Händler haben genug davon, dass Amazon versehentlich ganze Kisten mit PC-Bauteilen versendet

Spieler prahlen damit, dass Amazon ihnen kistenweise Hardware schickt. Doch die Verkäufer verzweifeln an der
„Großzügigkeit“ von Amazon. Denn die Händler müssen am Ende für die Schäden aufkommen.

Regelmäßig gibt es Berichte darüber, wie Spieler von Amazon kistenweise Hardware geliefert bekommen, obwohl sie nur zwei oder drei Speicherriegel bestellt haben. Ein Fehler, der immer wieder auftaucht. In einigen Fällen ist Amazon sogar so kulant und überlässt dem Käufer die zu viel verschickte Hardware.

Während Spieler über diese „Großzügigkeit“ jubeln können, sieht das bei den Händlern völlig anders aus. Denn Amazons Verhalten ist wohl ein Problem für die Firmen, die ihre Ware über die Plattform verkaufen wollen. Das chinesischsprachige Magazin hkepc.com sprach mit zwei verschiedenen Händlern. Diese erklärten im Gespräch, dass die Lieferung von kistenweise Produkten ein echtes Problem sei.


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Amazon verschickt kistenweise Hardware, doch die Verkäufer müssen den Schaden übernehmen

Was ist das Problem? Laut Verkäufern ist das Problem, dass Amazon die Kosten für fehlerhafte Lieferungen wohl vollständig auf die Verkäufer überträgt. Verschickt also Amazon eine Kiste mit Arbeitsspeicher, dann muss wohl nicht Amazon, sondern der Verkäufer für den Schaden aufkommen, dem die Ware offiziell gehört.

Da Amazon dabei keine Verluste erleide, habe das Unternehmen keinen echten Anreiz, die Qualität seiner Logistik zu überprüfen oder zu verbessern.

Amazon setzt dabei schon länger auf ein spezielles Lagersystem, welches „Fulfillment by Amazon“ (FBA) heißt: Das ist ein Logistikservice, bei dem Amazon Lagerung, Verpackung, Versand, Retouren und Kundenservice für Händler übernimmt. So erklärt Amazon das selbst in einem eigenen Post.

Der Verantwortliche einer taiwanesischen Marke für Speicherprodukte, der jedoch gegenüber hkepc.com anonym bleiben wollte, erklärte jetzt, dass die Fehlerquote in diesen Lagern extrem hoch sei: So soll es bereits mehrfach zu schweren Fehlern gekommen sein: Obwohl ein Kunde eindeutig nur einen Artikel gekauft hatte, versandten die Lagerarbeiter direkt eine Kiste mit 50 Stück.

Obwohl er Amazon um Entschädigung gebeten habe, soll das Unternehmen die Angelegenheit immer wieder verschoben haben, bis sie schließlich im Sande verlaufen sein soll.

Kleinere Verpackungen, um Verluste zu verringern

Der Verantwortliche der taiwanesischen Marke für Speicherprodukte erklärte auf die Frage, ob die „falsch gelieferten Waren“ nur ein Werbegag seien, dass das schmerzhafte Erfahrungen sind.

Um das Risiko zu verringern, seien sie mittlerweile gezwungen, die Verpackung von ursprünglich 20 Stück pro Karton auf 10 Stück pro Karton umzustellen, um die Verluste durch „falsch versandte ganze Kartons“ durch Lagerarbeiter zu reduzieren.

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Ein Spieler kauft sich einen OLED-Monitor auf Amazon, doch er bekommt zwei Geräte geliefert. Er würde den zweiten Monitor gern zurückschicken, denn er hat Sorge, dass er auf den Kosten sitzenbleiben könnte. Doch Amazon beruhigt ihn mit einer besonderen Geste, die für die Verkäufer wohl ein echtes Problem darstellen soll: Spieler kauft OLED-Monitor, bekommt versehentlich zwei geschickt – Will zweiten zurückgeben, doch Amazon schenkt ihm das Gerät

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