Die Staatsanwaltschaft von New York wirft Valve vor, gegen das Glücksspielgesetz des US-amerikanischen Bundesstaates zu verstoßen. Jetzt antwortet das Unternehmen hinter Steam.
Was ist das für eine Klage? Valve wird von New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James verklagt. Das gab die Staatsanwaltschaft New York am 25. Februar 2026 bekannt.
Die Staatsanwaltschaft geht mit der Klage gegen Lootboxen in Spielen von Valve wie Counter-Strike 2, Team Fortress oder Dota 2 vor, da diese gegen das Glücksspielgesetz von New York verstoßen sollen. Die Staatsanwaltschaft sagt, Valve habe Milliarden von Dollar verdient, indem es Kindern und Erwachsenen gleichermaßen erlaubt habe, illegal um wertvolle virtuelle Preise zu spielen.
Die Behörde habe Klage eingereicht, „um Valves illegales Verhalten zu unterbinden und die New Yorker zu schützen“, da die Lootboxen süchtig machen sollen und schädlich sowie illegal seien.
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Valve hat am 11. März 2026 auf Steam Stellung zu der Klage bezogen. Das Unternehmen geht dabei auf einige Forderungen ein, die die Staatsanwaltschaft gestellt habe, und erklärt, warum es diese inakzeptabel findet.
Valve spricht über Bemühungen, die Klage im Vorfeld abzuwenden
Das sagt Valve zu der Klage: Valve erklärt, dass die Staatsanwaltschaft New York bereits Anfang 2023 zum ersten Mal Kontakt aufgenommen habe. Daraufhin habe Valve sich bemüht, die Staatsanwaltschaft über Lootboxen und virtuelle Gegenstände aufzuklären.
Man habe der Staatsanwaltschaft etwa dargelegt:
…dass diese Art von Boxen in Spielen weit verbreitet ist, nicht nur in Videospielen, sondern auch in der physischen Welt – etwa in Form von Sammelkartenspielen wie Pokémon TCG oder Magic: The Gathering.
…dass Spieler keine Boxen öffnen müssen, um Valve-Spiele zu spielen und die meisten von ihnen überhaupt keine Boxen öffnen würden.
Außerdem habe Valve gegenüber der Staatsanwaltschaft alle Bemühungen offengelegt, Konten zu sperren, die Game-Items von Valve auf Glücksspielseiten nutzen, und über Valves Maßnahmen zur Bekämpfung von Betrug und Diebstahl von Nutzergegenständen berichtet.
Valve betont in dem Statement auch, dass sie bereits über eine Million Steam-Konten gesperrt haben, die von Dritten in Verbindung mit Glücksspiel, Betrug und Diebstahl missbraucht wurden.
„Hätte die Einführung invasiver Technologien für jeden Nutzer weltweit bedeutet“
Diese Bedenken hat Valve: In der zweiten Hälfte der Stellungnahme adressiert Valve Bedenken hinsichtlich einiger Forderungen der Staatsanwaltschaft New York:
Die Staatsanwaltschaft fordere etwa, dass Items nicht übertragbar sein sollten. Valve weigere sich jedoch, den Spielern das Recht der Übertragbarkeit zu entziehen, da es den Nutzern erlaube, alte oder ungewollte Gegenstände gegen etwas anderes zu verkaufen oder zu tauschen.
Zudem sagt Valve, gab es den Vorschlag, zusätzliche Informationen über jeden Spieler zu sammeln, falls jemand in New York seinen Standort (z. B. via VPN) anonymisiert. Laut Valve hätte das jedoch die Einführung invasiver Technologien für jeden Nutzer weltweit bedeutet.
Die Staatsanwaltschaft habe laut Valve außerdem gefordert, mehr persönliche Daten der Nutzer zu sammeln, um eine zusätzliche Altersverifizierung durchzuführen. Valve entgegnet, dass die meisten Nutzer aus New York jedoch Zahlungsmethoden verwenden, die bereits eine integrierte Altersprüfung haben.
Valve lehnt diese Forderungen ab, denn man wolle nur Informationen sammeln, die für den Geschäftsbetrieb und die Einhaltung von Gesetzen notwendig sind.
Auch in europäischen Ländern sind die Lootboxen in Spielen wie Counter-Strike ein viel diskutiertes Thema. Deutsche Spieler erhalten in CS2 bald etwa ein Feature, das den Glücksspiel-Aspekt des Kistenöffnens einschränken soll. Counter-Strike 2 verrät euch dann den Inhalt eurer Kisten, bevor ihr sie öffnet, doch das rettet euch trotzdem nicht vor miesen Skins.
Der Beitrag Valve spricht über die Klage zu den Lootboxen in Counter-Strike 2, sagt: Eine Forderung würde invasive Technologien für Gamer weltweit bedeuten erschien zuerst auf Mein-MMO.
