Demonschool – im Test (PS5)

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Spiel:DemonschoolPublisher:Ysbryd GamesDeveloper:Necrosoft GamesGenre:Strategie-RollenspielGetestet für:PS5Erhältlich für:PS4, PS5, Switch, XOne, XSXUSK:16Erschienen in:1 / 2026

Fayes Schule ihrer Wahl auf der seltsamen Insel Hemsk macht spätestens bei der Begrüßung der neuen Schüler einen eher fragwürdigen Eindruck. Doch als selbst ­ernannte letzte Dämonenjägerin fühlt sie sich dort genau richtig und erklärt direkt die verdatterte Namako zur besten Freundin und Partnerin beim Verhindern der anstehenden Apokalypse. So drückt Ihr hier weniger die Schulbank und geht stattdessen mit Eurem frisch gegründeten Black Magic Club allerlei Geheimnissen auf den Grund. Der Lehrkörper ermutigt das: Woche für Woche gilt es ein Mysterium zu lösen, meist beinhaltet das nicht nur Recherche und Nachforschung, sondern vor allem handfeste Auseinandersetzungen mit Gangstern, Zombies und allerlei Dämonengezücht.

Entwickler Necrosoft geht dabei interessante Wege. Anstatt sich wie die meisten isometrischen Strategiespiele an Final ­Fantasy Tactics & Co. zu orientieren, sind die RPG-Elemente hier mini­mal. Jede Figur hat drei Trefferpunkte und Eure Gruppe teilt sich einen Pool an Aktionspunkten – je ­öfter der gleiche Charakter agiert, ­des­to höher die Kosten. Die Steue­rung ist simpel gehalten: Gegner greift Ihr an, indem Ihr Eure Figuren in sie hinein­dirigiert. Aber jeder Charakter hat andere Eigenschaften, Talente und auch Resistenzen. Manche sind offensiv, andere konzentrieren sich auf Heilung oder Support. Der Kampf ist in zwei Phasen aufgeteilt: In der ersten plant Ihr all Eure Züge und deren Reihenfolge – hier könnt Ihr jederzeit Aktionen zurücknehmen. Seid Ihr mit Eurer Taktik zufrieden, startet Ihr die Aktionsphase und betrachtet nun, wie Eure Helden flink und hoffentlich erfolgreich den Plan ausführen. Eure Leistung wird bewertet: Nur wer keine Mitglieder verliert und im Rundenlimit bleibt, bekommt die begehrte A-Note!

Außerhalb der Kämpfe erkundet Ihr Orte von Hemsk Island und Euer Schulgebäude. Im Reise­menü seht Ihr netterweise sofort, ob es an einer Stelle etwas Neues zu tun oder zu erleben gibt. ­Ebenso lernt Ihr neue Kampfmanöver und auch Interaktionen mit Euren Kameraden stehen auf dem Plan. Wer sich gut versteht, der kämpft und ermittelt entsprechend besser zusammen!

Meinung & Wertung

Thomas Nickel meint: Tolle Pixel-Grafik, clever-witzige Texte und das Ganze garniert mit schnellen, taktisch fordernden Kämpfen, die stark auf kluge Planung und Kooperation setzen: eine gelungene Mischung, die Necrosoft da zusammengeköchelt hat. Das Rezept mag ein wenig an Persona erinnern, aber tatsächlich fühlt sich Demonschool ganz anders und wunderbar eigenständig an – zum einen wegen seines 1990er-Jahre-Settings und dem entsprechenden Soundtrack. Ebenso aber auch, weil das Spiel ziemlich schnell zur Sache kommt und die Dialoge nie ausufern. Überhaupt gefällt der Rhythmus zwischen Story, Erkundung und Kämpfen, es geht Schlag auf Schlag. Und schafft Ihr ein Gefecht mal partout nicht, dann dürft Ihr es auch überspringen – ist das nicht zuvorkommend?

Stilvoll präsentiertes Strategie-Abenteuer mit herrlich unterhaltsamer Mischung aus Horror und Humor.

Singleplayer84MultiplayerGrafikSound

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