Über den Grind im Endgame von Diablo 4 wird in der Community regelmäßig diskutiert. Für die einen gehört es eben dazu, immer wieder dieselben Inhalte durchzukauen. Ein anderer Spieler sieht das ganz anders: Er findet, viele seien inzwischen komplett abgestumpft, weil ihnen die Items quasi hinterhergeworfen werden.
Das Duplizieren von Items und Gold ist in dem ARPG schon lange Thema. In Diablo 2 waren die Exploits so wild, dass Spieler irgendwann seltene Items als neue Währung etabliert haben. Auch in Diablo 4 gab es bereits Fälle von Duping, sodass Blizzard den Handel zwischen Spielern zeitweise deaktiviert hat.
Um welche Items geht es jetzt? In einem Reddit-Post schreibt ein Spieler, dass viele den Grind im Endgame kaum noch richtig wahrnehmen, weil sie ständig „mit gedupten Mats gefüttert werden“. Gemeint sind die Materialien, die man braucht, um die Loot-Kisten der Unterschlupf-Bosse zu öffnen. Die Bosse selbst lassen sich mittlerweile auch ohne Mats beschwören.
Der Nutzer Blubbpaule erklärt in seinem Beitrag, dass sich die Wahrnehmung von Grind und Loot für viele Spieler total verschoben habe. „Die Leute haben komplett vergessen, wie sich echter Grind für Nicht-Duper anfühlt“, meint er. Die Dupes hätten den Maßstab verschoben, was man als „normalen Aufwand“ empfindet.
Wer keine Dupes über den Handel kauft, brauche etliche Stunden, um an die Mats zu kommen und Hunderte Bosse zu erledigen, um bestimmte Uniques und Mythic Uniques zu farmen. Für Leute, die den „Grind respektieren“, werde das Spiel immer weniger lohnenswert, findet Blubbpaule.
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Fans finden: Das System selbst führt zu diesem Problem
Was sagen andere Spieler dazu? Der Beitrag stößt eine Diskussion über das Endgame-System an, speziell über den Weg, an starke Mythic Uniques zu kommen. So schreibt the_millenial_falcon etwa, dass Diablo 4 die ganzen Mechaniken besser miteinander verknüpfen sollte, damit man eben nicht 300 Boss-Runs für ein Mythic machen muss.
Auch DisasterDifferent543 meint: „Das grundlegende Problem beim Gear-System von Diablo 4 ist, dass es die Spieler genau und ausschließlich zu diesem Punkt führt. Sobald du halbwegs gut ausgerüstet bist, besteht das ganze Spiel nur noch aus Boss-Farmen.“ Es laufe alles auf XP-Grinden in der Grube oder stumpfes Mats-Farmen hinaus.
Andere Nutzerinnen und Nutzer merken an, dass Belial, der neue Boss aus Season 8, schlichtweg zu selten spawne. Um an die Mats für den Loot von dem Unterschlupf-Boss zu kommen, muss man auf „den kleinen Belial“ treffen. Und der spawnt zufällig nach anderen Bosskämpfen – aber eben nicht immer. Ein Spieler berichtet, dass er dem „kleinen“ Belial 39 Mal in fast 300 Runs begegnet ist.
„Das System fördert monotonen, langweiligen Grind statt echter Herausforderungen – und das ist ein Dauerproblem“, meint Zanaxz. Er findet: Wenn man den Handel mit Boss-Mats einschränkt, müssen im Gegenzug Bosse und Loot deutlich verbessert werden.
Das Endgame von Diablo 4 steht immer wieder in der Kritik bei der Community. Vielspieler vermissen Abwechslung, andere klagen über Langeweile. Zwar hat Blizzard an vielen Schrauben gedreht, mit neuen Aktivitäten und neuen Schwierigkeitsgraden – und auch die Roadmap für 2025 verspricht Änderungen. Aber auch daran wird gemeckert. Ein Fan meint: Manche Spieler sind einfach nie zufrieden.
Der Beitrag Spieler sagt: Ihr findet den üblen Grind in Diablo 4 nur deswegen normal, weil Schummler Items verbreiten erschien zuerst auf Mein-MMO.
