ARC Raiders wird der Hit in seinem Genre, aber nur, wenn die Entwickler nicht auf ihre Fans hören

ARC Raiders hat seinen letzten Test vor dem Release durchgeführt und der Shooter kann in vielen Dingen punkten, meint unser MeinMMO-Autor Christos Tsogos. Leider gibt es einige Fans, die nicht derselben Meinung sind und sie wollen Änderungen durchsetzen, die seiner Meinung nach nicht notwendig sind.

ARC Raiders hat erst kürzlich seinen letzten Test abgeschlossen, in den jeder Interessierte kostenlos reinschnuppern konnte. Ich, als langjähriger Shooter-Fan, konnte mir die Chance nicht entgehen lassen und habe deshalb ebenfalls in die Welt der ARC reingeschaut und Speranza besucht.

Für viele klingt das jetzt sicher wie ein Witz, aber ARC Raiders könnte endlich das Fortnite im Extraction-Genre werden, auf das die Gaming-Branche schon seit Jahren hinarbeitet. Vieles scheinen die Entwickler von Embark richtigzumachen – sei es die Spielwelt, die Story oder die Schwierigkeit. Alles scheint bislang zu harmonisieren, aber ich sehe vor dem Release ein großes Problem.

Eine bestimmte Gruppe von Spielern kritisiert nämlich genau das, was den Shooter so spannend macht, und das ist die Schwierigkeit. Ich sage deshalb: Damit ARC Raiders erfolgreich bleibt, sollte Embark auf diese Fans diesmal nicht hören.

ARC Raiders: Der Extraction-Shooter auf Steam und PS5 zeigt einen neuen Trailer, lässt sich jetzt vorbestellen


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Überleben ist bockschwer und so soll das auch bleiben

Egal welchen Extraction-Shooter ich anzocke, eines haben sie alle gemeinsam – sie sind verflucht schwierig zu meistern und genau das soll und muss auch so bleiben. ARC Raiders ist auch genau deshalb so gut, weil es nämlich die Stimmung einer dystopischen Zukunftswelt voller wild gewordener Roboter realistisch einfangen kann. Ihr könnt euch nur auf eure Instinkte, eurer Geschick und euer Können verlassen. Jeder ist gegen euch und dazu gehören auch fremde ARC Raider in Form von Spielern.

Besonders ärgerlich ist es dann natürlich, wenn man in einen Hinterhalt gerät und euer gesamtes Team ausgelöscht wird. Mir ist das ebenfalls passiert und das nicht nur einmal. Genau das ist aber gut so, denn ohne solche Erfahrungen kann man nicht besser werden – lernen vorausschauend sein Terrain zu überblicken und Fallen zu überlisten. Das tut weh und kostet viele Ressourcen, aber genau das macht einen Extraction-Shooter aus.

Leider gibt es aber eine Fraktion in der Community, denen das Spiel zu schwierig ist. Sie schreien nach Nerfs oder wollen sogar einen dedizierten PvE-Modus, in dem es nicht so schwitzig zu sich geht. Theoretisch wäre das möglich, aber das würde gegen die Grundidee von ARC Raiders gehen.

Ein solches apokalyptisches Szenario ist nicht entspannt und muss dementsprechend für anstrengende Momente sorgen. Umso befriedigender ist es, wenn man dann siegreich hervorgeht. Einige Clips auf Reddit zeigen nämlich den Dopamin-Push vieler Spieler, wie sie es gerade so noch in den Rettungslift geschafft haben, während sie von anderen Spielern oder Robotern gejagt werden.

Genau das macht den Reiz aus. Solche Momente gibt es nur, wenn das Spiel auch knackig bleibt und Herausforderungen bietet. Ohne sie, wäre der Shooter langweilig und solche Titel gibt es schon zu Genüge.

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Ein Spiel für alle ist ein Spiel für niemanden

Ich stelle mich aber nicht gegen generelles Feedback, Hauptsache, es ist begründet und hilft dem Spiel. Ohne die Hilfe der Community hätte Embark nicht den Release seines Shooters verschoben, um ihn zu verbessern. Die Version, die ihr kürzlich spielen konntet, wäre dann nicht möglich gewesen. Man muss nur evaluieren, wo und welche Kritik sinnvoll ist.

Viele große Studios gehen gerne den Weg, ihre Spiele für die breite Masse zu entwickeln. Für jeden soll etwas dabei sein, denn nur so kann es maximal erfolgreich sein. Das mag stimmen, aber ich erinnere mich dann gerne an einen Satz, den die Entwickler von Helldivers 2 geäußert haben: „Ein Spiel für alle ist ein Spiel für niemanden.“

Dieser Satz ist genau der, den ARC Raiders einhalten sollte. Es sollte im Bereich der Schwierigkeit seiner Idee treu bleiben. Nicht jedes Spiel wird euch gefallen und das ist auch gut so. Zwanghaft ein Spiel in Bahnen zu lenken, in denen es seine Identität verliert, nur um beliebter zu werden, ist meiner Meinung nach nicht der richtige Weg.

Ich für meinen Teil hatte viel Spaß mit dem Server Slam und weiß nun sicher, dass ich zum Release ebenfalls am Start sein werde. Und ich weiß auch, dass ich erneut auf die Schnauze bekomme, aber meinem Untergang gehe ich zumindest mit einem Lächeln entgegen, weil ich weiß, dass ARC Raiders dennoch Spaß macht.

Seid ihr ebenfalls der Meinung, dass ARC Raiders so schwierig bleiben sollte oder möchtet ihr doch einen dedizierten PvE-Modus? Lasst uns gerne eure Meinung dazu in den Kommentaren erfahren! Mehr zu Release findet ihr zudem hier: ARC Raiders: Alles zu Release, Preis und Crossplay

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