Seit 13 Jahren hat mir kein Spiel so ein Gefühl gegeben wie ARC Raiders, dabei spiele ich auf die „langweiligste” Art

MeinMMO-Redakteurin Caro hat vor kurzem auch endlich ARC Raiders für sich entdeckt. Dabei ist ihr besonders schnell aufgefallen, wie sehr das Spiel sie an einen anderen Titel erinnert, durch den sie sich vor über 10 Jahren in Videospiele verliebte. Und dieses Gefühl konnte für sie bisher kein anderes Spiel nachempfinden.

Seit gut 3 Wochen begebe ich mich im Feierabend regelmäßig auf ein paar Ausflüge an die von Robotern verseuchte, aber wirklich hübsche Oberfläche in ARC Raiders. Die besondere Atmosphäre des Spiels, vor allem durch die Environments, ist mir schon recht früh ins Auge gesprungen. Allerdings bin ich selbst eigentlich keine regelmäßige Shooter-Spielerin, weshalb ich mich viel zu lange geweigert habe, dem Spiel eine Chance zu geben. 

Schließlich wurde ich – ausgerechnet wegen eines Skins – schwach und habe seitdem feststellen können, wie sehr ich mich in ARC Raiders verlieren kann. Und das liegt nicht nur an dem Skin (versprochen), sondern daran, dass recht schnell ein bestimmtes Gefühl in mir aufgestiegen ist, das ich so seit über 10 Jahren nicht mehr durch ein Videospiel empfinden konnte:
ARC Raiders versetzte mich in mein Lieblingsspiel zurück, durch das ich mich als 13-Jährige vollkommen in Videospiele verliebte, nämlich The Last of Us.

Ein banales Feature in ARC Raiders wurde zu meiner Lieblingsaktivität

Ich muss zugeben, dass mich in ARC Raiders vor allem die eher „nebensächlichen” Aktivitäten besonders abholen. Das Erkunden, in Gebäuden sämtliche Schubladen und Container durchwühlen und mich selbst über Schrott freuen gehören in dem Extraction-Shooter zu meinen Lieblingsaktivitäten.

Genau dieses ruhigere Spielerlebnis, das für andere Spieler vielleicht absolut langweilig sein mag und eher als eine mühselige Notwendigkeit angesehen wird, versetzt mich in 2014 zurück, wo ich eigentlich zu jung viel zu oft The Last of Us durchgespielt habe.

Das Spiel von Naughty Dog liegt mir bis heute nah am Herzen. Für The Last of Us habe ich damals mein Taschengeld zusammengekratzt und nur mit 5- und 10-Euro-Scheinen meine erste PlayStation, die PS4, gekauft. Ein Jahr lang war es das einzige Spiel, das ich besaß, und ich war absolut verliebt. In das Spiel, aber auch Gaming generell. Aus diesem Grund widmete ich dem Spiel auch mein erstes Tattoo.

Heute, 13 Jahre später, durchwühle ich als Raider, wie auch damals als Joel, verlassene und heruntergekommene Wohnungen, suche in Krankenhäusern nach Bandagen und werde ab und zu von fürchterlichen Monstern erschreckt. In The Last of Us waren es Clicker, in ARC Raiders sind es nun mal die kleinen Scheißteile Fireballs, die mich regelmäßig eiskalt erwischen.

Beide Games bieten für mich die richtige Balance zwischen Ruhe und Action

Wo ich direkt auf die ARCs zu sprechen komme: Ich hasse die Maschinen und liebe sie zugleich. Ich verzichte selbst auf PvP, weil es mir persönlich keinen Spaß macht. Deswegen befinde ich mich fast ausschließlich in den sogenannten ruhigen Care-Bear-Lobbys, wo Spieler sich eher in Ruhe lassen oder gemeinsam kämpfen, als gegeneinander. 

Meine wahren Gegner sind daher die verschiedenen ARCs, die es auf meine arme, harmlose Raiderin abgesehen haben. Mittlerweile empfinde ich mich selbst gar nicht als so harmlos und habe wirklich Spaß, mich gegen ARCs zu behaupten – auch wenn ich in 80 % der Kämpfe als Einzelgängerin ziemlich durchlöchert, verbrannt und von Stromstößen frittiert werde.

Die Matriarch lass ich aber erstmal ihr Ding durchziehen. Fühl dich nicht gestört, Queen.

Vielleicht erreiche ich irgendwann einen Punkt, an dem PvP auch für mich interessanter wird, bisher ist das aber noch nicht der Fall. Ich habe jetzt schon eine grandiose Zeit und sehe (noch) nicht, wie feindliche Raider das für mich verbessern würden. 

Die Abwechslung des ruhigen Lootens und des simplen Genießens der Umgebungen mit den plötzlichen Gefahren festigt diesen Bezug zu The Last of Us, den ich seit meinem Start in ARC Raiders fühle. 

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Vielleicht hat meine persönliche Erfahrung und Meinung in ARC Raiders damit zu tun, dass ich bisher nur solo gespielt habe. Würde ich als Duo oder zu dritt an die Oberfläche reisen, könnte diese ordentlich ins Kippen geraten. Das findet auch die Community: Ein Spieler fasst perfekt zusammen, wie anders ARC Raiders mit Freunden ist: „Plötzlich ist jeder Busch verdächtig”

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