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Die gemütliche Farmsimulation mit Metroidvania-Einflüssen hat den Early Access verlassen und seit unserem letzten Besuch reichlich Updates spendiert bekommen. Zeit für eine Rückkehr.
Die Story versucht gar nicht erst, den Anschein von Tiefgang zu erwecken. Slime-Rancherin Beatrix LeBeau folgt einer Nachricht in einem Boot auf eine Insel und findet dort ein großes Gewächshaus vor, das Euch als Basis und Garten dient. An einem Telefon werden weitere Storyfetzen eingebaut, doch spannend wird es nie.
Wie schon im Vorgänger geht es darum, diverse Schleimarten mit Eurem Staubsauger-Rucksack zu sammeln, Kreuzungen zu züchten und diese mit Futter zu versorgen, um anschließend mit dem Verkauf von deren Exkrementen Kohle zu scheffeln. Mit dem Geld kauft Ihr Baupläne für Geräte wie Teleporter und Heilstationen sowie Upgrades für Gehege wie höhere Wände, damit beispielsweise explosive Schleime nicht ausbüchsen und Euer Gewächshaus ins Chaos stürzen.
Der Nachfolger baut jeden Aspekt des Vorgängers aus, aber das verlangt auch mehr Grind von Euch. Die diversen Inseln außerhalb Eures Gartens bieten diesmal mehr Raum zum Erkunden, sobald Ihr nützliche Upgrades wie ein Jetpack freigeschaltet habt. Um zusätzliche Wege zu öffnen, müsst Ihr Gordo-Schleime mit Futter versorgen, was viele Laufwege und Sucherei erfordern kann. Ein weiteres Problem an der Vergrößerung der Welt: Es gibt jetzt mehr Ressourcen zu sammeln und auf Eurer Karte könnt Ihr nur einen Punkt markieren. Ihr müsst Euch also merken, wo Ihr was finden könnt oder Eure Ressourcen für Marker verbraten.
Da Euer Inventar weiterhin sehr begrenzt ist, müsst Ihr Euch bei jedem Ausflug entscheiden, auf welche Objekte Ihr Euch konzentrieren wollt. Nützliche Baupläne für Teleporter, Sendestationen oder die Automatisierung kommen gefühlt immer etwas zu spät. Zudem ist Euer hart verdientes Geld schnell futsch, wenn Ihr auch noch die zahlreichen Dekogegenstände bauen wollt, für die das neue Gewächshaus reichlich Platz bietet. Beim Errichten der Gehege seid Ihr leider erneut an die vorgegebenen Stationen gebunden. Effizientes Bauen ist also nur in sehr geringem Umfang möglich, indem Ihr beispielsweise Futterquellen wie Fruchtbäume oder Hühnergehege neben den passenden Schleimtypen platziert.
Meinung
Steffen Heller meint: Die Mischung aus charmanter Farming-Simulation und Ego-Erkundung funktioniert auch noch im zweiten Anlauf sehr gut. Insgesamt hatte der erste Teil ein besseres Spieltempo, aber Rückkehrer dürften sich über die Deko-Vielfalt und die frischen Schleimtypen wie den Angler-Schleim oder die gefräßigen Ringelschwänze freuen. Ob Ihr an Episode 2 Freude habt, hängt vor allem davon ab, ob Ihr gerne mehr Zeit im Vorgänger verbracht hättet oder einfach nur mehr vom bekannten Spielprinzip wollt. Ich hatte zwar erneut viel Spaß beim Entdecken der Welt, fühlte mich aber irgendwann von der schieren Anzahl der benötigen Ressourcen überwältigt und hätte mir einen Koop-Modus ähnlich Stardew Valley gewünscht, damit mir ein Partner diverse Laufwege ersparen kann oder zumindest das Geld etwas schneller auf das Konto fließt. Wer jedoch mehr Geduld und besseres Planungsgeschick mitbringt als ich, den dürften diese Punkte nur wenig stören.
Wertung
Box enthält ein Aufklapp-Poster
Schwierigkeit (Schaden) frei anpassbar
spielerisch wenig Neues
Ein Nachfolger, der mehr vom Bekannten bietet – einige Quality-of-Life-Elemente folgen hoffentlich noch in zukünftigen Updates.
Singleplayer78MultiplayerGrafikSound
