Wenn ihr auch nur einen Funken Menschlichkeit besitzt, entwickelt ihr in Pokémon nie wieder Paras

Die Welt von Pokémon ist eigentlich ziemlich kinderfreundlich, doch einige Monster verstecken düstere Geheimnisse, die nicht immer offensichtlich sind. Das neueste Spiel von Pokémon versucht aber, das traurige Schicksal eines bestimmten Monsters nicht zu verstecken.

Um welches Pokémon geht es? Der Pokédex hat einige düstere Einträge, die man in den Spielen selbst aber meist nicht wirklich repräsentiert sieht. Manchmal fragt man sich, warum manche Pokémon frei herumlaufen dürfen, andere Pokémon tun einem einfach nur Leid.

Zu Letzterem gehört auch das Käfer-Pokémon Paras, das bereits seit der ersten Generation dabei ist. Seine Pokédex-Einträge passen gar nicht zu einem so kinderfreundlichen Franchise, doch selbst das neue Pokopia versucht nicht, die traurige Wahrheit zu verstecken.

Ein Schicksal wie in The Last of Us

Was hat es mit Paras auf sich? Um zu verstehen, wie tragisch das Schicksal ist, braucht man sich nur den Pokédex-Eintrag von Paras aus Rubin und Saphir anzuschauen: Auf Paras’ Rücken wachsen parasitäre Pilze, die Tochukaso genannt werden. Sie wachsen, indem sie dem Käfer/Pflanzen-Pkmn Nährstoffe entziehen. Sie sind sehr wertvoll als lebensverlängernde Medizin (Quelle: PokéWiki).

Die Pilze auf dem Rücken von Paras sind also kein direkter Teil von ihm, sondern ein parasitärer Organismus, der sich von seinen Nährstoffen ernährt. Wenn sich Paras in Parasek weiterentwickelt, übernimmt der riesige Pilz dann die Kontrolle. Man kann es also mit The Last of Us vergleichen – wie auch andere Aspekte des Spiels.

Dazu steht im Pokédex-Eintrag von Pokopia: Der Pilz auf Paraseks Rücken nutzt das Pokémon als Wirt und entzieht ihm Energie. Es scheint, als habe er die Kontrolle über das Pokémon (Quelle: PokéWiki).

Allgemein versucht Pokémon Pokopia nicht wirklich zu verstecken, dass mit Parasek etwas nicht stimmt.

Parasek sieht in Pokémon Pokopia harmlos aus, doch irgendetwas stimmt mit ihm nicht

Pokopia zeigt das tragische Schicksal von Paras

Wie stellt Pokémon Pokopia das Schicksal von Paras dar? In Pokopia entwickeln sich Pokémon nicht, ihr könnt Weiterentwicklungen nur in anderen Habitaten entdecken. Im Cozy-Game sprechen Pokémon auch untereinander und ihr könnt dabei auch Gespräche zwischen Bisasam und Paras sehen.

Auf YouTube zeigt der Kanal RandomRamShorts ein solches Gespräch. Paras äußert, dass es am Verhungern ist. Bisasam ist verwundert, denn Paras habe gerade erst gegessen. Paras erwidert, dass sich sein Magen leer anfühle und sein Rücken so schwer sei.

Völlig erfreut sagt Bisasam, dass das wohl bedeute, dass die Blume von Paras endlich erblüht, bei ihm sei es ja auch so. Tja, Bisasam, der Pilz wird zwar größer, aber das ist kein gutes Zeichen für Paras. Der Dialog zeigt, dass der Pilz Paras die Nährstoffe stiehlt und dadurch auch größer wird.

Bisasam ist für Paras auch ein passender Ansprechpartner, denn auch er hat eine Pflanze auf dem Rücken. Die scheint ihm aber Nährstoffe zu geben, statt sie zu entziehen, wenn man sich den Pokédex-Eintrag aus Diamant und Perl anschaut (Quelle: PokéWiki).

Während Paras in Pokopia eine eigene Persönlichkeit besitzt, sieht das bei Parasek ganz anders aus. Spricht man in Pokopia mit einem Parasek, klingt das Pokémon wie ein Roboter, der versucht, wie ein Mensch zu sprechen. Das könnt ihr hier sehen:

Es wird also stark impliziert, dass der Pilz, der laut einigen Einträgen die Kontrolle übernommen hat, und versucht, selbst zu sprechen, obwohl er das nicht so organisch kann wie Paras oder andere Pokémon.

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Auch in der echten Welt gibt es solche Pilze

Gibt es solche Organismen auch in der echten Welt? In der Tierwelt gibt es auch Zombie-Ameisen. Der Pilz Ophiocordyceps unilateralis infiziert laut Vermutungen von Forschern Ameisen im Regenwald, wie National Geographic erklärt.

Er setzt sich ans Exoskelett der Ameise und ernährt sich dort von den Innereien des Insekts. Währenddessen wird die Ameise gezwungen, an Orte zu gehen, die besser für die Entwicklung des Pilzes sind. Nach dem Tod der Ameise wird der Körper genutzt, um erneut Sporen auszusenden.

Das ist wie bei Paras. Auch dort kann man davon ausgehen, dass Parasek nur noch ein toter Körper ist, der von dem Pilz kontrolliert wird. Neben den merkwürdigen Gesprächen in Pokopia kann man auch die Augen als Indiz nehmen. Statt Pupillen sind sie nach der Entwicklung nur noch weiß.

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Jedes Mal also, wenn ihr euer Paras in einem der vielen Spiele entwickelt, sorgt ihr dafür, dass euer geliebtes Pokémon eigentlich zum Zombie wird, der nur noch von einem großen Pilz kontrolliert wird. Pokopia versteckt in seiner eigenen Story ein trauriges Schicksal der Welt, das es zu einem der besten Spiele der Reihe macht: Pokémon Pokopia hat die beste Story des Franchises, die mich an eine der besten Sci-Fi-Reihen erinnert

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