Während des Xbox-Showcases 2026 wurde ein Spiel angekündigt, das MeinMMO-Redakteurin Caro binnen Sekunden emotional packte, und das noch bevor der Trailer zu Ende war. Und je mehr sie über das Spiel erfährt, desto mehr wächst die Vorfreude auf den Release.
Von welchem Spiel ist die Rede? Es handelt sich um das frisch angekündigte, recht gemütlich wirkende Abenteuerspiel „Vivarium“ von Studio Meadowflower, das mit hoher Wahrscheinlichkeit vor allem aufgrund seines charmanten Looks in den Gedanken vieler Spieler geblieben ist, so wie auch bei mir.
In seinen Gameplay-Mechaniken ähnelt es den bereits bekannten Kandidaten vieler Farming- und Cozy-Games und es scheint, als wolle es ein funktionierendes Rad nicht neu erfinden. Was Vivarium für mich jedoch unausweichlich und einzigartig macht, ist das Design.
Die Charaktere und die Umgebungen, mit ihren leicht zitternden Layers wie bei einer alten Animationstechnik und dieser gewissen Körnigkeit, tunken das Spiel in einen Look, der aussieht wie ein lebendiger 80er-Jahre-Anime aus der Kindheit. Er erinnerte mich sofort an Titel wie „Kikis kleiner Lieferservice“ von Studio Ghibli oder auch „Heidi“.
Bereits nach wenigen Sekunden hat mich der Trailer komplett in seinen Bann gezogen und verzaubert, obwohl ein, zwei Verben da vermutlich nicht ausreichen:
Es hat mich schlichtweg aus meinem Alltag gerissen, auf eine mit Gänseblümchen bedeckte Blumenwiese geworfen, den Duft von frischem Gras und Sonnenlicht in die Nase getrieben und gesagt: Hier. Das ist es. Willkommen zurück in einer Zeit, die so viel simpler war, nach der du dich insgeheim so oft sehnst.
Hier könnt ihr den Trailer sehen, der mich so schnell überzeugen konnte:
Der Trailer zu Vivarium sieht aus, als hätte es ihn schon vor 40 Jahren gegeben
Autoplay
Ein Cozy-Game mit einem unterschwelligen Geheimnis?
In Vivarium spielt man das Mädchen Jenny, eine der Bewohnerinnen und Bewohner eines Vivariums, also eines künstlich geschaffenen Lebensraums, oftmals für Pflanzen und andere Lebewesen. Dieses Vivarium schafft für Jenny, die Nachbarn und auch für Spieler einen vom Studio beschriebenen „Sommer, der niemals endet“ (Quelle: Steam).
Ähnlich wie beispielsweise Animal Crossing synchronisiert sich das Spiel mit dem realen Kalender, um im Laufe der Geschichte verschiedene narrative Ereignisse, Quests und Möglichkeiten zur Pflege des Gartens und Zuhauses zu schaffen. Außerdem versprechen die Entwickler Geheimnisse, die man auf eigene Faust und durch eigene Entscheidungen entdecken und prägen kann.
Um welche Geheimnisse es sich handelt, lässt sich bisher nur vermuten. Allerdings bietet der Trailer einige Hinweise, die auf ein unterschwelliges Mysterium hinweisen – wie sich dezent, jedoch stetig verändernde Wege im Wald, eine zu schnelle Akzeptanz von fehlenden Neuigkeiten und die Sehnsucht, dass wunderschöne Momente doch einfach für immer so bleiben sollten wie sie sind. Ordentlich festgehalten unter einer Glaskuppel inmitten eines alternden Hauses.
Das Vivarium steht in einem Haus, was deutlich weniger den idyllischen Sommer ausstrahlt.
Keine Neuigkeiten sind gute Neuigkeiten – irgendwie ist alles zu gut und schön.
Auch die Bewohner bemerken, dass irgendwas los ist.
Ich ahne Doomed Yuri. Und ihre Puppenarme geben mir Ranni-Vibes aus Elden Ring.
Ein Trailer, den ich physisch fühlen konnte und mich mehrmals schlucken ließ
Der Artstyle sowie der audiovisuelle Stil von Vivarium machten mir allein durch den Trailer mehrmals einen Kloß im Hals, so emotional waren die 1 Minute und 26 Sekunden. Der erste Eindruck schuf genau das, was bisher nur Studio-Ghibli-Titel in mir auslösen können, nämlich die Sehnsucht nach einer heilen Welt, wie damals zu Kindheitstagen.
Ich wuchs in einem Dorf auf, wo andere Kinder und ich oftmals überall sein durften, ohne Gefahr zu erwarten. Wir verbrachten sehr viel Zeit im Wald, kannten so gut wie jeden, dem man über den Weg lief, und genossen einen Ort, den ich zu oft als Kaff bezeichne, der aber eigentlich eine absolute Idylle sein kann.
Die Darstellung der Natur in Ghibli-Filmen, besonders der Nadelwald aus Kiki und auch hier bei Vivarium, konnten mich schon immer in diese schönere Zeit zurückversetzen.
Ich denke, die Sehnsucht nach einer friedlichen Welt, die gar nicht groß sein muss, um perfekt zu sein, ist auch für meine Faszination mit Miniaturen und Dioramen verantwortlich. Auch mit dieser Liebe kann mich Vivarium verständlicherweise perfekt abholen. Einen winzigen Ort mit freundlichen Gesichtern und der besudelnden Wärme der Nostalgie.
Das klingt beinah zu schön, um wahr zu sein. Der Realität entfliehen, die Welt ignorieren und in einem künstlichen Lebensraum eines ewigen Sommers den Vögeln beim Zwitschern zuhören. Das klingt beinah zu schön, um wahr zu sein … und genau in dieser Hinsicht erwarte ich, dass Vivarium mich emotional brechen wird, wenn es seinen Release in 2027 feiert.
Wie findet ihr den Trailer von Vivarium? Fühlt ihr euch ähnlich wie ich? Oder könnt ihr mit Cozy-Games absolut gar nicht warm werden?
Neben Vivarium wurden diesen Sommer auch viele weitere Games angekündigt, die Menschen aus der Redaktion begeistern konnten. Darunter befand sich während des Summer Fame Fest auch Guild Wars 3, wozu MeinMMO-Redakteur Alex jedoch gemischte Emotionen hat: Ich warte schon so lange auf Guild Wars 3, doch nach fast 14 Jahren weiß ich nicht, ob ich bereit für den Abschied bin
Der Beitrag Ein neues Spiel für Steam & Xbox zeigt mir genau das, was mir im Leben gerade fehlt: eine kleine, heile Welt erschien zuerst auf Mein-MMO.
