The Legend of Heroes: Trails Beyond the Horizon – im Test (PS5 / Switch / Switch 2)

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Spiel:The Legend of Heroes: Trails beyond the HorizonPublisher:NIS AmericaDeveloper:Nihon FalcomGenre:RollenspielGetestet für:PS5, Switch, Switch 2Erhältlich für:PS4, PS5, Switch, Switch 2USK:16Erschienen in:3 / 2026

Eine kurze Einordnung; Falcoms Trails-Reihe ist ein in sich geschlossener Teil der The Legend of Heroes-Reihe, die 1989 mit Dragon Slayer: The Legend of Heroes begann. Sie teilt sich derzeit in vier große Storybögen auf, die über ihren Handlungsort definiert werden und sich teils zeitlich leicht überschneiden, aber generell chronologisch erzählt werden. Den Anfang macht der Liberl Arc, der gerade mit den Remakes von Trails in the Sky neu aufgelegt wird. Darauf folgen die Crossbell-Episoden, die Erebonia-Spiele und die aktuellen Titel in der Republik Calvard, die mit Trails Through Daybreak begannen. Das bereits 2024 in Japan erschienene Trails Beyond the Horizo” schließt ­direkt an Trails Through ­Daybreak II an, führt die Geschichte um Van Arkride fort und greift dabei natürlich auch Figuren und Ereignisse früherer Episoden auf.

Zwar steht Van auch bei diesem Serienteil weitgehend im Mittel­punkt, allerdings spielen nun ­Kevin Graham und Rean ­Schwarzer – zwei Protagonisten aus früheren Serienteilen – wieder größere Rollen. Die ­Geschichte wechselt wiederholt die Perspektive und es scheint tatsächlich langsam in Richtung Finale und damit auch um das Schicksal des Kontinents Zemuria zu gehen. So ist hier etwa der Weg in den Weltraum ein zentrales Thema. Aber erwartet in diesem Serienteil trotzdem noch nicht die große Auflösung des Epos – eine weitere Episode ist bereits in Arbeit.

Spielerisch baut man konsequent auf den letzten beiden Teilen auf, vor allem das hybride Kampfsystem funktioniert nach wie vor gut. Kleinvieh-Gegner zerlegt Ihr wie in einem Action­spiel, dennoch könnt Ihr jederzeit in den rundenbasierten Modus wechseln, wo Ihr dann taktisch agiert und Zugriff auf Euer stetig wachsendes Arsenal an Spezialangriffen und Zaubern habt. Letztere weist Ihr Euren Heldinnen und Helden wie bereits in früheren Episoden über das Orbment-System zu. Wer nicht nur der zentralen ­Geschichte folgen möchte, freut sich wieder über massig Sidequests und mit dem Grim Garten hält das Spiel erneut einen großen, prozedural generierten Dungeon für Euch bereit.

hnisch und inszenatorisch folgt Trails Beyond the Horizon seinen Vorgängern: Auf PS5 und Switch 2 visiert das Spiel 60 fps an und im Handheld-Modus gibt es sogar eine 120-Hz-Option; auf der ersten Switch ist dagegen bei 30 fps Schluss.

Meinung

Thomas Nickel meint: Falcom bleibt sich auch hier treu – Trails ­Beyond the Horizon setzt stringent ­Mechaniken und Story seiner Vorgänger fort, webt Handlungsstränge aus früheren Episoden ein und bringt die Geschichte tatsächlich etwas stärker voran als noch Trails Through Daybreak II. Langsam scheint das ­Finale der vor mehr als 20 Jahren auf PSP begonnenen Reise in Sicht zu ­kommen. Dabei ist beeindruckend, wie sehr Falcom auf die Vertrautheit der Spieler mit der aufgebauten Welt und ihren Bewohnern setzt: Wer die Vorgänger kennt und dem Schicksal von Zemuria folgt, für den ist Trails Beyond the Horizon wie die ­neueste Staffel der Lieblingsserie und damit Pflichtprogramm. Ebenso gilt aber auch der Umkehrschluss: Wer sich erstmals für Falcoms Dauerbrenner-Rollenspiel interessiert, der findet hier keinen allzu guten Einstieg. Da ist man mit Trails in the Sky 1st Chapter erst einmal viel besser beraten.

Wertung

setzt die Geschichte um Zemuria fort
gelungenes Hybrid-Kampfsystem
wieder mit optionalem Zufallsdungeon

Die Geschichte um das Schicksal Zemurias geht weiter: ein Traum für alle, die der ”Trails”-Serie seit Jahren folgen, für Neulinge aber überfordernd.

Singleplayer84MultiplayerGrafikSound

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