Dune 3 sieht komplett anders aus als die beiden Vorgänger

In einem neuen Video spricht Marco Risch von Nerdkultur über den kommenden Blockbuster Dune 3, der zwar vom selben Regisseur stammt, aber ganz anders auszusehen scheint als die beiden Vorgänger.

Wer ist Marco Risch? Seit 2015 beschäftigt sich Marco Risch auf seinem YouTube-Kanal Nerdkultur mit News, Analysen, Kritiken und Interviews zu aktuellen Filmen und Serien.

Zusätzlich dazu setzt er sich wöchentlich mit seinem Kollegen Yves Arievich zusammen und quatscht im Podcast Nerd & Kultur über popkulturelle Film-Themen wie Star Wars, Marvel und DC.

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In einem neuen Video auf YouTube spricht Marco über den kommenden Blockbuster Dune: Part Three und warum er anders aussieht als die Vorgänger.

17 Jahre später

Worum geht es in dem Video? Zeitgleich mit Avengers: Doomsday soll am 16. Dezember 2026 in Deutschland Dune: Part Three in die Kinos kommen und die Geschichte von Paul und dem Wüstenplaneten fortsetzen – über 2 Jahre nach dem Start des 2. Teils. Marco erklärt, dass Regisseur Denis Villeneuve eigentlich erst viel später drehen wollte, mit einer Wartezeit von 10 Jahren.

Aber Dune suchte ihn heim wie einen Albtraum, weshalb er ihn doch vorzog. Das Problem aber: Der Kameramann der beiden Vorgänger, Greig Fraser, ist mit dem Beatles-Biopic beschäftigt, weshalb ein anderer Kameramann her muss, doch das muss dem Film nicht schaden.

Während Greig Fraser den 2. Teil meist aus der Perspektive von Paul drehte, ändert sich das wohl in Teil 3. Aus dem auserwählten Helden wird ein zweifelhafter Führer, und das scheint die Kamera auch zu repräsentieren. Man sieht jetzt Paul aus der Perspektive von anderen. Paul hat sich verändert, und das passt zur Vorlage.

Wie Marco herausstellt, basiert Dune: Part Three auf dem 2. Buch von Frank Herbert, Dune Messiah. Die Geschichte setzt 12 Jahre nach dem 1. Buch, im Film sogar 17 Jahre nach dem 2. Film, an. Der neue Film soll also nicht zeigen, wie Paul für seine Macht kämpfte, sondern wie der Krieg ihn veränderte.

Marco vergleicht ihn mit Marlon Brando in Apocalypse Now. Der Krieg und das Leid haben ihn (auch optisch) verändert, sie zeigen die Konsequenzen von zu viel Macht. Auch Pauls Kameraden haben damit zu kämpfen.

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Die Verbündeten von Paul

Die Kamera zeigt laut Marco nicht nur die Veränderung von Paul, sondern auch die verschiedenen Beziehungen der anderen Menschen in Pauls Leben. Seine Schwester Alia, gespielt von Anya Taylor-Joy, wird in Close-ups, also in Nahaufnahmen, gezeigt. Also im Gegensatz zu Paul, der jetzt distanzierter inszeniert zu werden scheint. Für Marco repräsentiert sie mit ihren blauen Augen den Weg, den Paul mit den Bene Gesserit hätte gehen können.

Auf der anderen Seite ist Chani, gespielt von Zendaya. Ihre Close-ups, die an Dune 2 erinnern, zeigen, dass sie sich langsam von Paul abwendet: Chanis Blick als Zitat – und als Konfrontation!. Eine große Überraschung für Buch-fremde Zuschauer ist die Rückkehr von Jason Momoa als Duncan Idaho.

Duncan sei wichtig für die Identitätskrise von Paul. Er konfrontiere ihn mit seiner Vergangenheit. Um der Darstellung aus dem Buch zu entsprechen, trug Momoa beim Dreh helle Kontaktlinsen, mit einer speziellen Oberfläche, die zusammen mit einem LED-Ring auf dem Kameraobjektiv einen speziellen Effekt erzeugt, den man im ersten Teaser zum Film sehen kann.

Dafür ist Linus Sandgren verantwortlich, der neue Kameramann für Dune: Part Three. Für den neuesten Teil setzte er auf analogen Film, statt wie die Vorgänger, die auf einer ARRI Alexa, einer digitalen Kamera, gedreht wurde. Greig Fraser trickste aber: [Er] belichtet mit den Aufnahmen analoges Filmmaterial – und digitalisiert dieses dann wieder für die Post Production.

Dadurch entstand ein Look, der nicht digital clean aussah, sondern den Filmkorn-Effekt erzeugte. Sandgren hat einen anderen Ansatz.

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Andere Kamera, anderer Look

Wie dreht Sandgren Dune 3? Sandgren nutzt eine analoge Kamera. So nutzte er laut Marco für den Film First Men 35 mm auf der Erde, aber 70 mm-IMAX-Film auf dem Mond, um einen anderen Look zu erzeugen.

In Dune: Part Three soll der Kameramann, der auch für den James-Bond-Film No Time To Die verantwortlich war, teilweise auf analogen IMAX setzen. Dadurch werden die Bilder laut Marco noch größer, gewaltiger und greifbarer, was mit einer digitalen Kamera wohl nicht ganz so möglich wäre.

Um die Verbindung zu Teil 1 und 2 zu schaffen, soll Arrakis aber weiterhin auf die digitale Kamera setzen. Doch Marco zeigt, dass Sandgrens Bilder viel gesättigter sind. Dadurch wirkt es verträumter als bei Fraser.

Für diesen Effekt beschichtete er sogar seine Kameralinsen, die jetzt golden strahlen. Marco beschreibt es wie [einen] Fiebertraum von Paul. Am Ende fasst Marco noch zusammen: Linus Sandgren begründet seinen Wechsel zum analogen Film mit Villeneuves Vision: Digital sei perfekt, um die Realität zu erfassen. Aber Film sei perfekt, um einen Traum einzufangen. Oder in diesem Fall den Traum von Paul Atreides. Ein Alptraum. Mehr von Nerdkultur findet ihr hier: Filmexperte verrät, welche 10 Filme ihr 2026 schauen solltet

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