Die aktuelle Antagonistin in World of Warcraft rückt in ein ganz anderes Licht. Haben wir uns in ihr nicht doch geirrt?
Xal’atath ist die aktuelle, große Bedrohung in World of Warcraft. Eine, die sich durch den ganzen „Weltenseelen“-Zyklus ziehen soll. Auch in Patch 11.2 Geister von K’aresh wird die sonderbare Leerenkreatur im Körper einer toten Elfe wieder eine Rolle spielen. Aber wohl eine andere, als von der Community erwartet wurde.
Spoilerwarnung: Hier geht es um die Story-Inhalte von Patch 11.2 Geister von K’aresh.
Autoplay
Wer ist Xal’atath? Die genaue Herkunft von Xal’atath war lange ein Mysterium. Anfänglich war sie die Artefaktwaffe der Schatten-Priester, hat jedoch im Laufe der Jahre deutlich mehr Hintergrundstory erhalten. Inzwischen ist sie die Antagonistin der Weltenseele-Saga.
Da sie in der Vergangenheit oft den Beinahmen „Herold von Dimensius“ getragen hat, gingen viele davon aus, dass ihr ultimatives Ziel es sei, den Leerenfürsten Dimensius nach Azeroth zu holen, um die Weltenseele zu verschlingen.
Doch jetzt stellt sich heraus: Nein, das ist gar nicht der Fall.
Was macht Xal’atath in Patch 11.2? Sie ist unsere Verbündete. Der Raumgänger, der Mentor von Alleria, kommt zu einer Einigung mit Xal’atath. Sie wird uns dabei helfen, die Vorgänge auf K’aresh zu verstehen und versuchen zu verhindern, dass der Leerenfürst Dimensius von den Schattenwächtern wiederbelebt wird.
Die Schattenwächter versuchen den Leerenfürsten erneut zu manifestieren. Sollte das gelingen, würde er danach wohl Azeroth ins Ziel nehmen – etwas, das für alle Bewohner der Welt wohl den Tod bedeutet.
Doch hier kommt der Twist: Auch Xal’atath will das nicht! Sie hat offenbar ganz andere Pläne für die Weltenseele Azeroths und hatte nicht vor, dass sie Dimensius zum Opfer fällt.
Daher unterstützt sie uns in Patch 11.2 und verleiht dem Artefakt-Umhang, dem „Rishiiwickel“, ihre Macht. Das erlaubt es uns, die astrale Welt zu betreten und verschafft letztlich Zugang zum Raid und damit auch dem übergroßen Raid-Boss Dimensius.
Ist Xal’atath jetzt „gut“? Nein. Sie macht keine 180°-Wendung und ihre Taten sind auch nicht vergessen. Sie hat viele Wesen von Azeroth auf dem Gewissen und gerade die Magier der Kirin Tor dürften die Vernichtung der Stadt und auch die Tötung so vieler Kollegen nicht so schnell vergessen.
Die Vorfälle in Patch 11.2 scheinen ein klarer Fall von „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ zu sein. Es handelt sich also lediglich um eine temporäre Allianz zum Zweck eines einzelnen Ziels – es ist äußerst wahrscheinlich, dass Xal’atath uns bald verraten wird und wieder ihren eigenen Plänen folgt. Welche auch immer das sein mögen.
Zumindest Schattenpriester dürfen sich freuen, denn einmal mehr können sie Seite an Seite mit ihrer ehemaligen „Knaifu-Waifu“ arbeiten. Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar ist, welche Pläne Xal’atath eigentlich verfolgt. Vermutlich werden wir das aber in Midnight erfahren, denn in der nächsten Erweiterung bricht die Leere über Azeroth herein – zusammen mit dem lang ersehnten Housing.
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