Warframe hat einige Jahre auf dem Buckel, aber hält sich weiterhin stark. Doch wie ist es für neue Spieler, die 2026 mit dem umfangreichen SciFi-Game anfangen wollen?
Wer überlegt, mal in Warframe reinzuschauen und sich im Vorfeld kurz mit dem Spiel beschäftigt, stößt schnell auf einige grundlegende Aussagen zum Spiel. Diese können schnell abschreckend wirken, vor allem, wenn man nicht vorhat, tausende Stunden in dem Loot-Shooter zu verbringen.
Grundlegend sagt man Warframe nach:
Es gibt unheimlich viel Inhalt
Es ist unübersichtlich und überfordernd, wodurch der Einstieg oder die Rückkehr schwierig ist
Die große Besonderheit des Spiels ist das Movement
Da es 3rd-Person ist, konkurriert Warframe nur indirekt mit Destiny
Die Musik ist fantastisch
Das Spiel ist vollständig kostenlos spielbar, aber es gibt viele Möglichkeiten, Geld auszugeben und sich etwa mit Kaufkraft Grind zu sparen
Die Community ist toll, zeigt sich meistens sehr hilfsbereit und beantwortet Fragen
All das, was man Warframe nachsagt, klingt einerseits echt gut, andererseits schmälert es die Motivation, anzufangen. Das fällt besonders auf, wenn man sich endlich ins Spiel wagt, und liegt vorrangig daran, dass man sich einfach verloren fühlt.
Aber stimmt das wirklich?
Seit Jahren nehme ich mir vor, Warframe mal richtig zu spielen. Dieses Jahr bin ich drangeblieben und habe nicht 8-9 Monate zwischen jedem Login vergehen lassen. Wie gut der Einstieg in Warframe im Jahr 2026 ist, möchte ich euch jetzt zeigen.
Autoplay
Planlos, verloren, aber trotzdem unterhalten
Als Spieler bin ich in Warframe sehr frei. Ich habe selbst ohne Story-Fortschritt so viel zu tun, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Und da teilweise die Linearität fehlt, muss ich erstmal googeln, womit ich anfange.
Das ist mit Abstand das größte Hindernis beim Einstieg.
Nach einem langen Arbeitstag möchte ich ohne Umwege ins Spiel starten. Ich will nicht erst recherchieren müssen, was ich in welcher Reihenfolge mache, was ich beachten und wieso ich diese bestimmte Ressource UNBEDINGT behalten sollte.
Ich hatte bei Warframe irgendwie das Gefühl:
„Ich habe heute keine Energie, um erst irgendetwas Grundlegendes nachzulesen, und will nicht von Anfang an einen Fehler machen. Ich glaub, dann spiele ich heute lieber nochmal etwas anderes.“
Aber wisst ihr was? Der Gedanke von mir war total dumm.
Als ich mich jetzt dazu entschieden habe, Warframe einfach mal zu spielen, hatte ich Spaß. Ja, ich war immer noch planlos und verloren, aber das war egal. Ich habe einfach irgendetwas gezockt und es hat Spaß gemacht.
Die wichtigste Erkenntnis war:
Wer zwingt mich dazu, das Spiel auf die ideale Weise zu spielen? Ich möchte keinen neuen Account im Speedrun maximieren. Ich möchte ein neues Spiel ausprobieren.
Solltet ihr das Spiel einfach spielen, lernt ihr die ganzen Mechaniken, die zunächst so kompliziert wirken, sowieso. Irgendwann kommt ihr immer an einen Punkt, an dem euch Warframe erklärt, wie etwas funktioniert und wofür es gut ist.
Das Spiel ist vor allem dann kompliziert und verwirrend, wenn ihr möglichst effektiv spielen wollt, bevor ihr das Spiel richtig verstanden habt, und bei verschiedenen Mechaniken vorweggreift.
Wenn ihr euch nicht hetzt und das Spiel immer dann erkundet, wenn ihr gerade Lust drauf habt, spricht nichts gegen den Einstieg. Falls ihr irgendwann den Faden und das Interesse verliert, ist das auch gar nicht schlimm. Ihr verliert kein Geld, wenn ihr nicht tausende Stunden in Warframe steckt und jeden Inhalt des Spiels gesehen habt.
Beispielhafter Support eines engagierten Entwicklerteams
Solltet ihr 2026 mit Warframe anfangen, habt ihr nicht nur hunderte Stunden am bestehenden Content, den ihr nachholen könnt. Ihr dürft euch auch weiterhin über neue Inhalte freuen.
Die Entwickler sind auch 13 Jahre nach Release noch sehr engagiert und bringen regelmäßig neue Inhalte. Es gibt stetig neue spielbare Warframes, eine Weiterführung der Geschichte, neue Spielmodi, Waffen und mehr. Es werden Fehler behoben, Quality-of-life-Verbesserungen gebracht und Änderungen vorangetrieben, die neuen Spielern den Einstieg vereinfachen sollen.
Digital Extremes zeigt wirklich, wie der Support eines Live-Service-Games aussehen sollte.
Dieses Gefühl vermitteln auch die regelmäßigen Livestreams, in denen die Entwickler ständig über das Spiel, die Community und kommende Inhalte sprechen – gerne auch mal liebenswert chaotisch.
Auch in 2026 noch hübsch und technisch gut
Warframe ist 2026 keine Schönheit. Es beeindruckt mich nicht mit wunderschönen Welten oder einer Grafik, bei der ich aus dem Staunen nicht mehr herauskomme. Dennoch ist Warframe hübsch. Es sieht nicht aus wie ein Spiel, das 13 Jahre alt ist.
Im Gegenteil, während die Spielwelt in einer modernen, wenn auch nicht atemberaubenden Grafik daherkommt, sind die Videosequenzen optisch sehr gelungen. Die Entwickler geben sich größte Mühe, dass sich die Inhalte auch wirklich danach anfühlen, dass sie etwa 2025 oder 2026 veröffentlicht wurden.
Beim Spielen liegt der optische Fokus wiederum ganz klar auf den Warframes. Die sollen grafisch gut dargestellt werden und die fancy Skins präsentieren – und das klappt gut.
Dazu ist Warframe technisch alles andere als anspruchsvoll und läuft sogar auf älteren Systemen – darunter die Nintendo Switch oder das Smartphone. Natürlich nehmt ihr da Abstriche bei der Grafik und den FPS in Kauf, aber die gelieferte Performance auf den jeweiligen Geräten ist solide. Solltet ihr doch mal Ruckler beim Spielen haben, lässt sich das schnell beheben, indem ihr die Einstellungen einfach etwas herunterschraubt.
Insgesamt macht Warframe auch 2026 optisch einen guten Eindruck und wirkt nicht altbacken oder in die Jahre gekommen. Abgerundet wird das Ganze von starkem Sounddesign, das sich vor allem durch die Musik des Spiels zeigt.
Wenn ihr auf Spielmusik steht, findet ihr bei Warframe definitiv neue Stücke für eure Playlist.
Fazit: Warframe ist ein Brocken, aber das sollte niemanden abhalten
Bei Warframe solltet ihr euch von dem Gedanken verabschieden, alles im Spiel zu erleben und jeden spielbaren Charakter zu maximieren – ansonsten erschlägt euch das Game mit Inhalten. Aber wenn ihr einfach mit Warframe startet und ein paar Stunden zwanglos zockt, hat das Spiel gute Chancen, euch eine tolle Zeit zu geben.
Warframe spielt sich 2026 nicht so einsteigerunfreundlich, wie man als Außenstehender oft wahrnimmt und kann mit einer tollen Story und haufenweise Inhalten überzeugen. Dabei liegt uns ein technisch solides Spiel vor, das sich auch optisch sehen lassen kann. Und weil es free-to-play ist, spricht eigentlich nichts dagegen, selbst mal reinzuschauen.
Im Jahr 2025 hat ein Twitch-Streamer im Rahmen eines gesponserten Streams zum ersten Mal Warframe gespielt und hatte bei seinem Einstieg viel Spaß. Irgendwann lies er sich jedoch ablenken und entschlüsselte spontan eine fiktive Aliensprache des Spiels. Mehr dazu lest ihr hier: Twitch-Streamer spielt zum ersten Mal Warframe, findet Schriftzug einer fiktiven Alien-Sprache, entschlüsselt spontan die wahre Bedeutung
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