Ein NPC beweist im Alleingang, wie viel Liebe in WoW Midnight steckt

Wie viel Liebe zum Detail in WoW Midnight steckt, ist ziemlich beeindruckend. Besonders ein NPC sticht hier deutlich hervor.

World of Warcraft Midnight legt, stärker als vorherige Erweiterungen, großen Wert auf Immersion und Story. Immer wieder gibt es die Möglichkeit, mit NPCs länger zu sprechen, Nachfragen zu stellen oder besondere Dialog-Optionen zu nutzen, die es nur gibt, weil man selbst zu einem bestimmten Volk oder einer bestimmten Klasse gehört.

Der NPC, in dem hier wohl die meiste Mühe und Liebe steckt, ist Tul’amar – eine ganz besondere Draenei, die ihr im Leerensturm antreffen könnt.

Wer ist Tul’amar? Tul’amar, die doppelt Verbannte gehört zu den Nethergesandten. Das ist eine Gruppe von Draenei, die ursprünglich auf Argus als Eredar gelebt hat, bis die Welt von der Legion übernommen wurde. Sie ist zusammen mit den anderen Eredar und dem Raumschiff der Naaru geflohen. Doch während die nun als „Draenei“ bekannten Wesen von einer Welt zur nächsten reisten, um der Legion zu entkommen, gab es immer wieder Vorfälle, in denen das Raumschiff schnell abheben musste. Dabei wurden Draenei auf den Welten zurückgelassen – so wie Tul’amar und ihre Leute.

Jetzt befinden sich Tul’amar und ihre Leute im Leerensturm, weil sie dorthin entführt wurden.

Tul’amar, die dreifach Verbannte – ein Side-Quest-NPC mit sehr viel Story

Was macht Tul’amar so besonders? Die ganze Questreihe rund um Tul’amar ist mit zahlreichen Dialogen geschrieben, die sich je nach Klasse und Volk ändern:

Wenn ihr selbst eine Draenei seid, dann könnt ihr euch mit ihr und ihren Begleitern ganz normal in eurer Muttersprache [Draenei] unterhalten. Andere Völker bekommen nur wenige sinnvolle Worte und vor allem viele Gesten.

Hexenmeister und Dämonenjäger können sich mit ihr aber auch auf [Eredun] unterhalten, also der Sprache der Dämonen – denn die spricht sie auch. Sie haben ganz andere Texte und bekommen ebenfalls andere Antworten.

Falls ihr eine Draenei spielt und euch für die Man’ari-Anpassungen entschieden habt – also etwa eine rote Haut – dann sind es noch einmal andere Dialoge.

Hier wurde einfach auf extrem viele Details geachtet, wie man es sonst nur größeren RPGs wie Baldur’s Gate 3 kennt.

Am Interessantesten ist aber, wie viel sie zu ihrer Heimat verrät. Sie erzählt von einem bisher nie erwähnten Planeten, wie ihr Kampf gegen die Legion dort verlief, wie die Nethergesandten sogar desertierte Dämonen in den eigenen Reihen hatten und sogar Sayaad – also Sukkubi und Inkubi – ihren rituellen Volkssport Jed’hin beibringen.

Die Questreihe endet damit, dass Tul’amar ihr Volk zurück durch das Portal in ihre „neue, alte“ Heimatwelt führt – sie selbst bleibt aber zurück, um den Portalanker zu vernichten und so zu verhindern, dass die Domanaar und Astralen des Leerensturms sie je wieder ausfindig machen. Daraufhin ändert sich auch ihr Name. Aus „Tul’amar, die doppelt Verbannte“ wird „Tul’amar, die dreifach Verbannte“.

Ein weiteres tolles Detail ist, dass ihr mit Tul’amar nach der Questreihe noch reden könnt – sie befindet sich im Lager von Decimus. Ihr könnt sie nicht nur über die Pläne zur Zukunft befragen, sondern auch mit ihr interagieren. Wenn ihr auf sie /umarmen (/hug) macht, dann gibt es darauf je nach Volk eine Reaktion. Als Draenei bedankt sie sich in eurer Volkssprache und genießt es. Bei anderen Völkern bleibt sie stumm, erwidert die Umarmung aber vorsichtig.

Auf eine Umarmung reagiert sie – bei Draenei besonders positiv.

Natürlich ist das ein Detailgrad, der nicht bei allen NPCs möglich ist – dafür wäre der Aufwand zu groß. Doch so viel Liebe zum Detail beweist einfach, wie viel Herzblut in Midnight steckt und wie viele Gedanken man sich auch bei Nebenquests gemacht hat.

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Gibt es auch andere NPCs dieser Art? Ja. In der Vergangenheit hat Blizzard immer wieder einige NPCs eingebaut, die auf ganz vielfältige Art mit dem Charakter interagieren. Sie haben entweder eine Menge Dialoge, die man sich durchlesen kann oder reagieren auf Emotes – schon in Shadowlands gab es da Seuchenerfinder Marileth. Der hat auch – ein wenig schusselig – also seinen Schüler angenommen (zumindest glaubt er das). Auch er freute sich über eine Umarmung und erwiderte diese.

Grundsätzlich hinterlässt die ganze Atmosphäre von World of Warcraft Midnight einen guten Eindruck. Entsprechend positiv fiel auch unser erster Eindruck nach den ersten Tagen aus, denn wir kamen zu der Meinung: World of Warcraft Midnight ist auf einem echt guten Weg.

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