Schlechte Nachrichten für alle „Life is Strange“-Fans. Entwicklern wurde gekündigt und das so kurz vor Weihnachten.
Erst vor wenigen Wochen ist der neuste Ableger der „Life is Strange“-Reihe erschienen. Doch keine sechs Wochen nach der Veröffentlichung von „Double Exposure“ veröffentlicht der Entwickler eine traurige Nachricht: Einige Entwickler müssen gehen und werden gekündigt.
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Was ist passiert? Über X kündigte der Entwickler Deck Nine Games an, dass man die „traurige Nachricht teilt“, dass man „auf Wiedersehen zu einigen unserer talentierten Team-Mitglieder sagen muss“.
Man wolle den Betroffenen dabei helfen, eine neue Arbeit zu finden und ist stolz auf das, was man gemeinsam geschaffen habe.
Besonders bitter ist diese Kündigung, weil sie unmittelbar vor Weihnachten geschieht und deshalb von vielen Fans in den Kommentaren als kaltherzig angesehen wird. Denn jetzt hätten die entsprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgerechnet zur besinnlichen Jahreszeit mit dem Jobverlust und Existenzängsten zu kämpfen.
Liegt das am Misserfolg des neuen Life is Strange? Viele vermuten, dass die Kündigungen auf die Performance des neusten „Life is Strange“-Teils zurückgehen. Der neuste Ableger „Double Exposure“ bekam sehr unterschiedliche Kritiken. Während die ersten Episoden gelobt werden, scheinen viele vor allem mit dem letzten Drittel des Spiels unzufrieden. Auch der Umstand, dass einer der beliebtesten Charaktere aus Teil 1 nicht auftaucht, hat für viel Unmut in der Community gesorgt.
Auf Metacritic hat das zu eher gemischten Ergebnissen geführt. Während die Fachpresse dem Spiel 73 / 100 Punkten zuspricht, kommen Nutzer nur auf eine Wertung von 4.1 / 10. Selbst wenn man dabei ein paar offensichtliche „Review Bombing“-Beiträge herausrechnen würde, steht der neuste Ableger noch immer vergleichsweise schlecht da.
Gerade auf der Plattform X gibt es auch vermehrt hämische Kommentare, im Stil von „Go Woke, Go Broke“ und spielen darauf an, dass Life is Strange: Double Exposure sehr großen Wert auf Inklusion, LGBTQ+-Themen und emotionale Story gelegt hat. Das Argument wirkt aber ein wenig sonderbar – immerhin hat das die „Life is Strange“-Spiele bereits seit dem ersten Teil ausgezeichnet.
Letztlich ist Deck Nine Games damit nur der neuste Fall der Krise, in der die Gaming-Firmen weltweit gerade stecken. Denn fast alle großen Spiele-Entwickler mussten in den letzten Monaten vielen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen kündigen. Ein Trend, der bereits seit fast 2 Jahren andauert und offenbar noch kein Ende in Sicht ist.
Vor einigen Monaten hatte es bei Deck Nine Games auch einen eher unschönen Vorfall gegeben. Damals war aufgefallen, dass Mitarbeiter versucht hatten, eindeutig rechtsradikale Symbolik in eines der Spiele zu schmuggeln – was jedoch aufgeflogen ist.
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