Das Endgame von Dune: Awakening sorgt aktuell für Diskussionen in der Community. Vor allem PvE-Fans fühlen sich benachteiligt, während auch das umstrittene Landsraad-System in der Kritik steht. Jetzt melden sich die Entwickler mit konkreten Plänen zu Wort.
Was wird kritisiert?
Ein großer Teil des Endgames in Dune: Awakening findet in der Tiefen Wüste („Deep Desert“) statt. Dort sammeln Spieler das Spice, die wichtigste Ressource in der Welt, die für allerhand Dinge notwendig ist.
Der PvP-Fokus liegt aktuell stark auf Luftkämpfen in diesem Gebiet. Solo-Spieler tun sich hier schwer, denn wer alleine unterwegs ist, hat oft kaum eine Chance, gegen eingespielte Gruppen oder große Gilden zu bestehen.
Auch das Landsraad-System, eines der wenigen Endgame-Features ohne PvP, sorgt für Frust. Gilden können die auftauchenden Aufgaben mit Leichtigkeit abschließen, Einzelspieler bleiben oft auf der Strecke.
In einer Nachricht auf der Website zu Dune: Awakening meldet sich der Creative Director Joel Bylos jetzt bei der Community und berichtet über die Pläne mit dem PvE- und PvP-Content. Das Ziel sei es, dass auch PvE-Spieler das Endgame spielen und Zugang zu den Inhalten haben.
Die Tiefe Wüste bekommt PvE-Zonen
Laut Bylos glaubt man weiterhin fest an die Vision der Tiefen Wüste als Herzstück des Endgames: ein sich wöchentlich zurücksetzender Ort, voller Belohnungen, Risiken und Abwechslung. Es soll sich immer wieder lohnen, „den gefährlichsten Teil des gefährlichsten Planeten des Universums“ zu betreten.
Was haben die Entwickler für PvE-Fans geplant? PvE-Spieler sollen quasi eigene Bereiche in der Tiefen Wüste bekommen, an denen sie Ressourcen farmen können. Dazu schreibt Bylos konkret:
Demnächst werden einige Gebiete der Tiefwüste als „Teilkriegsgebiete (PvE)“ markiert, in denen Spieler Teststationen erkunden und T6-Ressourcen ernten können, ohne der Gefahr eines unerwünschten Konflikts ausgesetzt zu sein. Es ist wichtig zu betonen, dass die obersten Spielstufen auf Gilden und Gruppen ausbalanciert sind – wer also solo spielt, wird das Ganze trotzdem als grindy empfinden.
Bylos betont, dass wichtige Hotspots, etwa Kontrollpunkte des Landsraad, Schiffswracks und die größten Spice-Felder innerhalb dieses Bereichs der Tiefwüste weiterhin als „Krieg der Assassinen (PvP)“ markiert bleiben und somit als Bereiche mit hohem Risiko, aber auch mit einer hohen Belohnung.
Ferner erklärt der Creative Director, dass PvP nur passieren soll, wenn alle Parteien um den Ort kämpfen wollen. Man sollte immer in der Lage sein, sich mit seinem gesammelten Loot zurückzuziehen. „Wer klug und wachsam ist, muss nicht kämpfen, wenn er nicht will. Wer flieht, muss seine aktuelle Aufgabe unterbrechen, aber es sollte immer eine Entscheidung sein“, schreibt er.
Dazu will Funcom regelmäßig Endgame-Inhalte und PvE-Content hinzufügen. Das soll im Rahmen von kostenlosen Updates und in Form von DLCs und Erweiterungen erfolgen, schreibt Bylos.
Autoplay
Ornithopter sollen Kämpfen nicht dominieren
So wird PvP angepasst: Funcom plant, PvP-Kämpfe ausgeglichener zu gestalten und nimmt Anpassungen dahingehend in Dune: Awakening vor. So werden Thopter immer wichtig fürs Reisen in der Wüste sein, sie sollten aber nicht die dominierende Kraft im Kampf darstellen.
Zu den Anpassungen gehört:
Die Geschwindigkeit und Wendigkeit der Scout-Ornithopter mit Raketenwerfern wird reduziert
Raketen von Scout-Ornithoptern erzeugen mehr Hitze
Schubdüsen bieten nun unabhängig von Flügeln einen Maximalgeschwindigkeitsbonus, was sicherstellt, dass Thopter mit Schubdüsen die schnellsten Fahrzeuge im Spiel sind
Eine neue T5-Infanterie-Raketenwaffe wird eingeführt, um die Dynamik zwischen Fahrzeugen und Bodentruppen zu verbessern
Thopter werden immer wichtig fürs Reisen in der Wüste sein, sollten aber nicht die dominierende Kraft im Kampf darstellen
Zusätzlich gibt es Änderungen an Mechaniken wie Respawn-Zeiten, Fahrzeuglagerung, Hand-Scannern und weiteren Mechaniken, die aktuell in der Tiefwüste missbraucht werden
Eine Mechanik, die Griefer aktuell ausnutzen, ist etwa das Stehlen von Ornithoptern anderer Spieler, wenn diese die Tiefe Wüste damit betreten (via Reddit).
Landsraad-System als Rahmen für Endgame-Aktivitäten
Was wird am Landsraad-System geändert? Das Landsraad-Feature ist der aktuell einzige Endgame-Inhalt, der über reines Grinden hinaus geht und ohne PvP auskommt. Ihr erfüllt wöchentlich Aufgaben, um eurem Haus zur Vormachtstellung zu verhelfen. Gilden haben hier jedoch einen enormen Vorteil und können Aufgaben quasi direkt abschließen.
Das plant Funcom jetzt:
Die Aktivitäten sollen mit der Erweiterung der Spielwelt abwechslungsreicher werden
Es soll mehr Dungeons mit Bossen, die Endgame-Loot droppen, geben
Es soll mehr Aufträge mit speziellen Anforderungen und mehr Liefermissionen mit nicht stapelbaren Komponenten geben
Falls es Raids geben wird, soll es auch dazu Aufgaben geben, die an den Landsraad geknüpft sind
Im Grunde soll das Landsraad-System als struktureller Rahmen für alle Endgame-Aktivitäten dienen
Der Landsraad selbst besteht in Dune: Awakening aus 25 Häusern, deren Repräsentanten ihr in der Spielwelt begegnet. Indem ihr Aufgaben für sie erledigt, bringt ihr Häuser auf die Seite der Atreides oder Harkonnen. Mehr zu dem System erfahrt ihr hier: Dune: Awakening Landsraad, Fraktionen und Gilden – das müsst ihr zu Atreides gegen Harkonnen wissen
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