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Im Vergleich zur PC-Version der Alles-Simulation Spore konzentriert sich die DS-Fassung nur auf einen Teilaspekt – die Kreaturen. Ihr beginnt mit einem primitiven Lebewesen, das erstmals Land betritt. Der neue Lebensraum erfordert Umstellung: So braucht Ihr Füße zur Fortbewegung, ein Maul zum Fressen und kräftige Arme, um Euch zu wehren. Deshalb sucht Ihr das nächste Nest auf: Hier editiert Ihr Eure Kreatur nach Belieben und baut verschiedene Körperteile an. So wird aus dem Tierchen schnell ein gefräßiges Raubtier, ein flinker Pflanzenfresser oder ein baumartiges Ungetüm mit sechs Armen. Praktischerweise lassen sich 12 Kreaturen auf dem Modul speichern und jederzeit im Spiel einsetzen. Deren Spezialfähigkeiten helfen Euch bei zahlreichen Aufgaben auf sechs Planeten.
So sucht Ihr nach Raumschiffteilen, beweist Euch im Weitwurf oder befreit bestimmte Spezies. Zusätzlich freundet Ihr Euch mit den Bewohnern der Inseln an – ausgiebiges Streicheln und erfolgreich bestandene Tanz-Minispiele sind dazu Voraussetzung. Dann geben Euch die Kerlchen neue Teile oder helfen in Kämpfen aus. Feindliche Kreaturen greift Ihr mit Stylus-Strichen und Spezialattacken an – Letztere stehen Euch aber nur mit entprechenden Körperteilen zur Verfügung. Schüttelt Früchte vom Baum oder fresst Eure Kameraden, um Energie zu regenerieren. Optisch erinnert Spore dank Patchwork-Stil an die Paper Mario-Reihe.
Meinung
Thomas Stuchlik meint: Leider wurde das DS-Spore nicht die erwartete Sandbox-Offenbarung. Stattdessen bekommt Ihr ein nettes Action-Abenteuer, in dem Ihr die Spielfigur selbst gestaltet. Der Kreaturen-Editor ist der einzige Motivationsfaktor, denn ansonsten erledigt Ihr Aufgaben nach Schema F. Über blockige Texturen sehe ich noch hinweg, aber die eingeschränkte Sicht nervt. Die gelungene Stylus-Steuerung macht das plumpe Kampfsystem nicht wett – allzu oft hängt der Sieg vom Zufall ab. Unterm Strich bleibt ein netter Zeitvertreib ohne Langzeitmotivation.
Wertung
gestaltet Eure Kreatur in 7 Kategorien von den Augen bis zu den Füßen
12 Lebewesen speicherbar
6 linear erforschbare Planeten
neue Körperteile bringen Fähigkeiten
Das lineare Abenteuer hebt sich dank des durchdachten Kreaturen-Editors vom Abenteuer-Einerlei ab.
Singleplayer70MultiplayerGrafikSound
