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Die Macher des ”Anime-Rhythmus-Abenteuers” erklären in der Produktbeschreibung, dass Unbeatable eigentlich zwei Spiele in einem ist. So gibt es den typischen Arcade-Modus, bei dem Ihr Dutzende eigens komponierte Songs (viel Indie-Punk, aber auch eine Reihe andere Genres) mit einer simplen, aber stimmigen Grundmechanik abarbeitet, für die Ihr nur zwei Tasten braucht: hoch und runter. Korrespondierend rauschen auf zwei Bahnen Symbole heran, die Ihr zeitgenau treffen sollt – mal kommen beide von links, mal von rechts oder zugleich von oben und unten. Begriffen ist das schnell und auf höheren Schwierigkeitsstufen fordernd, auch weil Euch abrupte Kamerawechsel aus dem Tritt bringen können, wenn Ihr nicht aufpasst.
Das eigentliche Herzstück ist aber die Story, bei der Ihr als pinkhaariges Mädel Beat in einer Welt aufwacht, in der Musik verboten wurde. Das hält Euch nicht davon ab, trotzdem mit ein paar anderen Rebellen als Band aufzutreten oder schurkische Polizisten im Takt zum Sound zu verkloppen. Die Handlung wird ziemlich zerstückelt verabreicht und ergibt eigentlich erst zum Ende hin mehr Sinn. Vor dem letzten Drittel musiziert Ihr auch überraschend selten, dafür wird viel herumgelaufen (was dank wenig Orientierungshilfen nerven kann) und oft müssen aufgesetzt wirkende Minispiele bewältigt werden. Die schick anzusehende Mischung aus 3D-Umgebung und händisch animierten Charakteren tröstet immerhin ein Stück weit über diese Macken hinweg.
Meinung & Wertung
Ulrich Steppberger meint: Das eigenwillige Grafikdesign und der Soundtrack mit eigenen Songs statt Lizenztiteln sind die großen Pluspunkte von Unbeatable. Beim Rest frage ich mich teilweise, was man sich dabei gedacht haben mag. Die Rhythmusspiel-Mechanik ist nicht innovativ, gerade für den Arcade-Modus aber gut geeignet. Dass dafür die Storykampagne mit allzu viel pseudo-stylishem Gefasel, durchwachsenen Minispielen und bis kurz vor Schluss ständigem Rumgerenne aufgeblasen ist und es so wirkt, als ob die (an sich interessante) Geschichte absichtlich konfus erzählt wird? Damit tut sich (und uns) Unbeatable keinen Gefallen.
Stilvoll, aber auch konfus inszenierte Mischung aus Musikspiel und Adventure, die viel Potenzial vergibt.
Singleplayer71MultiplayerGrafikSound
