Nach 3 Runden in Marathon bin ich mir sicher: Wir bekommen ein starkes Spiel, das perfekt für alle ist, die in ARC Raiders nur beleidigt werden

Am Abend des 26. Februars ging der Server-Slam von Marathon los und MeinMMO-Redakteur Dariusz ist direkt in den neuen Shooter von Bungie gehüpft. So verliefen seine ersten Runden.

Beim Start von Marathon erwartete mich zunächst eine überraschend lange Intro-Sequenz, gefolgt von einem kurzen Tutorial. Hier wurde mir abermals vor Augen geführt, dass ich den Artstyle des Spiels wirklich großartig finde. Es ist eine tolle Abwechslung zu den Grau-braun-grün-Tönen der meisten Shooter.

Nach dem Tutorial habe ich ein paar Stunden gespielt und mir einen ersten Eindruck verschafft. Von meinen ersten drei Runden möchte ich euch nun berichten.

Bedenkt aber, dass wir beim Server-Slam nur eine begrenzte Auswahl der Inhalte spielen. Meinen vollwertigen Anspielbericht gibt es dementsprechend erst zum vollwertigen Release von Marathon.

Wer schreibt hier? Dariusz ist Shooter-Fan durch und durch und hat tausende Stunden in den verschiedensten Spielen. Er spielt alles, was das Genre zu bieten: Battlefield, Borderlands, Rainbow Six: Siege, Valorant, Destiny, Call of Duty, Warframe… Wenn es Knarren hat, ist Dariusz dabei. Das gilt auch für Extraction-Shooter wie ARC Raiders und eben Marathon.

Ein Fehler, der fast den Run kostete

Meine erste Runde in Marathon spielte ich mit zwei Randoms, aber ohne jegliche Absprache. Ich lootete Zeugs, von dem ich keine Ahnung hatte, ob es sinnvoll oder nutzlos ist und knallte ein paar UESC-Roboter ab. Dann schloss ich meinen ersten Auftrag ab und lief meinen Randoms hinterher, die noch an einer Quest arbeiteten.

Ein paar Minuten später wollten meine mir unbekannten Mitspieler den Extraction-Point aufsuchen, doch ich blickte noch kurz in diesen einen Raum… kurz. Sagen wir es so:

Aus „kurz“ wurde nichts.

Irgendwie ging es immer tiefer und plötzlich stand ich in einer Art Untergrundkomplex. Der war nicht riesig, hatte aber genug Loot, um mich ein paar Minuten zu beschäftigen. Das hat dann etwas länger gedauert als gedacht und die damit verbundenen Kämpfe mit den Robotern zeigten mir, dass ich definitiv zu wenig Munition eingesteckt hatte.

Anschließend ging es endlich Richtung Ausgang, wo wir zum ersten Mal auf andere Spieler trafen. Meine Mates eröffneten das Feuer, und irgendjemand starb – aber anscheinend sind beide Teams gemeinsam extrahiert… ohne mich.

Als ich ankam, waren bereits alle weg. Leider bedeutet eine Extraktion in Marathon, dass der Ausgang jetzt geschlossen ist. Unter Zeitdruck sprintete ich also zum nächsten Extraction-Point, wo ich aber von einem Roboter mit Schild gedownt wurde, weil ich nur noch Munition für meine Pistole besaß.

Die gute Nachricht: Auch in Marathon kann man am Boden liegend entkommen – ich zähl das als erfolgreichen Run.

Ein ruhiger Einstieg, mit Hoffnung für die Zukunft

Meine zweite und dritte Runde spielte ich mit meinem Kumpel Jacob, der durch Escape from Tarkov sehr viel mehr Erfahrung in Extraction-Shootern hat als ich.

Wir stopften uns wieder die Taschen mit Loot voll, von dem wie immer noch nicht wussten, wie nützlich er ist, und erfüllten beide einen Auftrag. Es ist übrigens sehr cool, dass wir die Aufträge unserer Mitspieler sehen und verfolgen können.

Als wir uns zum nächstgelegenen Ausgang begaben, stießen wir dort auf ein Team anderer Spieler, die gerade extrahieren wollten. Ich eröffnete das Feuer, Jacob – der jetzt ebenfalls unter Munitionsknappheit litt– flankierte von links und von der Rückseite griffen UESC-Roboter an, die auf beide Teams schossen.

In dem Getümmel wurde ein Gegner niedergestreckt, dessen Munitionsreserven wir dringend gebrauchen konnten. Die NPCs lassen nämlich leider keine Munition fallen. Anschließend extrahierten wir und starteten den nächsten Run. Dieser sollte sehr viel mehr PvP bieten, als die vorherigen.

In meiner dritten Runde widmeten wir uns direkt unseren Aufträgen, doch während wir an Jacobs nächster Quest arbeiteten, tauchte ein feindliches Team auf. Wir kämpften, aber sobald die Gegner angeschossen waren, gingen sie in Deckung und heilten sich. Einer von ihnen saß dabei durchgängig auf dem Dach eines Gebäudes.

Das wurde uns nach ein paar Minuten zu doof.

Ich gab Jacob Deckung, während er zum Gebäude unserer Feinde lief und den Gegner im Erdgeschoss pushte. Dann zog ich nach und holte mir einen Runner im obersten Stockwerk. Als Letztes holten wir uns den Gegner auf dem Dach.

Beim Extrahieren kämpften wir noch kurz gegen ein neues Team, aber da wir gefahrlos abhauen konnten, machten wir das auch – unsere Taschen waren ohnehin voll.

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Perfekt für die verhasste Seite von ARC Raiders

Die große Frage, die wie eine riesige Reklametafel vor meinem inneren Auge hing und grell leuchtete, war:

Ist Marathon gut genug, um eine ernsthafte Konkurrenz für ARC Raiders zu sein?

Nach meinen ersten 3 Runden bin ich aber überzeugt, dass das die falsche Frage ist. Marathon ist zwar genauso wie ARC Raiders ein Extraction-Shooter, doch beide Spiele spielen sich grundsätzlich anders und sprechen im Kern eine andere Zielgruppe an.

ARC Raiders setzt auf PvE, mit PvP als Beiwerk, um eine zusätzliche Bedrohung zu erschaffen und Spannung zu erzeugen.

Marathon legt spielerisch den Fokus auf PvP, mit verschiedenen Klassen und Fähigkeiten. Die NPC-Gegner sind Lore-relevant, aber im Kampf bislang eher nebensächlich.

Marathon ist das perfekte Spiel für alle, die in ARC Raiders Spaß am PvP haben, aber dafür hasserfüllte Kommentare und Beleidigungen von der PvE-Community bekommen.

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In meinen ersten drei Runden hat niemand den Voice-Chat genutzt. Von einem „Don’t shoot“ oder „Ich bin friedlich“ war keine Spur. Es wurden keine Fragen gestellt, sondern immer direkt geschossen – nicht nur von uns.

Dazu kommt, dass Marathon einen guten Eindruck hinterlässt. Die Performance ist gut, der Artstyle ist grandios, das Gunplay gelungen und insgesamt hat das Spiel einfach eine coole Atmosphäre. Ich hatte keinerlei technische Probleme und auch die Server waren stabil.

Ob mir das Gameplay langfristig gefällt, kann ich jetzt noch nicht sagen. Da ich von technischen Problemen aber verschont blieb, kann ich euch derzeit bedenkenlos dazu raten, während des Server-Slams selbst einen Blick in den Shooter zu wagen. Was ihr zum Server-Slam wissen müsst, erfahrt ihr hier: Der Server-Slam von Marathon ist gestartet – Alles Wichtige zur finalen Möglichkeit, den Shooter kostenlos zu spielen

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