Spieler bekommt Waschmittel statt teurer Grafikkarte für 2.800 Euro, aber Amazon verweigert die Erstattung

Ein Nutzer bestellt auf Amazon eine teure Grafikkarte, bekommt jedoch das falsche Produkt. Der Käufer sammelt Beweise für den Betrug, doch statt einer Erstattung gibt es frustrierenden Ärger. Verzweifelt und mit seinen Kräften am Ende wendet sich der Nutzer an die Community.

Ein Nutzer schreibt, dass er sich auf Amazon eine RTX 5090 bestellt habe. Davon berichtet das englischsprachige Magazin WCCFTech. Insgesamt soll er für die Grafikkarte 299.995 indische Rupien, das sind umgerechnet 2.769 Euro, gezahlt haben (Stand 23. März 2026).

Der Nutzer selbst hatte bereits beim Eintreffen des Pakets ein paar Sicherheitsmaßnahmen getroffen, etwa eine Kamera für das Öffnen des Pakets aufgestellt. Das ist schon länger eine Empfehlung, um sich gegen Scam zu schützen. Denn damit kann man in der Regel beweisen, dass man selbst keinen Austausch vorgenommen hat.

Auf den Bildern erkennt man deutlich, dass die Person keine RTX 5090 erhalten hat: Stattdessen liegt in der stark lädierten Kiste eine Packung mit Waschpulver, die nur einen Bruchteil der Grafikkarte wert ist.

Amazon erklärt, man habe die korrekte Ware verschickt, aber der Käufer widerspricht

Wie hat Amazon reagiert? Der Nutzer hat dem Versandhändler den Betrug gemeldet und Amazon wollte sich den Vorfall ansehen.

Am Ende lehnte Amazon die Rückerstattung ab, da man angeblich das richtige Produkt verschickt habe. So schrieb der Nutzer in seinem Post (via Reddit.com):

Heute wurde der psychische Stress zu groß. Ich rief sie an, erklärte, dass ich kein einziges aussagekräftiges Update erhalten hatte, und erklärte, dass ich mich an das Verbrauchergericht wenden würde.

Genau 15 Minuten nach diesem Anruf erhielt ich eine E-Mail von „Ganesh“, in der stand, dass auf Grundlage ihrer „umfassenden Überprüfung“ das richtige Produkt versandt worden sei und sie keine Rückerstattung vornehmen würden. Es ist offensichtlich, dass sie sich die Beweise nicht angesehen haben; sie haben das Ticket lediglich als Vergeltungsmaßnahme für meine rechtliche Drohung geschlossen.

Der Betroffene widerspricht Amazon: Der Nutzer erwidert, dass dies nicht sein könne und nennt in seinem Post gleich mehrere Gründe, die gegen Amazon sprechen:

Das Paket sei bereits viel zu leicht aus dem Versandzentrum verschickt worden: Das Paket wog laut Aufkleber 1,66 Kg, ein Paket mit RTX 5090 wiegt aber eher 2,5 bis 3 KG.

Er erklärt, es gebe laut Storefront des Anbieters auf Amazon weitere Opfer, die dem gleichen Betrug zum Opfer gefallen sein sollen: In allen Fällen sollen laut Screenshot die Opfer ebenfalls eine Packung mit Waschpulver erhalten haben.

Der Verkäufer habe die Steuer mit 0 % angegeben, das sieht man auf der beigefügten Rechnung. Laut Nutzer gelte in Indien aber eine Steuer (sogenannte Goods and Services Tax) von 18 % auf elektronische Gegenstände. Der Vorwurf des Nutzers: „Amazon betreibt und schützt einen Verkäufer, der in großem Stil Steuern hinterzieht.“

Der Spieler erklärte abschließend, dass er eine Rückbuchung auf seine Kreditkarte veranlasst habe und seine Bank die Angelegenheit ebenfalls prüfen wolle. Amazon habe den Fall bereits geschlossen.

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Es passiert immer wieder, dass Amazon die Rückerstattung verweigert: Im Fall eines Familienvaters wollte Amazon dem Käufer nicht glauben, dass dieser einen Fake erhalten hat. Erst, nachdem sich ein Journalist eingeschaltet und die Story öffentlich wurde, erkannte Amazon den Fehler und nahm Kontakt mit dem Vater auf: Gamer kauft Grafikkarte auf Amazon, bekommt Fake-Produkt – Händler verweigert Erstattung bis zur Rückgabe des „richtigen“ Artikels

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