Tenshi no Uta: The Angel Verse – im Test (Switch)

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Spiel:Tenshi no Uta: The Angel VersePublisher:EdiaDeveloper:TelenetGenre:RollenspielGetestet für:SwitchErhältlich für:SwitchUSK:12Erschienen in:3 / 2026

Die die meisten RPGs, die einst auf PC ­Engine erschienen sind, blieben Tenshi no Uta (”Gedicht des Engels”) und der Nachfolger dem japanischen ­Publikum vorenthalten. Doch jetzt bringt der aktuelle Rechteinhaber Edia beide Titel mit englischen Texten auf die Switch.

Die Spiele basieren lose auf keltischer Mythologie: Teil 1 von 1991 folgt der Geschichte um Cael und seiner Verlobten Claire, die es ganz altmodisch zu retten gilt. Während die Sprites und Hintergründe hier schlicht und klein sind, überzeugen Soundtrack und Zwischensequenzen.

Der zweite Teil (1993) dreht sich um den jungen Dämonenjäger Fate und überrascht mit Charakterdesigns von Nobuteru Yuki, den Anime-Fans aufgrund seiner Designs aus ”Record of ­Lodoss War” kennen dürften. Technisch und spielerisch fühlt sich der Nachfolger ein gutes Stück moderner an, dennoch sind beide Spiele sehr traditionelle RPGs im Dragon Quest-Stil, die sich vor allem durch Setting und Präsentation von ihrem Vorbild abheben. Nettes Extra: Der Shoot’em-Up-Prototyp ”Dark Left”, der damals per ­Cheat zugänglich war, darf hier direkt aus dem Hauptmenü gestartet werden.

Meinung

Thomas Nickel meint: Mit diesen Lokalisatio­nen hätte ich wirklich nicht mehr gerechnet! Man merkt den Abenteuern an, dass ihre Schöpfer und das Genre noch am Anfang ihrer Karrieren standen. Aber beide Teile sind spielerisch bereits ordentlich und solide, haben eine Menge Herz und nicht zuletzt tolle Soundtracks. Natürlich sind sie heute vor allem aus historischer Sicht spannend. Und dennoch: Wer sich auf 8-Bit-Struktur und -Grafiken einlässt, findet hier mehr als nur leicht verspätet übersetzte Relikte einer lang vergangenen Rollenspiel-Ära.

Wertung

+ tolle Musik
+ enthält einen Shoot’em-Up-Prototyp
+ spielerisch sehr klassische 1990er-RPGs

– für Ungeduldige vielleicht zu traditionell
– der erste Teil ist grafisch sehr einfach

Zwei erstmals lokalisierte
PC-Engine-RPGs – historisch spannend, aber auch spielerisch motivierend.

Singleplayer71MultiplayerGrafikSound

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