Die letzten Monate haben viele Spieleentwickler ihren Job verloren. Insgesamt geht es der Spieleindustrie eher schlecht. Doch bei Nintendo läuft es seit Jahren im Gegensatz dazu überraschend gut. Denn anstatt kurzfristige Trends auszuprobieren, setzte Nintendo auf bewährte Inhalte und Produkte
Betrachtet man die letzten Wochen und Monate, dann war es keine gute Zeit für die Spieleindustrie:
Microsoft entließ im Sommer 2025 9.000 Mitarbeiter im Gaming-Bereich
Epic Games erklärte, dass man sich von 1.000 Mitarbeitern trennen und außerdem mehrere Spielmodi von Fortnite einstellen wolle.
Auch andere Studios, wie etwa Electronic Arts oder Ubisoft, stampfen ganze Abteilungen ein, legen Personal zusammen, um Geld zu sparen.
Gleichzeitig sorgt KI dafür, dass viele Menschen in den letzten Monaten ihre Arbeit verloren haben.
Doch eine Firma trotzt überraschend der Krise, die derzeit gefühlt alle trifft: Nintendo. Denn Nintendo ist seit Jahren erfolgreich und wurde anscheinend auch nicht von der derzeitigen Krise so stark erwischt wie andere Konkurrenten.
Autoplay
Nintendo setzt auf das Prinzip „auf Nummer sicher gehen“
Die japanische Firma hinter der Switch setzt wenig auf Experimente, sondern vor allem auf Dinge, die schon seit Jahren funktionieren:
Mit Spielen wie „Pokémon Pokopia“ oder „Donkey Kong Bananza“ hat Nintendo in den letzten Monaten große Erfolge gefeiert: Beide haben sich millionenfach verkauft und ihre Produktionskosten mehr als wieder reingeholt.
Obendrein versorgt man wichtige Spiele wie „Mario Kart World“ oder „Animal Crossing“ mit wichtigen Updates, um die Spieler weiterhin zu beschäftigen.
Mit dem neuen „The Super Mario Galaxy Movie“ hat man außerdem einen großen Film in Vorbereitung, der im April in die Kinos kommen wird. Der Vorgänger spielte 2023 allein 1,36 Milliarden US-Dollar ein und auch der neue Film könnte Milliarden-Einnahmen generieren.
Mit der Nintendo Switch 2 hat man zudem eine neue Konsole auf den Markt gebracht, die auf die Stärken des Vorgängers aufbaut und das mit Erfolg. Allein in den ersten Tagen soll man 3,5 Millionen Konsolen verkauft haben, bis Ende Dezember 2025 sollen es sogar 17 Millionen gewesen sein.
Auf der anderen Seite läuft nicht alles rund: Nintendo ist von US-Zöllen und steigenden Hardware-Preisen genauso betroffen wie andere Firmen. Nintendo hat die Preise für ältere Hardware angehoben, soll angeblich die Produktion der Switch 2 verringern und verlangt deutlich mehr Geld für physische Spiele. Eine Tatsache, die von vielen Spielern scharf kritisiert wird.
Zusätzlich führt man seit Monaten einen Rechtsstreit um das Spiel Palworld, bei dem man mehr oder weniger erfolgreich ist.
Trotzdem ist man mit seiner derzeitigen Strategie, auf Nummer sicher zu gehen, erfolgreicher als viele andere Entwickler, die derzeit Probleme haben. Denn Nintendo folgt keinen kurzfristigen Trends, wo andere Studios Millionen an Euro verbrennen: Das Ergebnis waren oft Spiele wie das berüchtigte Concord, welches direkt wieder eingestellt wurde.
Shuntarō Furukawa, der derzeitige Präsident von Nintendo, erklärte in einem Gespräch auf die Frage nach den Auswirkungen der steigenden Speicherkosten, dass „es kein angemessener Ansatz ist, sich übermäßig von kurzfristigen Trends beeinflussen zu lassen“. (via TheVerge.com).
Die Nintendo Switch und ihr Nachfolger sind übrigens gute Alternativen, wenn ihr trotz RAM-Krise nicht auf Gaming verzichten wollt. Weitere Möglichkeiten, wie ihr trotz hoher Preise zocken könnt, findet ihr direkt bei uns auf MeinMMO: RAM ist euch zu teuer? Hier sind 5 Alternativen, mit denen ihr auch ohne teuren Gaming-PC zocken könnt
Der Beitrag Die Spieleindustrie wird von Entlassungen erschüttert, doch Nintendo trotzt der Krise erschien zuerst auf Mein-MMO.
