„Hätte mein Maul nicht aufmachen dürfen“ – Twitch-Streamerin wagte es, ihre Kollegen zu kritisieren, sagt jetzt, welche Folgen das für sie hat

Die deutsche Twitch-Streamerin Isabell „HoneyPuu“ Schneider erzählt, wegen Kritik an Kollegen sei sie von Events ausgeschlossen worden. Zuvor hatte sie sich gegen deutsche Content Creator geäußert, die ihre unangenehme Situation mit einem vermeintlichen Cyberstalker nicht ernst nehmen und sich darüber lustig machen.

Was ist die Situation? Die Twitch-Streamerin HoneyPuu ist seit fast einem Jahr von einem vermeintlichen Cyberstalker betroffen. Ein Mann postet immer wieder öffentlich Videos, in denen er anscheinend der Ansicht ist, sich in einer Beziehung mit der Twitch-Streamerin zu befinden. Die Videos beinhalten Liebesbekundungen, dann aber auch Wut wegen HoneyPuu.

Die Situation wurde allerdings von Streamer-Kollegen, aber auch von der Community, nicht ernst genommen. Einige deutsche Streamer machten sich im Rahmen von Spielen wie Make It Meme oder Gartic Phone über HoneyPuu indirekt lustig. Wir haben auf MeinMMO bereits über die Situation berichtet: Das deutsche Twitch feuert einen Mann an, der eine Streamerin belästigt – Eine YouTuberin sagt: Es reicht

Das Verhalten ihrer Kollegen kritisierte die Streamerin laut eigener Aussage sowohl privat als auch öffentlich.

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Jetzt werde ich überall ausgeschlossen

Was hat das für Konsequenzen für HoneyPuu? In einem Stream am Oster-Wochenende berichtete HoneyPuu nun, dass sie nach ihrer öffentlichen Kritik von der deutschen Twitch-Szene ausgeschlossen werde. So seien ihr die Streamer Rohat und Knossi entfolgt, die beide an den Meme-Spielen beteiligt gewesen waren.

Außerdem werde sie wohl zukünftig von Events und Projekten ihrer Streamer-Kollegen nicht mehr eingeladen, beispielsweise Minecraft-Projekte wie CraftAttack oder Fitnacraft.

Ich hätte mein Maul nicht aufmachen dürfen. Jetzt werde ich überall ausgeschlossen. […] Es werden Konsequenzen passieren oder sind schon passiert. Ich werde bei keinem Event mehr dabei sein dürfen. […] Die Events… da wurde ich schon teilweise ausgeladen.

– Streamerin HoneyPuu auf Twitch (ab Minute 01:43:26)

HoneyPuu führt weiter aus, dass sie mit Rohat, dem Veranstalter einer solchen Meme-Runde, schon vor einiger Zeit über diese Situation schrieb. Im Rahmen einer Runde von Make It Meme wurden Memes über HoneyPuu und ihre Stalking-Situation erstellt.

Sie kritisierte, dass die Runde nicht abgebrochen wurde, sobald Memes über sie erstellt wurden. Es sei eine Diskussion zwischen den beiden entstanden, in der sie allerdings nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen seien.

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Warum ist das so ein Problem? Events sind mittlerweile eine riesige Sache auf Twitch. Sie leben von den unterhaltsamen Interaktionen der Content Creator und können gerade kleineren Streamern helfen, einem größeren Publikum aufzufallen.

Wenn ein größeres Event stattfindet, verschafft es den Teilnehmern meistens einen beträchtlichen Boost. Außerdem zeigt eine Einladung eben, dass man „dazugehört“. Bei solchen Events ausgeschlossen zu werden, kann hingegen weniger Reichweite und somit auch Einnahmen für die nicht-teilnehmenden Streamer bedeuten.

Dass ihre Kritik nun allem Anschein nach negative Auswirkungen auf die Karriere von HoneyPuu hat, könnte zudem entmutigend auf andere Betroffene wirken, ebenfalls mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen.

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Rückhalt bekommt HoneyPuu unter anderem von ihrer Streamer-Kollegin Jasmin Gnu. Sie veröffentlichte ein YouTube-Video über das Thema, in dem sie auch ganz klar an die Streamer appellierte aufzuhören: Das deutsche Twitch feuert einen Mann an, der eine Streamerin belästigt – Eine YouTuberin sagt: Es reicht

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