In einem MMO auf Steam kämpften Spieler 70 Tage in einem unerbittlichen Krieg, der schließlich durch einen einzigen Angriff endete
Was ist das für ein Spiel? Foxhole ist ein Sandbox-MMO im 2. Weltkrieg, das im September 2022 auf Steam seinen vollständigen Release feierte, nachdem es zuvor knapp 5 Jahre im Early Access spielbar war. Das MMO wird in der Iso-Perspektive gespielt. Das heißt, ihr schaut von schräg oben auf euren Charakter.
In Foxhole tretet ihr einer von zwei Armeen bei und kämpft in einem immerwährenden Krieg, die über mehrere Tage oder Wochen andauern können. Ein Krieg ist erst vorbei, wenn eine Seite genügend Punkte durch das Kontrollieren von Map-Bereichen gesammelt hat.
Während der Kämpfe ist jeder Spieler ein Teil der riesigen Maschinerie, wobei nicht jeder Spieler an der Front kämpft. Manche beschäftigen sich mit der Herstellung von Munition, andere bereiten Neulinge auf den Krieg vor. Die richtige Strategie ist ein wichtiger Aspekt zum Erfolg.
Es gibt steuerbare Kriegsmaschinen wie Panzer und Schiffe sowie Infanterie-Kämpfe in einer persistenten, also dauerhaft bestehenden Welt. Die Ereignisse der Schlacht können demnach noch Tage oder Wochen später einen Effekt haben.
Autoplay
Entwickler müssen eingreifen, weil eine Schlacht einfach nicht enden will
Was war das für eine Schlacht? Auf dem Charlie-Server von Foxhole dauerte ein Krieg über 2 Monate. Erst nach 71 Tagen und 9 Millionen gefallenen Spielfiguren gab es einen Sieger der unerbittlichen Schlacht.
Am 27. Januar 2025 gaben die Entwickler dann auf dem offiziellen Discord-Server von Foxhole bekannt, dass sie Maßnahmen ergreifen wollen, um den Krieg auf Charlie zu einem vorzeitigen Ende zu führen. Hierzu wollten die Entwickler das Minimum der zum Sieg benötigten Punkte am 31. Januar senken.
Doch bevor die Maßnahme der Entwickler umgesetzt wurde, versammelten sich die Spieler zu einem finalen Angriff und eine Seite errang den hart umkämpften Sieg. Auf Reddit fasst ein Spieler zusammen:
„Der Krieg endete, weil die Entwickler alle auf die gleiche Seite gebracht haben. Sie kümmerten sich im Wesentlichen um die Planung und brachten alle zur gleichen Zeit für eine Operation zusammen. Die Leute haben ihre Vorräte entsorgt und einen massiven Vorstoß gewagt, den sie schon vorher hätten machen sollen, aber es fehlte ihnen an Selbstvertrauen/Manpower. […] Als alle für ein letztes Hurra zurückkamen, war der Krieg zu Ende. Das bevorstehende Kriegsende brachte die VIELEN ausgebrannten Spieler zurück und der Krieg war vorbei.“
Warum wollten die Entwickler eingreifen? Auf dem Discord-Server von Foxhole erklärten die Entwickler, dass es ihnen dabei um die Spielerfahrung neuer Spieler ginge, die innerhalb des vergangenen Monats dem Charlie-Server beitraten.
Neue Spieler sollen die Spielerfahrung machen, wie sie vorgesehen ist – also von der frühen Phase und den ersten Vorbereitungen über das Mid-Game bis zum Ende. Da der Krieg aber schon über 2 Monate andauerte und kein Ende zu finden schien, war das nicht möglich. Wer neu auf dem Server war, konnte nur eine Schlacht erleben, der schon über Wochen und Monate lief.
Erst im November 2024 durfte sich Foxhole über einen Spieleransturm auf Steam freuen, der die Server füllte. Ein großes Update lockte viele neue und wiederkehrende Spieler an: Ein MMO auf Steam hat die höchsten Spielerzahlen seit 2 Jahren, weil ein kostenloses Update mit neuen Inhalten lockt
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