Mario Tennis Fever – im Test (Switch 2)

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Spiel:Mario Tennis FeverPublisher:NintendoDeveloper:CamelotGenre:SportGetestet für:Switch 2Erhältlich für:Switch 2USK:6Erschienen in:3 / 2026

Als erster Vertreter aus der Klempner-Sportspielriege für die ­neueste Nintendo-Konsolengeneration schlägt Mario Tennis Fever auf, wofür das Entwicklerteam Camelot nach langjährigem Tiefschlaf wieder aufgeweckt wurde. Zuletzt werkelte man dort an Mario Golf: Super Rush (2021) und Mario Tennis Aces (2018). Dass Letzteres weitgehend die Basis für die neue Filzball-Episode bildet, dürfte kaum überraschen. Die grundlegende Steuerung mit Topspin, Slice und geraden Schlägen, die über verschieden lange Knopfdrücke variiert werden, sowie Lobs und Stopps, die komplizierter auszuführen sind, hat man beibehalten. Entfernt wurden die Sonderschläge, für die man erst Energie aufbauen musste. Die sogenannten ”Fever-Schläger” ersetzen diese nun als zentrales neues Gimmick. Vor dem Match wählt Ihr auf Wunsch ein solches Exemplar als Spielgerät und wenn Ihr mit genug Power draufhaut, werden in der Regel sehr wirkungsstarke Effekte ausgelöst, die den Gegner (oder Euch, falls der erfolgreich kontert) eine Weile benachteiligen können. Das reicht von rutschigen Eisflächen oder Feuerstellen auf dem Platz über auftauchende Pilze, die die Spielfigur bei Berührung verkleinern, bis hin zu Tornados, die Ballflug oder Eure Bewegung beeinträchtigen – weniger wäre für unser Empfinden hier mehr gewesen. Ansonsten wurden viele kleinere Eigenheiten beibehalten: Bälle ins Aus zu schießen, ist nahezu unmöglich, bei lokalen Matches mit zwei Spielern aufwärts kommt zwingend Splitscreen zum Einsatz, die alternative ”Realmodus”-Steuerung mit Joy-Cons lässt Tiefgang vermissen. Positiv anzumerken ist, dass es nun eine zweite optionale Kameraperspektive gibt und freie Matches über mehrere Sätze in voller Länge gehen dürfen.

Überzeugen können diesmal auch Umfang und Spielmodi-Auswahl. 38 Spieler, fast ebenso viele Schläge und 14 Plätze sind in dieser Hinsicht vorbildlich – genauso wie die Handvoll skurriler Matchtypen im ”Spezialmix” oder die ”Missionstürme”, bei denen gewitzte kurze Aufgaben auf Euch warten. Als eher durchwachsen erweist sich dagegen das Abenteuer, bei dem Ihr in die Rolle von Baby-Mario schlüpft. Anfangs werdet Ihr im Rahmen einer ­banal-drögen Story durch ein langatmiges Quasi-Tutorial gescheucht inklusive einer Reihe erstaunlich uncharmanter Trainings-Disziplinen. Danach latscht Ihr durch typische Mario-Szenarien und bekommt ein paar Minispiele und Bosskämpfe vorgesetzt, die ebenfalls wenig Einfallsreichtum versprühen. Zudem habt Ihr bei denen wie auch in den Handvoll eingestreuten ­Matches häufig zwingend einen CPU-Mitstreiter an Eurer Seite, dessen Verhalten zwischen hilfreich und hinderlich schwankt.

Meinung

Ulrich Steppberger meint: Als Tennis Fever vor ein paar Monaten vorgestellt wurde, ließ ich mich zu einer gewagten Prognose hinreißen: ”Die Chancen stehen gut für ein endlich mal wieder längerfristig motivierendes Mario-Sportspiel.” Nun muss ich konstatieren: Diese Hoffnung erfüllte sich nur bedingt. Was Camelot hier veranstaltet, ist in einigen Aspekten ein Fortschritt, in anderen jedoch geht es auch wieder zurück. Die Fever-Schläger als größte Neuerung während der Matches wirken sich arg dominant aus und sorgen für Tohuwabohu auf dem Spielfeld. Ohne sie fühlen sich die Ballwechsel aber sogar ein wenig lahmer an als bei Tennis Aces – auf Dauer kein ideales Rezept. Dass ich trotzdem ein freundlicheres ­Gesicht und eine (etwas) höhere Wertung zücke, liegt daran, dass man zumindest den Umfang kräftig aufgestockt und meine Erwartungen hier erfüllt hat. Der Storymodus entpuppt sich zwar als ziemlich lahme Angelegenheit, aber die schiere Menge an Plätzen, Spielern und Schlägern, die freigeschaltet werden wollen, gefallen ebenso wie andere Modi und Matchtypen – insbesondere die Missionstürme überzeugen.

Wertung

38 Spieler
30 Fever-Schläger
14 Plätze

Solides Arcade-Tennis mit zwiespältigem Gimmick und großem Spielmodi-Angebot, das aber auf dem Platz keine richtigen Fortschritte macht.

Singleplayer72MultiplayerGrafikSound

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