Entwickler-Urgestein Ron Gilbert bezeichnet sein jüngstes Projekt als Mischung aus Monkey Island und Diablo. Damit schraubt er die Erwartungshaltung an DeathSpank hoch, doch einen Gefallen tut er dem schrägen Hack’n’Slay damit nicht. Denn obwohl dem Abenteuer die Inspirationen anzumerken sind, kommt es an beide Vorlagen nicht heran. Als titelgebender Held marschiert Ihr durch weitläufige Landschaften: Der Horizont krümmt sich bereits wenige Meter vor Euch, Pflanzen und Gebäude stehen als 2D-Aufsteller in der Gegend – das ist einfallsreich und sieht schick aus. Weit weniger Fantasie hatten die Entwickler beim Rest. DeathSpanks Aufgaben beschränken sich meist darauf, weite Wege zurückzulegen, Sachen zu sammeln und Monster zu verprügeln. Das Kampfsystem erlaubt, auf jeden der vier Hauptknöpfe eine Waffe zu legen und zu kombinieren – in der Praxis wird meist wildes Gehaue daraus. Auch eine vernünftige Treffer-Rückmeldung fehlt, was gerade bei starken Gegnern schon mal zum plötzlichen Heldentod führt.
Weitere kuriose Design-Entscheidungen sorgen für Stirnrunzeln: So ist das Inventar unhandlich zu bedienen und die Karte wenig hilfreich. Nach dem Ableben startet Ihr mit einem Viertel der möglichen Lebensenergie. Kraft spendende Items müsst Ihr in mehreren Happen verzehren, was sich unnötig hinzieht. Das kostet das Abenteuer Sympathien, selbst die humorigen (aber nur englischen) Dialoge gleichen das nur bedingt aus.
Humorvoll inszeniertes Hack’n’Slay, dem es an Abwechslung und Feintuning mangelt.
Singleplayer60MultiplayerGrafikSound
