Lohnt sich Final Fantasy XIV im Jahr 2026?

Final Fantasy XIV gehört zu den größten und beliebtesten MMORPGs dieser Zeit. Doch lohnt es sich auch, über 12 Jahre nach dem Relaunch einzusteigen oder zurückzukehren? MeinMMO verrät euch, was ihr wissen solltet.

Was muss man zu Final Fantasy XIV grundsätzlich wissen? Final Fantasy XIV startete im Jahr 2013 nach der gescheiterten 1.0-Version mit A Realm Reborn neu. Seither ist das MMORPG gewachsen und bietet mit inzwischen fünf Erweiterungen tausende Stunden an Inhalten und zählt heute zu den beliebtesten MMORPGs seiner Zeit.

Ihr begebt euch mit einem selbst erstellten Charakter in die Welt Eorzea, erlebt dort große Abenteuer entlang einer umfassenden, epischen Geschichte und stellt euch gemeinsam mit anderen Spielern zahlreichen Herausforderungen.

Daneben gehört Final Fantasy XIV zu den wenigen MMORPGs, die sich nicht nur auf PC und PlayStation 5, sondern auch auf Xbox und MAC spielen lassen, ihr könnt das MMO also auch bequem per Controller zocken. Ebenso ist eine Mobile-Variante in Arbeit, die in China sogar schon spielbar ist.

Mit seinen umfangreichen Erweiterungen kann Final Fantasy XIV daher für Neueinsteiger und Rückkehrer einschüchternd wirken. Wir erklären euch, ob sich im Jahr 2026 der (Wieder-)Einstieg lohnt und wer nicht zögern sollte oder wer lieber die Finger davon lassen sollte.

Kennt ihr euch mit dem Spiel grundsätzlich aus, könnt ihr über unser Inhaltsverzeichnis direkt zur Einschätzung springen:

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Wer schreibt hier? MeinMMO-Redakteur Alexander Mehrwald ist seit Anbeginn der Erweiterung Heavensward im Jahr 2015 vor allem als Dunkelritter in Eorzea unterwegs und macht auch vor schweren Inhalten keinen Halt. Mit Dawntrail sattelte er dann in seiner Raid-Gruppe auf den Weißmagier um und tummelt sich mit Vorliebe in schweren Prüfungen und Raids. Aber auch sein Haus in den Lavendelbeeten und seine Insel freuen sich immer wieder über seinen Besuch.
Final Fantasy XIV: Launch-Trailer für Dawntrail stimmt auf das Abenteuer in Tural ein


Autoplay

Was erwartet euch in Final Fantasy XIV?

Final Fantasy XIV gilt als sogenanntes Themenpark-MMORPG. Ähnlich wie in einem Freizeitpark mit klar gestalteten Attraktionen und Wegen werden Spieler hier durch eine große Hauptgeschichte geführt, die sie von Quest zu Quest und von Inhalt zu Inhalt leitet.

Entlang dieser Kampagne warten zahlreiche zusätzliche Aktivitäten wie Nebenquests, Dungeons, Raids und weitere instanziierte Herausforderungen. Das Spiel führt euch dabei Schritt für Schritt durch eine epische Handlung, bietet abwechslungsreich gestaltete Inhalte und vermittelt stets ein klares Gefühl von Fortschritt.

Neben diesen eher klassischen MMO-Inhalten gibt es auch allerlei zusätzlichen Content, wie Housing, ein Ingame-Casino, Schatzkarten, Expeditionen, eine eigene Insel sowie eigene Sammler- und Handwerkerklassen.

Startet ihr neu mit einem Charakter im MMORPG könnt ihr aus einem von 8 verschiedenen Völkern wählen, die ihr jeweils in männlicher und weiblicher Form und mit jeweils 2 Untervarianten erstellen könnt. Diese haben vor allem optische Auswirkungen, sodass ihr rein nach Gusto auswählen könnt.

Hyuran

Elezen

Roegadyn

Au Ra

Miqo’te

Lalafell

Viera

Hrothgar

Habt ihr euch entschieden, wählt ihr eine von 9 Klassen: Waldläufer, Druide, Thaumaturg, Hermetiker, Gladiator, Pikenier, Marodeur, Schurke oder Faustkämpfer. Die gewählte Startklasse legt auch fest, in welchem Anfangsgebiet ihr startet. Ab Stufe 30 werden diese Starterklassen zu sogenannten Jobs wie Barde, Weißmagier, Paladin, Krieger oder Dragoon.

Insgesamt habt ihr über alle Erweiterungen hinweg die Auswahl zwischen 21 Klassen, die ihr alle mit nur einem einzigen Charakter spielen und leveln könnt, sodass ihr die Geschichte nicht mehrfach spielen müsst, wenn ihr nicht wollt.

Zusätzlich könnt ihr euch 8 Handwerker- und 3 Sammlerklassen zu Gemüte führen und euch dem detaillierten Crafting hingeben, bei dem ihr eure Gegenstände mit verschiedenen Kommandos aktiv abbauen beziehungsweise herstellen müsst, statt sie nur per Klick einzusammeln oder mit kurzer Abklingzeit herzustellen.

Kämpfe wie choreografierte Tänze

Gekämpft wird per Tab-Targeting und mit optimierten Rotationen, deren Kombo-Abfolgen für Einsteiger hilfreich aufleuchten, um das Lernen der Klassen zu erleichtern. Dadurch lassen sich alle Kämpfe lernen, wie Choreografien bei einem Tanz, was die Kämpfe auch für Neulinge zugänglicher macht – denn hier macht Übung den Meister.

Gespielt werden die oft instanziierten Inhalte in der sogenannten Holy-Trinity aus meist einem Tank, einem Heiler und 2 Angreifern. Manche Inhalte werden auch in Großgruppen von 8 Spielern bestritten, sodass hier mit 2 Verteidigern, 2 Heilern und 4 Angreifern gespielt wird.

Eine Besonderheit sind die sogenannten Allianzraids, in denen 24 Spieler gleichzeitig mehrere Mobs und Bosse in 3 Gruppen von 8 Spielern bekämpfen. Ebenso gibt es verschiedene Inhalte für Spieler, denen die normalen Inhalte zu leicht sind, wie epische Raids und Prüfungen, schwere Dungeons sowie sogar einen schweren Allianzraid für große Gruppen.

Viele der Raids und Inhalte kommen auch mit eingängiger Musik daher, für die sich das Ganze schon lohnt, so auch die neue Raid-Reihe mit einem Song von Rock-Ikone Tom Morello:

Final Fantasy XIV: Rockiger Trailer zu „Into the Mist“ stimmt auf Patch 7.4 ein

Was sind die aktuellen Stärken von Final Fantasy 14?

Die großen Stärken von Final Fantasy liegen in verschiedenen Aspekten. Zum einen ist die Geschichte ein großer Pluspunkt, wenn einem als Spieler eine episch inszenierten Geschichte am Herzen liegt, bei der der eigene Charakter größtenteils im Mittelpunkt steht und als Held der Geschichte fungiert.

Zum anderen sind so gut wie alle Inhalte des Spiels, egal ob Grundspiel oder irgendeine der Erweiterungen, bis heute relevant und spielbar, sodass man beispielsweise über die Inhaltssuche oder über die Gruppensuche so gut wie immer Mitspieler findet.

Ein weiterer, wirklich großer Pluspunkt ist, dass ihr alle verfügbaren Klassen und Inhalte mit einem einzigen Charakter spielen könnt. Ihr müsst also nicht für jede Klasse die ganze Geschichte nochmal spielen, um zu leveln. Da der eigene Charakter kein Level hat, sondern lediglich die einzelnen Klassen, könnt ihr euch hier komplett austoben.

Weiterhin sind viele Gruppeninhalte, vor allem Dungeons und Prüfungen, auch mit NPCs spielbar, sodass man Final Fantasy XIV auch großflächig als Singleplayer spielen kann.

Auch bieten sich nach den gut über 12 Jahren dermaßen viele Inhalte, dass hier so gut wie jeder Spieler, der Spaß an klassischen MMO-Inhalten hat, auf seine Kosten kommen sollte.

Welche Schwächen hat Final Fantasy 14 aktuell?

So schön die epische Story in großen Teilen ist, so kann sie sich gerade für Neulinge auch ziehen. Mit mehreren 100 Spielstunden allein durch die Geschichte kann das schnell erschlagend wirken. Zwar gibt es eine Möglichkeit, den Fortschritt bis zur neuesten Erweiterung „Dawntrail“ zu überspringen und direkt damit durchzustarten, allerdings kostet das zusätzliches Geld.

Wer also direkt in die absolut neuesten Inhalte starten möchte, muss erst die Geschichte von Dawntrail abschließen. Die kam allerdings bei einigen Spielern bis zuletzt nicht so gut an, auch wenn die neuesten Patches deutlich nachgelegt und wieder mehr überzeugt haben.

Wer neu in das MMORPG startet, muss sich auch bewusst sein, dass die Qualität der Inhalte über die Jahre deutlich zugenommen hat. Ältere Inhalte sind also etwas in die Jahre gekommen und im Vergleich nicht ganz so episch und peppig wie die neuen.

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Was hält 2026 für Final Fantasy XIV bereit?

Mit Patch 7.3 ging auch die Geschichte von Dawntrail zu Ende und die nächste Erweiterung wird langsam aber sicher eingeführt. Zu der ist bisher noch nicht viel bekannt, doch das wird sich vermutlich bald ändern. Denn das regelmäßig stattfindende Fan Fest steht wieder an und erfahrungsgemäß werden die Termine vollgepackt sein mit neuen Infos zur kommenden Erweiterung.

Bis dahin stehen noch einige Inhalte aus, die Dawntrail noch erhalten soll, wie zum Beispiel die neue inhaltsbeschränkte Klasse Beastmaster, die in die Fußstapfen des Blaumagiers treten soll, oder auch der 3. Allianzraid, der noch fehlt, sowie einige Planeten für die Kosmo-Erkundungen der Sammler- und Handwerker.

Es steht also noch einiges an, bis die nächste Erweiterung einziehen kann. In der Vergangenheit erschien die Erweiterung kurz nach dem Fan Festival in Tokyo, das dieses Mal vom 31. Oktober bis 1. November 2026 stattfindet. Es liegt also ein Erscheinungszeitraum von Ende 2026/Anfang 2027 nahe.

Erfahrungsgemäß werden mit der nächsten Erweiterung auch wieder 2 neue Klassen auf den Servern landen. Schaut man sich den bisherigen Verlauf an, müsste es sich dieses Mal um einen physischen Fernkämpfer sowie einen neuen Tank handeln.

Lohnt sich der Start oder die Rückkehr im Jahr 2026?

Ob sich Final Fantasy XIV im Jahr 2026 für euch lohnt, hängt ganz davon ab, worauf ihr Wert legt und ob ihr ganz neu durchstarten oder euren bisherigen Fortschritt wiederaufnehmen wollt. Je nachdem, wo ihr zuletzt aufgehört habt, müsst ihr einen langen Atem beweisen, wenn ihr schnellstmöglich die neuesten Inhalte erreichen wollt.

Wenn euch die Geschichte wichtig ist und ihr aber von den eher negativen Meinungen zu Dawntrail abgeschreckt seid, können wir euch verstehen. Doch ihr solltet dem Ganzen vielleicht noch einmal eine Chance geben – auch wenn sich gerade die Geschichte vor den Patch-Quests manchmal etwas langwierig und öde anfühlen kann.

Das ist mittlerweile auch Produzent Naoki Yoshida und seinem Team mehr als bewusst und es wird sichtbar daran gearbeitet, sich zu bessern.

Die Geschichte der letzten Patches hat nach dem eher seichten Verlauf im Rahmen von Dawntrail nach dem epischen Finale der Saga rund um Hydaelyn und Zodiark wieder deutlich angezogen und bewiesen, dass Square Enix bereit ist, in der Inszenierung wieder größere Geschütze aufzufahren.

Gerade die neuen Raids in Dawntrail können überzeugen, wenn euer Herz für klassische MMO-Inhalte schlägt, und sind sicherlich einen erneuten Blick wert. Aber auch sonst bietet Final Fantasy XIV im Jahr 2026 so viele verschiedene Inhalte, dass für jeden etwas dabei sein sollte, der soziale MMO-Inhalte und/oder anspruchsvolle Kampfinhalte mag.

Seid ihr unsicher und vor allem Neueinsteiger, könnt ihr Final Fantasy XIV auch kostenfrei besonders umfangreich testen. Denn mit der Testversion könnt ihr ohne Abo oder das Spiel kaufen zu müssen das Grundspiel bis einschließlich der 2. Erweiterung Stormblood spielen und die verfügbaren Klassen bis Level 70 grinden.

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Auch wenn Final Fantasy XIV derzeit auf einige Probleme stößt, hat das Team rund um Produzent Naoki Yoshida bereits im Jahr 2012 eindrucksvoll bewiesen, dass sie aus Asche auch neue Diamanten formen können. Denn Version 1.0 war bei weitem nicht, das, was man heute als FF14 kennt: Eines der besten MMORPGs aller Zeiten musste sich zuerst selbst zerstören, um sich zu retten

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