Der YouTuber und Twitch-Streamer Josh Strife Hayes spricht darüber, warum er einen Minecraft-MMO-Server niemals auf seinem YouTube-Kanal spielen würde.
Um wen geht es? Josh Strife Hayes ist ein MMORPG-YouTuber und Twitch-Streamer. Er beschäftigt sich auf seinem YouTube-Kanal mit den verschiedensten MMOs und MMORPGs und zwar in aufwendigem Stil: Seine Videos gleichen schon fast Mini-Dokumentationen.
Damit konnte er sich eine große Reichweite aufbauen: Auf YouTube hat er fast 1 Million Abonnenten und auf Twitch schafft es sein Kanal auf über 210.000 Follower.
In der Vergangenheit wurde Josh Strife Hayes immer wieder von seiner Community gefragt, ob er auf einem bestimmten Minecraft-MMO-Server spielen könne, um es im Rahmen seiner Video-Reihe „Worst MMO Ever?“ zu reviewen: Wynncraft. Doch der YouTuber lehnt das aus einem ganz bestimmten Grund ab: Ein angeblicher Nebeneffekt bei YouTube.
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Weniger Einnahmen dank jüngerer Zuschauer
Warum kann der MMORPG-Experte kein Minecraft spielen? Josh Strife Hayes ist der Meinung, dass Minecraft eine junge Zielgruppe auf seinen YouTube-Kanal locken würde und das ultimativ zu dem Einbruch seiner Einnahmen auf dem Kanal führen würde.
Laut Josh Strife Hayes sollen YouTube und auch Twitch eine Art Profil für Creator bilden, je nachdem, welche Zielgruppen sie ansprechen. Dafür sollen die Plattformen die Cookies der Zuschauer, um so eine Demografie zu ermitteln.
Wenn Josh Strife Hayes jetzt also ein Video zum MMO-Server Wynncraft hochladen sollte, so würde das laut ihm vor allem junge Zuschauer auf seine Videos locken, die auch schon andere Minecraft-Videos geschaut haben.
Das Problem: Für eine so junge Zielgruppe seien seine Videos gar nicht so interessant. Sie würden seine Videos unter Umständen nicht anklicken, und damit seine Reichweite verringern. Sollten sie die Inhalte doch ansehen, sei das laut Josh Strife Hayes aber noch schlimmer.
Minecraft-Spieler und -Zuschauer würden von Werbetreibenden als weniger „wertvoll“ eingestuft, so der YouTuber. Schließlich seien sie tendenziell jünger und haben dadurch möglicherweise weniger eigenes Einkommen, mit dem sie die beworbenen Produkte potenziell kaufen könnten.
Die MMORPG-Zielgruppe sei hingegen seltener und dadurch wertvoller. Das bedeutet: Für Werbung auf solchen Videos könnte mehr Geld bezahlt werden. Josh Strife Hayes achtet somit genau darauf, welche Inhalte er produziert, um eine ganz bestimmte Zielgruppe anzusprechen, die auch für ihn lohnend ist.
Lässt sich das beweisen? So genau lassen sich Plattformen wie Twitch und YouTube nicht in die Karten schauen. Die Erklärung von Josh Strife Hayes gewährt dennoch einen interessanten Blick hinter die Kulissen.
Klar ist: Wie viel ein Creator auf YouTube verdient, hängt von mehreren Faktoren ab. Neben der Anzahl an Aufrufen spielt etwa auch die Länge von Videos eine Rolle. So kann es sein, dass ein Musiker zwar über 90 Millionen Views mit einem Video einfährt, dafür aber vergleichsweise gar nicht so viel Geld bekommt.
Die von Josh Strife Hayes angesprochenen Zuschauer-Demografien sind also ein weiteres Puzzleteil. Dadurch wird auch klar, dass der Erfolg von Influencern oft nicht so zufällig ist, wie er erscheinen mag, denn dahinter kann durchaus sehr viel Kalkül stecken.
Der MMORPG-Experte hat hingegen gerade noch ganz andere Werbe-Sorgen: Im Zuge einer Kooperation mit World of Warcraft und Pinterest veröffentlichte Josh Strife Hayes eine Reihe von Shorts auf seinem Kanal. Der Vorwurf wurde von den Fans laut, dass sich der YouTuber verkauft habe, was er aber vehement zurückwies. Mehr dazu lest ihr hier auf MeinMMO: MMORPG-Experte auf YouTube rechtfertigt sich für einen Deal mit WoW: „Nehme lieber Geld von Firmen als von euch“
Der Beitrag MMORPG-Experte fürchtet, dass YouTube ihm den Geldhahn abdreht, wenn er über ein bestimmtes Spiel berichtet erschien zuerst auf Mein-MMO.
