Ein Mann wohnt 5 Jahre kostenlos in einem Hotel, dann wird er gierig und verliert alles

Mit etlichen Tricks gelingt es einem Mann, 5 Jahre kostenlos in einem Hotel zu wohnen. Doch er wird immer gieriger und verlangt immer mehr. Und dann verliert er eine wichtige Klage gegen den Hotelbesitzer.

Die ganze Aktion beginnt im Juni 2018, wo Mickey Barreto eine Nacht in einem Hotel in New York für 200,57 Dollar bezahlte (ca. 187 Euro). Um dauerhaft und kostenlos in dem Hotel zu leben, nutzte er Gesetz kreativ aus, das sich die Stadt New York offiziell für einkommensschwache Mieter ausgedacht hatte.

Wie funktionierte der Trick? Sein Aufenthalt beruhte auf dem New Yorker Mietstabilisierungsgesetz, das es einigen Gästen in älteren New Yorker Hotels ermöglichte, einen unbefristeten Mietvertrag zu beantragen. Durch diese Gesetzgebung, die ursprünglich zum Schutz einkommensschwacher Mieter gedacht war, erhielt Barreto das Recht, in dem Hotel zu wohnen.

Er klagte gegen das Hotel und focht vor Gericht für seinen Anspruch auf das Zimmer und gewann in Abwesenheit der Hotelvertreter. Er machte vor dem Gericht geltend, da er dem New Yorker Mietstabilisierungsgesetz unterliege, dass er berechtigt sei, auf unbestimmte Zeit zu bleiben.

Das Gericht entschied, dass das Hotel ihm das Zimmer zurückgeben müsse und es gelang ihm außerdem, kostenlos dort zu wohnen.

Das Hotelzimmer reicht nicht mehr, er will das ganze Hotel für sich beanspruchen

Was passierte dann? Der Mann wurde gierig. Denn nach dem Urteil, das ihm das Zimmer zusprach, beschloss er die Verfügung als Eigentumsrecht am gesamten Gebäude auszulegen. Auf der Grundlage einer zweideutigen Auslegung des Gerichtsurteils und des Gesetzes ging er zum Finanzamt der Stadt, um das gesamte Hotel auf seinen Namen eintragen zu lassen. Nach sieben Versuchen und unter Ausnutzung bürokratischer Pannen gelang es ihm, seinen Namen als Eigentümer des Hauses in den städtischen Aufzeichnungen erscheinen zu lassen. Davon berichtet die englische Zeitung Los Angeles Times.

Mit der Eigentumsurkunde begann er dann so zu tun, als sei er der rechtmäßige Eigentümer. Er schickte Briefe an die Anwälte des Besitzers, in denen er bis zu 15 Millionen Dollar an Nachzahlungen forderte, und verlangte Einsicht in die Finanzunterlagen des Hotels. Ganz so, als würde ihm das alles schon längst gehören.

Gericht stellt fest: Eigentumsansprüche sind betrügerisch

So endet alles: Der Besitzer des Hotels reichte mehrfach Klage gegen den Eindringling ein. Und das Gericht entschied schließlich gegen Barreto und stellte fest, dass seine Eigentumsansprüche betrügerisch waren und ordnete seine sofortige Räumung an (via businessinsider.com).

Im Jahr 2023 und nach mehreren Anhörungen wurde der Mann schließlich wegen seiner versuchten illegalen Aneignung des Hotels in 24 Fällen verhaftet, darunter 14 Fälle von Betrug. Ihm drohte ein Prozess, der ihn für lange Zeit ins Gefängnis bringen könnte. Mittlerweile haben die Richter nach einem psychiatrischen Gutachten festgestellt, dass Barreto aufgrund seiner psychischen Gesundheit und seiner Suchtprobleme nicht verhandlungsfähig ist. Davon berichtete kürzlich die New York Times (hinter Paywall).

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