Das neue RPG zu Monster Hunter bietet den besten Grind, den ich seit Jahren gespielt habe

Nur ein Jahr nach Wilds können sich Fans in Monster Hunter Stories 3 austoben. Obwohl es bloß ein Spin-off ist, war das RPG für MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes bereits eines der größten Highlights des Jahres, weil es das Grinden und Leveln hervorragend umsetzt.

Was ist Monster Hunter Stories 3 für ein Spiel? Oberflächlich ähnelt das Spiel den RPGs von Pokémon oder Digimon. Als Mensch habt ihr mehrere Monster dabei und erledigt in rundenbasierten Kämpfen Quests oder folgt der Story.

Das Besondere an Monster Hunter Stories 3 ist die Umsetzung der Mechaniken der Hauptreihe. Die sind nicht nur wie ein Skin draufgelegt, sondern man setzt sie für das rundenbasierte Kampfsystem um.

Das Spiel erscheint am 13.03.2026 auf der Nintendo Switch 2, Steam, der PS5 und der Xbox Series X/S. Ich konnte das Spiel für MeinMMO auf der Switch 2 testen.

Stories 3 ist für mich dabei der beste Teil der Reihe und im gesamten Franchise eines der besten Spiele, mit dem ich richtig viel Spaß hatte und noch in Zukunft haben werde. Das hat sich schon in meiner Preview zum Spiel abgezeichnet, doch beim Weiterspielen hat mich vor allem der stumpfe Grind in der Open World begeistert.

Selten war eine Open World so spaßig und animierte mich, zu grinden und zu leveln, ohne mich dazu zwingen zu müssen. Daraus wurde mein bisher liebstes Spiel auf der Nintendo Switch 2.

Eine Welt voller Erkundungsdrang

Ich bin kein großer Fan von Open Worlds. Oftmals sind sie mir zu groß und spielerisch zu uninteressant. 

Stories 3 verfolgt für seine Spielwelt ein ähnliches Prinzip wie Monster Hunter Wilds. Es gibt größere Gebiete als Open Worlds, in denen man gegen freilaufende Monster kämpfen, Nebenquests erledigen oder in Monsterhöhlen Eier klauen und Ressourcen sammeln kann.

Das klingt auf dem Papier nach einer ziemlich lahmen Open World, doch das RPG meistert den Gameplay-Loop, der den Grind so gut macht. Dabei ist der wichtigste Punkt: Nichts ist unnötig.

Der Hauptaspekt der Monsterhöhlen ist das Ergattern von neuen Monstern. In gewöhnlichen, seltenen und super-seltenen Höhlen könnt ihr euch Eier schnappen und diese in den Ställen schlüpfen lassen.

Wenn man ein neues Gebiet betritt, weckt das in mir direkt den Entdeckerdrang. Welche Monster leben hier? Welche Monster kann ich ergattern? Als Fan der Reihe rätselte ich bei unbekannten Eiern auch direkt mit, welches Monster sich darin verbergen könnte.

Doch auch nach 40 Stunden grinde ich in den verschiedenen Gebieten gerne die Höhlen ab, weil Monster Hunter Stories 3 auch im späteren Verlauf immer eine Belohnung für den Spieler hat.

Jedes Monster in Monster Hunter Stories 3 hat etwas zu bieten.

Selbst nutzloser Grind bietet mir etwas

Wenn man von Entdeckerdrang liest, fragt man sich bestimmt, wie es eigentlich danach aussieht. Wie gut ist die Open World und der Grind in ihr, wenn man schon weiß, welche Monster in einem Gebiet vorhanden sind? Kurz gesagt: Ich liebe die verschiedenen Gebiete und den Gameplay-Loop.

Die verschiedenen Monster haben 3 x 3-Genslots, die bestimmen, welche passiven und aktiven Fähigkeiten sie haben. Hat man in einer Reihe beispielsweise 3 Feuerskills, bekommt das Monster noch einen Bonus.

Je nach Seltenheit eines Ei gibt es auch seltenere Skills. Die kann man ziemlich simpel auf andere Monster vererben, um seine Kreaturen zu verbessern und damit Builds zu bauen. Hinzu kommt das neue Feature der Habitat-Restauration. Die Gebiete sind in verschiedene Habitate unterteilt, die man freischalten muss, indem man bestimmte Monster erlegt. 

In diesen Habitaten könnt ihr eure Monster freilassen, um eine Population zu verbessern. Dadurch sind auch Monster, die ihr nicht gebrauchen könnt, nützlich. Hinzu kommen die verschiedenen Elemente, die eine weitere Facette des eigenen Teambuildings darstellen.

Habitate haben verschiedene Elemente und Monster können diese Elemente übernehmen. Habt ihr etwa ein Tobi-Kadachi in einem Feuerhabitat gefunden, könnte es nicht nur Donner als Element haben, sondern auch Feuer. In den Habitaten könnt ihr also auch Monsterpopulationen erschaffen, nur um eure Lieblingskreatur mit einem völlig anderen Element zu erzeugen. 

Das ist nicht nur unfassbar befriedigend für Fans, die schon gerne in der Hauptreihe Builds gebaut haben, es lässt euch selbst nutzlose Monster verwerten und mit den Habitaten experimentieren.

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Ein unfassbar befriedigender Gameplay-Loop

Das Grinden von Monstern für eigene Rüstungen und Waffen, das Sammeln von Eiern und das Wiederherstellen der Habitate sind alles einzelne Aspekte, die für sich genommen schon Spaß machen, Stories 3 erschafft aber einen verdammt guten Gameplay-Loop und verbindet alles miteinander.

In der Open World könnt ihr diesmal frei zwischen euren 6 Monstern wechseln und dabei fliegen, klettern oder schwimmen. Das funktioniert ohne Ladezeiten und auch auf der Nintendo Switch 2 lief bei mir alles flüssig.

In den Habitaten habt ihr eigene Lager, in denen ihr schmieden, Eier ausbrüten und die Habitate selbst verwalten könnt. Alles ist an einem Fleck und in Kombination mit den Grind-Mechaniken entsteht ein Flow, der mich stundenlang gefesselt hat:

Ich fliege durch die Open World, bekämpfe Monster und sammle Eier.

Ich gehe zur Basis zurück, crafte mir neue Waffen und schaue mir meine neuen Monster an.

Ich schaue, ob sich die Monster für mein Team lohnen oder vererbe Gene.

Ich verbrate die Monster für die Habitate und begebe mich erneut in die Welt, um neue Eier zu bekommen und neue Waffen und Monster auszutesten.

Ohne Ladezeiten und dank Komfortfunktionen wie dem Insta-Tod von Monstern, die deutlich schwächer sind, geht das alles ziemlich fix und man wird ständig belohnt. 

Auch das Leveln der eigenen Monster geht schnell, denn selbst wenn man nur Kraut aufsammelt, gibt es Erfahrungspunkte. Dadurch kann man neue Monster auch schnell ausprobieren, ohne nervig lange leveln zu müssen.

Aber keine Sorge: Ich fühlte mich trotz einiger Grindsessions nie überlevelt, denn es geht in den Kämpfen, vor allem in der Story, meist nicht darum, ob euer Monster übermäßig starke Attacken einsetzt.

Die Kämpfe sind meist wie ein Puzzle. Ihr müsst mit verschiedenen Waffen und Elementen gezielt Teile attackieren, um den Gegner zu besiegen. Dabei sind die Taktik und euer Wissen über Schwächen wichtiger als euer Level oder das eures Monsters.

Für den regelmäßigen Augenschmaus sorgten bei mir die toll animierten Kinship-Attacken, die schon in Teil 2 toll aussahen:

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Perfekt für die Nintendo Switch 2

Für mich entwickelte sich Stories 3 schnell zu meinem Favoriten für die Nintendo Switch 2. Auf dem Fernseher spielte ich die Story weiter und genoss die effektreichen Kinship-Attacken, die aus Animes stammen könnten, und wenn ich mal etwas stumpf grinden wollte, wechselte ich zum Handheld-Modus und schaute nebenbei eine Serie.

Dabei gefiel mir die Grafik sowohl auf dem großen Fernseher als auch auf dem Switch-2-Bildschirm und technische Mängel fielen mir kaum auf, weshalb ich jedem, der eine Switch 2 hat, das Spiel nur wärmstens empfehlen kann. 

Ich habe mich in dieser Review stark auf den Grind fokussiert, aber auch die Story und die Charaktere gefielen mir richtig gut, und wer nur eine gute RPG-Story zocken will, wird hier auch fündig.

Fans der gesamten Monster-Hunter-Reihe sollten auf jeden Fall reinschauen, denn Stories 3 ist nicht nur ein RPG mit Monster-Hunter-Skin, es ist eine Liebeserklärung an die fast 22 Jahre alte Reihe. Auch Monster Hunter Wilds bietet aktuell viel Neues: Das finale Update von Monster Hunter Wilds lockt Jäger zurück ins Spiel, bringt neue, ungewöhnliche Waffe

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