RAM und SSDs sind sehr teuer geworden und die Preise steigen weiter. Der Manager eines Halbleiterherstellers sagt, dass es noch ein paar Jahre dauern wird. Konkret ist vom Jahr 2030 die Rede.
KI-Rechenzentren verschlingen das weltweite Angebot an RAM und Speicherplatz. Das trifft vor allem Spieler, die ihren PC aufrüsten wollen oder neue Hardware kaufen möchten.
Jetzt hat sich der ehemalige Manager eines wichtigen Konzerns aus Südkorea zu Wort gemeldet, zu dem auch einer der größten Halbleiterhersteller der Welt gehört. Dieser erklärte, dass es noch ein paar Jahre dauern würde, bis die Speicherkrise überwunden sei.
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2030 soll die Nachfrage gedeckt sein, dann sollen die Preise wieder fallen
Wer spricht da? Chey Tae-won ist der Vorsitzende der SK Group, einem der größten Mischkonzerne in Südkorea. Zur SK Group gehört unter anderem SK hynix, der zu den größten Halbleiterherstellern der Welt zählt. Das heißt, Tae-won hat als langjähriger Manager des Konzerns Erfahrung mit den Entwicklungen.
Tae-won erklärte gegenüber Reportern auf der GTC-Konferenz von Nvidia in San Jose, dass der weltweite Mangel an Speicherchips voraussichtlich noch weitere vier bis fünf Jahre anhalten werde, da das Wafer-Angebot branchenweit um mehr als 20 % hinter der Nachfrage zurückbleibe. Wafer werden benötigt, um daraus Chips für Grafikkarten und Arbeitsspeicher herzustellen. So erklärte er (Quelle: Koreatimes.co.kr):
Der Engpass ist auf mangelnde Wafer-Kapazitäten zurückzuführen, und es dauert mindestens vier bis fünf Jahre, bis zusätzliche Wafer beschafft werden können. Wir gehen davon aus, dass die branchenweite Versorgungslücke bis 2030 bei über 20 Prozent bleiben wird.
Obendrein würde die Beschaffung der genannten Wafer ebenfalls mehrere Jahre dauern. Tae-won spricht von 4 bis 5 Jahren. Diese Aussagen decken sich auch mit denen von Marktforschern, die erklärten, dass die Preise bis Ende 2027 noch so hoch bleiben würden.
Eine ähnliche Tendenz zeigen auch andere Produzenten: So bauen führende Hersteller wie SK Hynix, Samsung oder Micron ihre Produktion zwar weiter aus, aber die Nachfrage soll erst 2030 vollständig gedeckt werden:
Samsung investiert Geld in seinen Standort in Pyeongtaek, der Start der Produktion ist für 2028 vorgesehen.
Micron baut eine neue HBM-Anlage in Hiroshima, hier soll die Produktion ebenfalls erst 2028 starten (Quelle: TomsHardware.com).
Warum sind Spieler überhaupt so stark betroffen? Die großen Chip-Hersteller haben ihre Produktion auf HBM-Chips für KI-Systeme verlagert. Denn damit verdient man gerade das große Geld und nicht mit Speicherchips, die in Grafikkarten oder Spielekonsolen verbaut werden. Aus diesem Grund sind die Preise rapide gestiegen und wir zahlen das Doppelte oder Dreifache für einen Riegel Arbeitsspeicher.
Wollt ihr wissen, wie viel ihr für RAM aktuell zahlen müsst, dann schaut in unseren RAM-Preisticker auf MeinMMO, den wir täglich mehrfach aktualisieren.
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