Deutscher Twitch-Streamer will nicht mehr öffentlich die Fehler anderer anprangern – „Jeder muss auf seine eigene Schnauze fallen“

Der Twitch-Streamer Niklas „Niekbeats“ Grosse redete über seine Streamer-Kollegen und warum er ihr eventuelles Fehlverhalten öffentlich von sich aus nicht mehr anprangern möchte. Stattdessen wolle er sich vorwiegend auf sich selbst konzentrieren.

Was sagt der Twitch-Streamer? Der Twitch-Streamer Niekbeats spielt momentan in seinen Streams Pokémon Blattgrün. Währenddessen unterhält er sich immer wieder mit seinen Zuschauern.

Zuletzt sprach er darüber, wie er sich von dem Fehlverhalten seiner Streamer-Kollegen mental distanziert. Statt Fehltritte öffentlich zu kritisieren, wolle er sich lieber auf sein eigenes Verhalten und seine eigenen Streams konzentrieren. Öffentliches Anprangern sei laut Niekbeats zu anstrengend und wenig zielführend.

Aber im Grunde, am Ende des Tages, muss jeder auf seine eigene Schnauze fallen. Ich habe echt keinen Bock, Verantwortung für andere da zu übernehmen. Und ich möchte halt auch nicht wie Veni oder andere Creator mit Fingern auf alle zeigen und das alles kritisieren. Das habe ich eine Zeit lang echt gemacht. Es ist aber super anstrengend für einen selbst und es ändert sowieso am Ende des Tages nicht so viel.

Niekbeats via YouTube ab Minute 05:19:46

Wenn jemand Niekbeats nach seiner Meinung zu etwas fragt, würde er allerdings immer noch ehrlich seine Gedanken dazu preisgeben, so der Twitch-Streamer. Nur eben nicht mehr von alleine.

Kollaborationen nur noch mit ausgewählten Kollegen

Was steckt dahinter? Eine ähnliche Aussage traf auch der Twitch-Streamer HandOfBlood in einem SPIEGEL-Interview. Er hatte auch eine Phase, vor allem von 2014 bis 2017, in der er das, seiner Meinung nach, Fehlverhalten von YouTube-Kollegen öffentlich an den Pranger gestellt hat. Mittlerweile macht HandOfBlood das nicht mehr so häufig.

Einerseits habe ich oft andere angefeindet. Dadurch wurde auch ich oft angefeindet. Und alles, was ich fortan gesagt habe, hat meine Community auf die Goldwaage gelegt, zu Recht. Irgendwann habe ich mich gefragt, ob das der richtige Weg ist, sich jenseits der Gamingvideos ständig Stress zu machen.

HandOfBlood auf DER SPIEGEL

Was meint Niekbeats noch? Weiter sagt Niekbeats, dass er auch angepasst hat, mit wem der Streamer-Kollegen er kollaboriert. In der Welt der Content Creator ist es bei einigen Projekten unausweichlich, nicht auch mit Kollegen in Berührung zu kommen, die nicht vollständig den eigenen Werten entsprechen.

Bei der Zusammenarbeit mit Streamern, deren Verhalten er verurteilt, würde Niekbeats seine negativen Gedanken dazu hinten anstellen, um für einen gewissen Zeitraum mit ihnen zu kollaborieren. Allerdings zieht er eine klare Grenze: Bei extremem Fehlverhalten lehne er eine Kollaboration schlichtweg komplett ab.

Niekbeats scheint als Twitch-Streamer immer mehr zu sich selbst gefunden zu haben. In der Vergangenheit verlor er häufig Worte über den Beruf und vor allem auch über die Community. So ermahnte er seine Zuschauerschaft auch, Twitch-Streamer nicht zu idealisieren.

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Momentan versinkt Niekbeats in der Blattgrünen Edition von Pokémon. Auf Twitch fing er vor kurzem ein neues Abenteuer in Kanto an und offenbarte seinem Chat, dass er an das Vertauschen von zwei Pokémon-Sprites glaubt: Ein deutscher Streamer auf Twitch ist sich sicher, dass 2 Pokémon aus den ersten 151 vertauscht wurden: „Passt viel besser“

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