Ein Gegner aus Cyberpunk 2077 gilt beinahe unumstritten als der gruseligste Feind im ganzen Spiel. Dabei kann man einigen Berichten im Spiel entnehmen, dass sich die Spielerschaft aufgrund eines Wartungsroboters kollektiv in die Hose macht.
Spoilerwarnung! In dem Artikel wird über das Ende des DLCs von Cyberpunk „Phantom Liberty“, gesprochen. Wer das Ende des DLCs bereits kennt oder keine Probleme mit Spoilern hat, kann ohne Bedenken weiterlesen.
Was ist das für ein Gegner? Die Rede ist von dem Militech Cerberus MK-II aus dem DLC Phantom Liberty von Cyberpunk 2077. Im Spiel trifft V auf diese Maschine, wenn sie gegen Ende des DLCs die Entscheidung trifft, Songbird der FIA zu überlassen und sie dementsprechend zu verraten.
Die von der Blackwall kontrollierte Songbird flieht daraufhin in eine stillgelegte Militech-Einrichtung, wo eine besonders böse Überraschung auf Spieler wartet: einen genauso kontrollierten Cerberus, der Cyberpunk 2077 von einem Action-Rollenspiel für geraume Zeit in ein Horror-Survival-Game verwandelt. Und dieser hat nur ein Ziel: V finden, verfolgen und auslöschen.
Die Maschine ist nicht nur unangenehm schnell und unzerstörbar: Sobald sie V erreicht, wird man von einem skorpionähnlichen Anschlussstecker oder ihren drehbaren Klauen durchbohrt.
In diesem Clip auf Reddit könnt ihr sehen, wie schnell und stark Cerberus ist. Der Spieler hat ihn durch eine Mod aus der Einrichtung an die Oberfläche gebracht:
Das Level mitsamt seinem Jäger gilt für die Community beinahe unumstritten als die gruseligste Erfahrung im gesamten Spiel. Dabei handelt es sich bei dem Militech-Cerberus eigentlich gar nicht um eine zum Töten programmierte Killermaschine, sondern um einen einfachen Wartungsroboter.
Autoplay
Cerberus ist nicht aus Zufall so gruselig
Was offenbart das Spiel über den Cerberus? Auf Cerberus trifft man in einer bunkerähnlichen Militech-Einrichtung. Dort hat der Konzern 67 Jahre vor den Geschehnissen des Spiels an einem Werkzeug für seine Netrunner experimentiert, das sie in den Tiefen des Netzes einsetzen können sollten. Nach dem DataKrash im Jahr 2060 wurde die Forschungsanlage stillgelegt, doch nicht vollständig zerstört oder ausgeräumt.
Der Cerberus-Roboter ist eine sechsbeinige, schwere Wartungsmaschine, die Militech für ihre Wartungsarbeiten in kritischen Umgebungen entwickelt hatte. Im Jahr 2010 galt er als einer der fortschrittlichsten Roboter und wurde ausschließlich in Militech-Einrichtungen für Forschungs- und Entwicklungszwecke eingesetzt. Er ist mit einer solch unzerstörbaren Panzerung ausgestattet, dass er selbst unter extremen Bedingungen operiert, sei es Strahlung oder elektromagnetische Entladungen. Außerdem verfügt der Cerberus über die Fähigkeit, gemeinsam mit einer KI zusammenzuarbeiten, was ihn gemeinsam mit seiner Langlebigkeit – zumindest in den Jahren zwischen 2010 und 2060 – zu einem technologischen Wunderwerk machte.
Als die wilde KI der Blackwall, die auch Songbird korrumpierte, die Systeme des Cerberus nutzte, um die Jagd auf V aufzunehmen, wurde aus dem Militech-Werkzeug schließlich das Monster, wovor sich Spieler so fürchten. Und Monster ist in diesem Fall auch die richtige Beschreibung.
Wieso wirkt der Roboter so monströs? Tatsächlich haben die Entwickler erhofft, dass Spieler das Level mitsamt dem Cerberus so gruselig finden. Wie es so oft der Fall ist, haben sie sich Inspiration an einem anderen Werk genommen, um das Gefühl rüberzubringen, was sie dort selbst empfunden haben. Im Fall des Cerberus haben sie sich an Kankra (auf Englisch Shelob), der Riesenspinne aus Der Herr der Ringe, orientiert:
Das Betreten des Bunkers war, als würde man in das Revier eines Monsters vordringen, und selbst die Szene, in der Cerberus auftaucht, erinnert ein wenig an den Moment, in dem [Kankra] in ‚Der Herr der Ringe‘ erscheint, wenn sie über einem schwebt – wie ein bedrohlicher Schatten.
Paweł Sasko, Associate Game Director von Cyberpunk 2077 im Gespräch mit IGN
Cerberus aus Cyberpunk 2077 „darf” man nur treffen, wenn man dafür die Netrunnerin Songbird verrät, was MeinMMO-Redakteurin Caro äußerst schwer fiel. Sie wollte es nach mehreren Spieldurchläufen jedoch zumindest einmal erlebt haben und wurde anschließend von einer Waffe dazu verführt, ihre Entscheidung doch nicht mehr rückgängig zu machen: Für eine mächtige Waffe in Cyberpunk 2077 verkaufte ich meine Seele in und wurde zur miesen Verräterin
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