Mit nur 660 gleichzeitigen Spielern auf Steam ist der Hero-Shooter Concord ein Flop für Sony. Aber noch schlimmer als die niedrigen Spielerzahlen ist die Häme, die das Projekt kassiert. Vor allem die Figuren werden als hässlich beschrieben – mit Overwatch 2 und Valorant hat der 40€-Titel zudem starke kostenlose Konkurrenz. Der Flop könnte die großen MMO-Pläne von Sony gefährden, die an den Erfolg von Destiny anknüpfen wollten.
Was ist das für ein Spiel?
Concord ist ein Hero-Shooter, der für PS5 und auf Steam am 23. August erschien. Er kostet aktuell 40 € und hat mit 72 % positiven Reviews auf Steam ganz ordentliche Kritiken. Mit nur 2,87 von 5 Sternen steht der Shooter im PS5-Store aber recht schwach auf der Brust dar.
Der Shooter wurde schon im Juni harsch für das Design der Charaktere kritisiert.
Auf Steam ist Concord jetzt ein totaler Flop und erreicht in der Spitze gerade mal 660 Spieler. In den letzten 24 Stunden waren in der Spitze 395 Spieler online. Für ein “AAA-Spiel” ist das eine Katastrophe.
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Ursprünge von Concord liegen in einem miesen Jahr bei Destiny
Wo kommt das Spiel her? Die Ursprünge des Spiels liegen bei Destiny – hier gab es 2016 hinter den Kulissen offenbar Ärger, weil das für das Jahr 2016 geplante Destiny 2 verschoben werden musste.
Man weiß es nicht mit völliger Sicherheit, aber wahrscheinlich musste aus diesem Grund der langjährige Boss von Bungie, Harold Ryan, gehen. Der mittlerweile ebenfalls hochumstrittene Pete Parsons übernahm.
Ryan gründete mit einigen Bungie-Mitarbeitern eine neue Firma, „Probably Monsters“ und wollte hier eigenständige Teams aufbauen, die MMO-Games bauen. Eines der Studios, Firewalk, verkaufte man im April 2023 an Sony – die brachten nun Concord auf den Markt, an dem sie seit 2018 gearbeitet haben.
Concord sollte Vorreiter der neuen Strategie von Sony sein
Das war der Plan von Sony: Der Plan von Sony sah vor, bis März 2026 mit genau solchen Teams und Zukäufen 10 neue „Live-Service-Games“ zu entwickeln, die für PS5 und PC erscheinen sollte. Concord sollte jetzt eines von 10 „original AAA-Multiplayer-Games“ werden.
Um diesen Plan zu verwirklicht und sich mehr Kompetenz bei Live-Service-Games zu sichern, hat Sony auch Bungie gekauft. Aber der Plan, 10 neue Live-Service-Games zu veröffentlichen, scheint jetzt erstmal einen Rückschlag zu erleiden.
“Hässlichste Charaktere aller Zeiten”
Wie ist jetzt die Reaktion? Auf Social Media werden immer wieder die Charaktere als Kritikpunkt genannt, die offenbar als „unattraktiv“ angesehen werden.
Concord wird von Twitch-Streamern als „100 Millionen $ Flop“ von Sony gesehen. Streamer wie Asmgonold machen sich öffentlich über den Flop lustig.
Asmongold mokiert sich über einen Tweet eines enttäuschten Entwicklers mit geringer Reichweite. Sein Video zu dem Thema hat 770.000 Aufrufe:
“Das hat ja mehr Pronomen als Spieler”
Es passt zur aktuellen Narrative von Asmongold, dass Studios, die bewusst auf Diversität setzen, erfolglos sind und an den Wünschen der Spieler vorbeientwickeln.
Asmongold liest einen ätzenden Tweet vor: “Concord hat ja mehr Pronomen als Spieler.”
Der “Battleborn/Evolve”-Effekt
Das steckt dahinter: Abseits vom Charakter-Design, schlägt bei Concord das “Battleborn/Evolve”-Phänomen zu. Ein Spiel, das klar wie ein Free2Play-Spiel aussieht und gegen Free2Play-Konkurrenz antritt, wird für 40 € verkauft und kaum wer sieht ein, für so ein Spiel zu zahlen, wenn es etablierte Spiele wie Overwatch 2 oder Valorant gibt, die man kostenlos spielen kann.
Battleborn (2016) und Evolve (2015) gelten als die größten Flops im modernen Gaming, von denen viele Einheiten produziert wurden, die aber als Ladenhüter in den Regalen liegen blieben.
So wie Concord jetzt unter Overwatch 2 leidet, wurde dem Hero-Shooter Battleborn vor 8 Jahren Overwatch 1 zum Verhängnis. Hero-Shooter dürfte in den letzten Jahren ohnehin das Genre gewesen sein, das die kostspieligsten Flops im Gaming verursacht hat: Amazon hatte 2020 einen riesigen Shooter-Flop – Ex-Entwickler sagt jetzt: „Das war offensichtlich“
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