Blizzard hat mit dem Hexenmeister die neuste Klasse für Diablo 4 vorgestellt. Direkt nach der Präsentation hat MeinMMO mit dem deutschen Diablo-Experten Rob2628 gesprochen, der sich hellauf begeistert von den Fähigkeiten des Zauberwirkers zeigt. Vor allem ein Skill sorgt für leuchtende Augen beim Streamer: die Verwandlung in einen leibhaftigen Dämon.
Mit dem Hexenmeister hat Blizzard ein absolutes Novum in der Geschichte von Diablo geschaffen. Die neue Klasse kommt gleich in drei Spielen: Diablo 2: Resurrected, Diablo Immortal und Diablo 4.
Am 5. März haben die Entwickler den Hexenmeister endlich in Diablo 4 gezeigt. Die neue Klasse kann Dämonen beschwören und kämpft mit den Mächten der Hölle… gegen die Mächte der Hölle.
Hier lest ihr alles zu den Fähigkeiten und dem Gameplay des Warlocks.
Kurz nachdem Blizzard gezeigt hat, was der Hexenmeister so kann, habe ich mir den deutschen Diablo-Experten Rob geschnappt. Der war schon von der Klasse aus Diablo 2 entzückt, obwohl er hauptsächlich in Diablo 4 unterwegs ist.
Der Streamer ist bekannt für seine tiefe Expertise in den Spielmechaniken von Diablo 4, seine krassen Builds für alle Klassen und sein Können in den höchsten Schwierigkeitsgraden des Spiels. In seinen Videos erklärt er Builds und Tricks, mittlerweile sogar mit einem deutschen YouTube-Kanal.
Rob konnte den Warlock schon bei Blizzard direkt in Kalifornien vorab anspielen und verrät im Interview ein wenig mehr zu den Fähigkeiten und seinem Eindruck – und der klingt bisher äußerst positiv, die Begeisterung ist im Gespräch klar zu hören.
Autoplay
„Anspruchsvoller, komplexer, aber nicht auf eine schlechte Art“
Der erste Eindruck des Experten: der Warlock ist „anspruchsvoller, komplexer“ als andere Klassen des Spiels, „aber nicht auf eine schlechte Art.“ Vor allem im Kontrast zum Paladin, der sogar mit nur einer Taste oder ganz ohne Tastendruck das Endgame dominieren kann, sei der Hexenmeister doch facettenreicher.
Zum einen seien da verschiedene Spielstile, mit denen entweder Dämonenhorden beschworen werden oder der Hexer sich selbst stärkt, um zum wahrhaftigen Monster zu werden. Zum anderen sei da das Zusammenspiel der überarbeiteten Skill-Trees mit den Fähigkeiten des Warlocks:
[Der Warlock] geht ein wenig tiefer mit seinen Mechaniken und den Kombinationsmöglichkeiten. Du hast einmal einen Control-Build wo du krasse Scharen der Hölle hast, oder einen dicken Dämon, der an deiner Seite kämpft. Klingt jetzt wie der Nekromant, aber der Hexenmeister hat noch viel mehr Möglichkeiten, seine Diener zu befehligen. […]
Das Geniale ist aber auch, was Aspekte und so angeht: du hast ja nun den neuen Skill-Tree, der auch für die anderen Klassen kommt und der ist deutlich komplexer. Du hast viel mehr Möglichkeiten, deine Skills zu gestalten. […] Aspekte, die früher auf legendären Items waren, sind jetzt im Fähigkeiten-Baum. […] Jeder Skill hat, ich glaube, 7 verschiedene Upgrades. Möglichkeiten, die du dann alle verschieden miteinander kombinieren kannst.
Rob2628
Rob erklärt: konkret heiße das, dass man die „Tags“ bestimmter Skills ändern kann, wie es bereits jetzt beim Paladin der Fall ist. So werde ein Höllenfeuer-Skill durch ein Upgrade zu einem Schatten-Skill, was ganz neue Build-Varianten eröffnen kann.
Dazu muss der Hexenmeister gleich zwei Ressourcen managen: eine Primär-Ressource und eine, mit der Dämonen gefesselt gehalten werden. Das könne man sich ein wenig vorstellen wie beim Dämonenjäger in Diablo 3.
Robs aktueller Lieblingsskill des Warlocks, die Metamorphose:
„Funktioniert sehr gut, auch für Einsteiger“
Trotz der vielen Möglichkeiten, die der Warlock bietet, soll die Klasse nicht „zu schwierig“ sein. Rob fasst die Klasse eher mit Blizzards klassischem: „easy to learn, hard to master“ zusammen.
Denn wer sich nicht mit den ganzen Skills und ihren Synergien auseinandersetzen will, könne einfach einen Minion-Build spielen, bei dem die Diener alles erledigen, genau wie der Nekromant. Zum Thema Casual-Freundlichkeit meint der Experte:
Da bin ich noch etwas zwiegespalten. Ich weiß nicht genau, wie krass es ist. Ich bin ja selbst nicht so in der krassen Casual-Base. Vom Prinzip her ist die Klasse schon anspruchsvoller. Aber du hast diesen quasi automatisierten Build, mit dem du deine Pets einfach Sachen machen lässt. Der Spielstil ist relativ einfach. […]
Ich glaube, auch für Anfänger ist die Klasse sehr gut geeignet. Dann spielst du halt erst mal deinen Diener-Build, kommandierst deine Scharen und machst dein Ding. Finden ja auch viele Leute geil, so einen Spielstil. […] Du hast einen einfachen Einstieg mit dem Summoner-Build und dann später sehr viel komplexere Kombinationsmöglichkeiten im Endgame.
Rob2628
Trotz der vielen Kombinations-Möglichkeiten werden die verschiedenen Spielstile laut Rob ein wenig von der gewählten Ultimate vorgegeben, von denen der Hexenmeister – wie alle anderen – vier Stück hat.
In einem seiner ersten deutschen Videos erklärt Rob die Skills des Hexenmeisters im Detail:
Eine Ultimate macht den Warlock „zum Ultra-Gott, so ein bisschen“
Das große Highlight für den Streamer ist die Metamorphose, eine Ultimate, mit der der Warlock selbst zum Dämon wird, zu einer Art „Mini-Diablo“, wie er sagt, zum UItra-Gott, so ein bisschen. In der Form hat der Charakter dann ganz neue Angriffe wie einen Feuerstrahl, einen Teleport und Klauen-Angriffe.
Als großer Verfechter des Barbaren vergleicht Rob den Skill mit dem „Wrath of the Berserker“ der martialen Schläger, nur noch etwas krasser. Die anderen Ultimates liefern einen ganz anderen Spielstil:
ein riesiger Dämon, der quasi „auf deinen Schultern sitzt“ und mit seinem riesigen Schwert „durchs Getümmel schwingt.“
die Apokalypse, die ihr vielleicht schon aus Diablo 2 kennt: ein Pentagramm, das ihr beschwört und das in einem großen Bereich hohen Schaden zufügt. Die Besonderheit hier laut Rob: die Abklingzeit kann nicht herabgesetzt werden, weil der Skill sonst zu stark wäre
und zuletzt eine Art „höllischer Heuschreckenschwarm“, die um den Hexenmeister herumwirbelt und Gegner zerfrisst.
Auf die Frage hin, ob der Hexenmeister das Zeug zur neuen Lieblingsklasse hat, sagt Rob ganz klar: „Barb for life“, aber der Warlock werde zum Release auf jeden Fall viel gespielt – allein, weil er so stark wirkt.
Dass die neue Klasse zu so absurden Zahlen kommt wie damals der Spiritborn, schließt er allerdings aus. Für diesen Umstand waren damals Bugs verantwortlich. Der Hexenmeister werde stark, ja, anfangs sicher auch stärker als alle anderen Klassen, aber nicht so völlig OP wie der Spiritborn zu Release.
Der Hexenmeister erscheint als Teil des DLCs „Lord of Hatred“ am 28. April und wird entsprechend mindestens 40 Euro kosten. Ebenfalls in der Erweiterung ist bereits jetzt der Paladin enthalten, den ihr für kurze Zeit sogar kostenlos spielen könnt: Blizzard stellt die neueste Klasse für Diablo 4 vor, kostet 40 Euro, macht euch den teuren DLC mit einem kostenlosen Test schmackhaft
Der Beitrag Deutscher Diablo-Experte ist sicher: Der Warlock wird die bisher komplexeste Klasse, aber für Casuals gibt es einen Easy Mode erschien zuerst auf Mein-MMO.
