WoW: Wer eine Legende sein wollte, hatte nur 9 Stunden Zeit – Das war wohl nix, Blizzard

Tiefen sollten in World of Warcraft Midnight Ruhm und Ehre bieten für alle, die den härtesten Endboss schaffen. Doch nach wenigen Stunden war der Spaß vorbei.

Eines der größten Ziele in World of Warcraft ist es für viele, irgendeine Sache im Spiel zu haben, die besonders selten ist. Sei es einer der uralten „Realm First“-Titel, ein Reittier wie den Spektraltiger oder eine andere Errungenschaft. Mit Midnight sollte es die Chance geben, dass Tiefen-Fans sich so einen Ruhm verdienen konnten, wenn sie in die Ruhmeshalle wollten.

In der Theorie hat das geklappt, in der Praxis war es allerdings ziemlich unfair. Denn noch bevor die meisten Leute von der Arbeit nach Hause kamen, war das Rennen bereits gelaufen und die Ruhmeshalle überfüllt.

Was war neu? Tiefen sind ein noch recht junges Feature aus The War Within, das in Midnight weiter ausgebaut wurde. Ähnlich wie auch bei mythischen Raids hatte Blizzard eine „Ruhmeshalle“ eingebaut. Wer die aktuelle Tiefen-Nemesis „Nullaeus“ auf der „??“-Schwierigkeit bezwingt, konnte sich einen Platz in der Ruhmeshalle sichern. Das galt für die ersten 4.000 Charaktere in jeder Region (also EU, US, China etc.).

Der Haken an der Sache: Eine faire Chance hatten die allermeisten hier nicht.

Hall of Fame in 9 Stunden voll – bevor Spieler von der Arbeit kamen

Was war das Problem? Die Ruhmeshalle füllte sich in Windeseile. Die 4.000 Plätze in Amerika waren nach 14 Stunden belegt, in Europa dauerte es sogar nur 9 Stunden. Wer also einen regulären Arbeitstag hatte und erst nach 16:00 Uhr an den PC kam, hatte seine Chance bereits verwirkt, denn zu dem Zeitpunkt war die Ruhmeshalle bereits gefüllt.

Hat Blizzard sich verkalkuliert? In der Community werden Stimmen laut, dass diese Einführung der Ruhmeshalle für die Tiefen keine gute Umsetzung war, denn nur wer sich extra frei genommen hat – oder das Glück hatte, zum Start nicht arbeiten zu müssen – hatte überhaupt eine Chance. Für die Zukunft wünscht man sich daher Änderungen. Einige Ideen sind:

Die Ruhmeshalle sollte keine limitierten Plätze haben, sondern ein Zeitlimit. Alle, die den Erfolg innerhalb eines Zeitlimits (also etwa 3 oder 7 Tage) verdienen, sollten in die Ruhmeshalle aufgenommen werden.

Die Ruhmeshalle sollte nach Klassen sortiert sein, also etwa die 1.000 ersten der jeweiligen Klasse bekommen einen Platz.

Klar scheint auf jeden Fall zu sein, dass Blizzard aus dem Ablauf dieses „Rennens“ einige Lehren für die Zukunft ziehen wird. Ob die Tiefen-Nemesis noch einige Ecken härter sein muss oder aber eine bessere Lösung für die Ruhmeshalle gefunden wird, bleibt abzuwarten.

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Cortyn meint: Ehrlich gesagt wundert es mich nicht, dass die Ruhmeshalle sich so rasch gefüllt hat. Schon in den letzten Tagen haben viele versucht, ihre Valeera auf die aktuelle Maximal-Stufe zu pushen und dabei jeden kleinen Vorteil auszunutzen, um gegen Nullaeus rasch bestehen zu können. Allerdings ist die Ruhmeshalle eine ziemliche Enttäuschung, wenn „normale Spielerinnen und Spieler“ überhaupt keine Chance darauf haben, außer sie nehmen sich am passenden Tag frei. Das ist nicht einmal bei der Mythisch-Ruhmeshalle der Fall, die als Königsdisziplin in World of Warcraft gilt.
Ein paar Probleme, die World of Warcraft, abseits der Ruhmeshalle, noch in den Griff bekommen muss, haben wir in diesem Artikel ausführlich besprochen: 3 große Probleme, die bei WoW Midnight noch im Argen liegen.

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