In ARC Raiders schießt ihr mit selbstgebauten Knarren aus Altmetall. Wie realistisch diese Waffen sind, ordnet ein Waffen-Experte ein.
Wer ist der Experte? Jonathan Steven Ferguson ist ein britischer Historiker und Experte für Schusswaffen. Er ist als Beauftragter für Feuerwaffen für das „Royal Armouries“-Museum in Leeds tätig, dem nationalen Museum für Waffen und Rüstungen. Das Royal Armories besitzt eine der größten Waffensammlungen de Welt.
Im November 2025 war Ferguson zu Gast bei dem YouTube-Kanal „EXP“ und warf dort im Rahmen eines Videos einen Blick auf die verschiedenen Schusswaffen des Extraction-Shooters ARC Raiders.
Autoplay
Waffen-Experte zeigt Vorbilder zu den Schießeisen in ARC Raiders
Was sagt der Experte zu den Waffen? Zu einer finalen Wertung wie „Die Waffen des Spiels sind realistisch/unrealistisch“ lässt sich der Historiker zwar nicht hinreißen, doch er ordnet die verschiedenen Waffen ein, spricht über Details und zeigt mögliche Inspirationen aus dem realen Leben.
So erklärt Ferguson etwa, dass das „Rattler“, ein Sturmgewehr in ARC Raiders, optisch wohl sehr stark von dem französischen Chauchat-Gewehr (Modell 1915) inspiriert sei, was er etwa an dem Halbkreis-Magazin festmacht. Ein entscheidender Unterschied im Vergleich zur Vorlage ist jedoch, dass das Magazin der Rattler fest verbaut ist und die Munition einzeln über eine Öffnung auf der Oberseite nachgefüllt wird. Beim Chauchat-Gewehr könne das Magazin einfach ausgetauscht werden.
Das „Torrente“ (LMG) erinnert den Historiker mit dem Ladehebel und dem Laufmantel wiederum an das MG42, wobei er einen klappernden Gehäusedeckel kritisiert. Das solle wahrscheinlich die Ästhetik des postapokalyptischen Eigenbaus der Waffen darstellen, würde aber bei einem echten MG zu Problemen führen: „Wenn die obere Abdeckung aufgeklappt ist, funktioniert deine Waffe nicht.“
Bei der „Kettle“ muss Ferguson an die „Calico“ denken. Er merkt jedoch an, dass die echte Waffe keinen Tank mit Druckluft oder Ähnlichem auf der Oberseite hat, sondern dort das Magazin ist. Die Kettle hat wiederum zusätzlich zu dem Tank ein Magazin an der Seite.
Das Arpeggio, ebenfalls ein Sturmgewehr, habe laut Ferguson u. a. wegen des Abzugbügels Wage Anleihen einer AK mit einem AR-Ladehebel. Bei den vier Streben des Gehäuses müsse er jedoch an das „Walther WA 2000“ denken, aber ohne die Verkleidung und stark verändert.
Sind die Waffen jetzt realistisch oder nicht? Insgesamt bekommt Ferguson durch die Waffen von ARC Raiders den Eindruck vermittelt, das Wissen über Waffentechnik sei in dieser Welt teilweise verloren gegangen. Er vermutet: „Die Menschen interpretieren das, was sie aus alten Zeitschriften oder Fotos von der Oberfläche bergen, neu.“
Viele Elemente an den verschiedenen Waffen erinnern den Experten an reale Vorbilder, doch manche Details wie der klappernde Gehäusedeckel des Torrente oder manche Drähte an den Waffen ergeben wenig Sinn. Er lobt allerdings, dass die Waffen in den Händen der Raider “arbeiten” und nicht einfach statisch sind.
Welche Waffen in ARC Raiders besonders gut sind und ihr bei euren Raids an der Oberfläche einstecken solltet, teilt euch MeinMMO-Autor Christos im folgenden Artikel mit – wie realistisch die Waffen sind, spielte dabei natürlich keine Rolle: ARC Raiders: Die besten Waffen für jede Situation
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