wir verwalten und vor Gefahren beschützen müssen.

Langfristig muss es übrigens nicht bei einem Standort bleiben. Wir können einfach weitere Siedlungen gründen und sogar mit Transportrouten Ressourcen hin und her schicken.

Die erste Bewohnerin meiner neuen Stadt.

Die Siedlung wächst immer weiter.

Selbst die Götter helfen mir

Gleich zu Beginn treffe ich auf einen weiteren wichtigen Bestandteil des Spiels. Ich habe eine Begegnung mit Minerva, einer waschechten Göttin. Durch den Untergang Roms haben die Götter jedoch ein kleines Problem. Sie haben ihre Anhängerschaft und damit auch ihre Macht verloren.

Es ist nun also an mir, die göttliche Macht wiederherzustellen. Das mache ich einerseits, indem ich ihre Quests erfülle. Fast noch spannender ist aber der Altar. Hier kann ich Ressourcen – oder auch unliebsame Bewohner – opfern, die mir Gunst bei unterschiedlichen Göttern geben. Jede Gottheit hat einen eigenen kleinen Level-Baum, in dem ich thematisch passende Dinge freischalten kann. Das sind vor allem neue Gebäude oder Stats für den Charakter.

Jede Ressourche bringt unterschiedlich viel Verehrung.

Bei Ceres, der Göttin des Ackerbaus, schalte ich zum Beispiel den Gutshof frei.

Dieses System funktioniert wirklich gut. Zum einen gibt es mir einen Grund, Ressourcen in großem Stil zu grinden. Zum anderen motiviert es aber auch dazu, weiter zu erkunden und die perfekten Opfergaben zu entdecken. Denn jeder Gott hat andere Vorlieben. Es reicht also nicht, sich bloß auf einen Spielaspekt zu fokussieren.

Die Begegnung mit einer Eule macht mich zum Magier

Nachdem ich meine ersten Gebäude errichtet und die erste Ausrüstung hergestellt habe, beschließe ich endlich, mich dem ersten Boss von Romestead zu stellen: einer riesigen Eule. Wagemutig stürze ich mich mit Schwert und Schild ins Geschehen. Mit der Leertaste versuche ich, geschickt auszuweichen, um den fiesen Attacken des Flatterviehs zu entgehen. Besonders lange überlebe ich trotzdem nicht.

Beim zweiten Versuch bin ich dann schon besser vorbereitet. Ich habe mir eine magische Schriftrolle gecraftet, mit der ich Blitze verschießen kann. Interessanterweise gibt es in Romestead kein Mana. Die magischen Angriffe kosten stattdessen Ausdauer. Im Kampf muss ich also noch sparsamer mit den Ausweich-Dashs umgehen, die ebenfalls Ausdauer kosten.

Im Kampf gegen die riesige Eule.

Mit dieser Methode bin ich deutlich erfolgreicher, weshalb ich auch im weiteren Spielverlauf bei der Schriftrolle bleibe. Selbst die Zombiehorden kann ich mir so recht einfach vom Leib halten. Hier müssen die Entwickler vielleicht noch etwas nacharbeiten, was das Balancing angeht.

Insgesamt funktioniert das Kampfsystem aber gut, auch wenn es an sich recht simpel ist. Komplexität versprechen die Entwickler vor allem durch eine große Auswahl an Ausrüstung, die in der Vollversion noch deutlich erweitert werden soll.

Die RPG-Elemente haben mir aber schon jetzt sehr gut gefallen. Neben der Ausrüstung gibt es auch einen klassischen Level-Baum, mit dem man seinen Charakter weiter verfeinern kann. Außerdem levelt man jede Fertigkeit im Spiel, indem man sie ausführt. Es gibt also genug Stellschrauben, um den Charakter individuell anpassen und leveln zu können.

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Die perfekte Mischung aus Stadtmanagement und Action

Schon in der Demo hat mir Romestad wirklich viel Spaß gemacht. Das Spiel erfindet das Rad zwar nicht komplett neu, fühlt sich aber trotzdem frisch an. Das liegt zum einen an dem relativ unverbrauchten Setting. Zum anderen hat das Spiel genug kleine Eigenheiten, um das Spielgefühl besonders zu machen.

Inhaltlich schlägt Romestead für mich die perfekte Brücke zwischen Management-Aufbauspiel und Action-Adventure mit Bosskämpfen und Dungeons. Gepaart mit einer interessanten Spielwelt und hübscher Pixelgrafik ergibt das ein tolles Gesamtpaket. Auch MeinMMO-Redakteur Niko ist von einem Zombie-Spiel begeistert. Hier gibt es zwar keine Römer, aber dafür jede Menge Action: Das neue Resident Evil ist so gut, dass ich es schon zum 3. Mal spiele

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