Final Fantasy XIV Mobile hat zwar kein Gacha, lässt euch trotzdem für so ziemlich alles zahlen

Die mobile Version von Final Fantasy XIV ist seit einiger Zeit in China verfügbar. Spieler erlangen dadurch einen Einblick in die Monetarisierung – und die kommt nicht gut an.

Wie läuft die Monetarisierung von Final Fantasy XIV Mobile? FF14 Mobile soll grundsätzlich kostenlos und ohne ein Abo spielbar sein, auch wenn es außerhalb von China seinen Release feiert. Auf Gacha-Mechaniken soll dabei bewusst verzichtet werden, wie Produzent Naoki Yoshida bereits im November 2024 verriet. Dennoch soll das Spiel finanziert werden und bietet daher verschiedene Möglichkeiten echtes Geld zu investieren.

Was ist Gacha?

Dabei handelt es sich um eine Spielmechanik, für die meistens Ingame-Währung ausgegeben werden muss. Der Name kommt ursprünglich von „Gachapon“, was die japanische Bezeichnung für Kapselautomaten ist, aus denen man nach dem Zufallsprinzip Spielzeuge und ähnliches ziehen kann. 

Gacha ist vor allem in Mobile Games eine gängige Variante, um Umsatz zu generieren. Spieler können die dafür benötigte Ingame-Währung meist entweder erspielen oder für Echtgeld kaufen. Für diese Währung erhalten Spieler dann eine „Ziehung“, bei der zufällige Belohnungen erhalten werden können.  

Problematisch ist diese Mechanik vor allem, weil sie diverse Glücksspielelemente hat. Diese können schnell süchtig machen und Spieler dazu bewegen, viel Echtgeld zu investieren, um an die gewünschten Items zu kommen. 

Laut einer Zusammenstellung des Users RablaAndrews in seinem Thread auf Reddit handelt es sich dabei um einen Ingame-Shop, in dem ihr für eine spezielle Echtgeld-Währung in Form von Kristallen verschiedene Items kaufen könnt:

Premium-Outfits aus der Mog-Station

Standard-Outfits aus dem Hauptspiel

Reittiere

Begleiter

Konsumierbare Items, wie z. B. Fantasia, um euren Charakter erneut anzupassen oder Namensänderungen, Farben, Emotes, …

Zusätzlich soll es eine Art Battle Pass sowie einen monatlichen Premiumservice geben, die beide optional zu erwerben sind. Die dazugehörige Währung lässt sich in diversen Bundles erwerben – in der chinesischen Varianten reichen die Preise dafür bisher umgerechnet von ungefähr 1 € (600 Kristalle) bis ca. 100 € (64.800 Kristalle).

Da Final Fantasy XIV Mobile bisher nur in China spielbar ist, bieten diese Einblicke lediglich Vermutungen, was die Spieler bei einem globalen Release erwartet. Sowohl die Gegenstände, für die Geld ausgegeben werden soll, als auch die Echtgeld-Währung kommen allerdings in der Community weniger gut an.

„Genshin 2.0 war nicht auf meiner Bingokarte 2025“

Was ist das Problem dabei? Fans kritisieren auf Reddit zum einen, dass die Pakete, in denen die Echtgeld-Währung für den Shop erworben werden können, fast immer knapp unter den Preisen liegen, die die Gegenstände im Shop kosten.

Manche Outfits kosten beispielsweise 12.800 Kristalle, aber die einzigen Pakete, die annähernd diesen Preis erreichen, sind entweder das für 9.800 oder das nächsthöhere für 19.800. Spieler würden demnach dazu gezwungen werden, mehr Geld auszugeben, als sie eigentlich für das jeweilige Item bräuchten.

Zum anderen gibt es einen Battle Pass mit einem kostenlosen und einem Premium-Track. Dieser ist vollgepackt mit Gegenständen, die man in der normalen Version von Final Fantasy XIV einfach mit Gil kaufen kann, wie zum Beispiel Glamourprismen und Farbstoffe. Diese Gegenstände lassen sich auch direkt mit Kristallen im Shop kaufen, was das Ganze noch wirrer macht.

Zwar lassen sich laut User RablaAndrews auch auf dem kostenlosen Pfad einige Premiumwährungen erspielen, allerdings beläuft sich das beim aktuellen Pass auf 2.500 Kristalle (siehe Reddit). Zusätzlich sollen sich auch Inventarplätze und Fashion Coupons auf dem Premiumpfad befinden, mit denen ihr Outfits erhalten könnt.

Spieler halten diese Form der Monetarisierung für übertrieben, viele zeigen sich jedoch auch wenig überrascht. Andere finden diese Art der Finanzierung aber auch völlig in Ordnung:

Underwould schreibt via Reddit: „Nun ja, es ist ein Handyspiel.“

Christhebobson kommentiert via Reddit: „Na ja, sie wissen sicherlich, dass ihr Publikum für ein Mobile-Mount immer noch mehrere Monatsabonnements bezahlen wird.“

Main-Bed-1087 wirft via Reddit ein: „Ich bin irgendwie neidisch, dass sie Sachen bekommen können, die es im normalen Spiel als Vorbestellerartikel oder Artikelcodes gab.“

ItsNoblesse steigt via Reddit direkt aus: „Man kann für schnellere Reittiere bezahlen? Ich bin raus.“

Liktarios setzt den Vergleich via Reddit: „Genshin 2.0 war nicht auf meiner Bingokarte 2025.“

Letzterer spielt vor allem auf Gacha-Vorreiter Genshin Impact an, der mit seinen Mechaniken und seinem undurchsichtigen Ingame-Shop sowie Mikrotransaktionen in der Vergangenheit für Aufruhr sorgte. Ob die globale Variante von Final Fantasy XIV sich aufgrund seiner Monetarisierung ähnlich schlagen wird, bleibt abzuwarten.

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Wann Final Fantasy XIV Mobile global erscheint, ist bisher leider noch nicht bekannt. Wer also FF14 jetzt schon unterwegs spielen möchte, muss auf andere Wege zurückgreifen. Einen Weg hat MeinMMO-Redakteurin Sophia für sich entdeckt und erzählt euch, warum es ihr den Spaß am Spiel zurückgebracht hat: Ich spiele Final Fantasy XIV schon jetzt mobil und es hat mir den Spaß an Eorzea zurückgebracht

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