Eine Insel hat 1.500 Einwohner und 120 Millionen Krabben – Google will ausgerechnet dort ein Untersee-Kabel verlegen

Google ist der größte Versorger, wenn es um Unterwasserkabel geht. Über 100.000 Kilometer voller Unterwasserkabel hat das Unternehmen bereits verlegt. Ein Ort soll jedoch zum Schlüssel für ihre Arbeit werden: Die Weihnachtsinsel.

Was ist das für eine Insel? Die Weihnachtsinsel ist eine zu Australien gehörende Insel mit 135 km² mitten im Indischen Ozean. Auf ihr leben nur rund 1.500 menschliche Einwohner, dafür erhalten sie jedes Jahr Besuch von 120 Millionen roten Krabben.

Dass Google sich genau diese Insel für sein Projekt ausgesucht hat, ist dabei kein Zufall. Das Internet ist nun mal durch viele Unterwasserkabel verbunden, was die Insel zu einem wichtigen Ort macht. Google möchte die weltweiten Verbindungen ausbauen und seine digitale Infrastruktur im Indopazifik ausweiten.

Der Plan ist klar: Ein Kabel soll über Land von Darwin bis an die Sunshine Coast in Australien gelegt werden, während unter Wasser das neue Kabel bis zur Weihnachtsinsel fortgeführt wird, wo man dann Australien mit Singapur verbinden kann, um besseres Internet für die ganze Region zu ermöglichen. Doch ausgerechnet die 120 Millionen Krabben stellen Google vor große Probleme.


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Google gegen die Krabben

Was haben die Krabben damit zu tun? Die Weihnachtsinsel erlebt jedes Jahr ein Naturspektakel. Zwischen Oktober und Dezember verlassen 120 Millionen Krabben die Wälder der Insel und drängen an die Küste, um sich fortzupflanzen.

Dabei nehmen sie keine Rücksicht auf andere und verwandeln Straßen, Gärten und Baustellen in ein rotes Meer. Während die Einwohner das Phänomen jedes Jahr einfach aussitzen, Straßen und Brücken für den „Verkehr“ schließen und sogar spezielle Wege für die Krabben bauen, ist das Phänomen für Google ein Problem.

Ein Kabel über eine Insel zu ziehen, die voller Krabben ist, stellt das High-Tech-Unternehmen vor eine große Herausforderung. Gleichzeitig fühlt man sich beim Unternehmen der Umwelt verpflichtet und möchte sicherstellen, dass die Krabben sich nicht von den Kabeln gestört fühlen.

Wie geht man vor? Das Unternehmen hält sich für den Bau an einen extrem engen Zeitplan, um keine Bauarbeiten während der Fortpflanzungszeit der Tiere durchführen zu müssen. Des Weiteren achtete man auch darauf, dass keine Mittel verwendet werden, welche die Krabben stören könnten.

Das erklärte Ziel ist es, die Tiere nicht zu stören und dennoch für besseres Internet im Indopazifik zu sorgen. Dafür ist Google auch mit den Behörden von Australien im Gespräch.

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Bei Google im Büro wird wohl niemand bei der Idee der Kabelverlegung daran gedacht haben, dass auf der Insel jedes Jahr 120 Millionen Krabben spazieren gehen. Dass man diese Wanderung bewusst mitdenkt, ist wichtig für die Natur und damit das Phänomen weiter fortbestand, hat. Mögt ihr Krabben? Steam: Neuer Shooter begeistert Spieler, erhält 98 % positive Reviews – „Wie Risk of Rain 2, aber mit einer Krabbe“

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