Jahrelang forderten Spieler den Paladin als neue Klasse in Diablo 4. Jetzt ist er Realität. Aus dem Nichts kündigt Blizzard die heiligen Streiter nicht nur an, sie sind sogar direkt spielbar – zumindest, wenn ihr tief in die Tasche greift, denn Paladine sind mit der nächsten Erweiterung verknüpft.
Was hat es mit dem Paladin auf sich?
Seit Release fordern Spieler den Paladin als neue Klasse in Diablo 4, da dem Spiel sowohl eine Klasse mit Schwert und Schild als auch ein heiliger Magiewirker fehlen.
Paladine haben zudem in der Story eine wichtige Bedeutung im Kampf gegen Mephisto, dessen Tochter die Hauptrolle in Diablo 4 spielt.
Einige Fans waren sich sicher, dass der Paladin als Shadow Drop erscheint, weil sie eine neue Waffe entdeckt haben. Viele haben das als Wunschdenken verlacht. Jetzt bewahrheitet sich der Verdacht.
Das hat Blizzard angekündigt: Während der Game Awards 2025 hat Blizzard ohne vorherige Ankündigung den Paladin für Diablo 4 veröffentlicht. Startschuss ist Season 11, die direkt zum Ende des Streams startet. Dazu wird es eine zweite, bisher noch unbekannte Klasse geben.
Paladine erweitern Diablo 4 als zweite neue Klasse seit Release – nach dem Spiritborn – und als siebte Klasse insgesamt im Kader. Ursprünglich stammen sie aus Diablo 2 und waren dort eine der beliebtesten Klassen. Sie sind entsprechend schon lange ein Wunsch der Community.
Allerdings wird der Paladin nicht für alle spielbar sein. Wer die neue Klasse zocken will, muss zur kommenden Erweiterung Lord of Hatred greifen, die ebenfalls ab jetzt vorbestellbar ist. Die günstigste Version von Lord of Hatred kostet 39,99 Euro (auf Battle.net).
Genau wie der Geistgeborene und alle Klassen in Diablo 3 zuvor, sind Paladine also an eine kostenpflichtige Erweiterung gebunden. Im Interview mit den Kollegen auf der GameStar gibt es aber schon ein paar mehr Informationen zur neuen Klasse.
Autoplay
Kein Kreuzritter, sondern ein echter Paladin – und mehr
Seit Diablo 2 hat sich der Paladin stark weiterentwickelt. In Diablo 3 und später in Diablo Immortal (und Heroes of the Storm) war nur einer ihrer Orden spielbar: Kreuzritter. Anders als Paladine sind Kreuzritter eher auf Kampf ausgelegte Elite-Soldaten.
Die spielbaren Paladine dagegen kamen aus einem eher schützenden Orden, und an genau denen orientiert sich die neue Klasse in Diablo 4. Sie werden eher „Priester auf dem Schlachtfeld“ und nicht so sehr kriegerische Heilige. Dennoch wird es verschiedene Spielstile geben, die sich in der einzigartigen Klassen-Mechanik niederschlagen, den Schwüren, die ihr jederzeit ändern könnt:
Moloche, oder „Juggernauts“, sind wandelnde Festungen mit Fokus auf Verteidigung und Schilde – wobei letztere gleichzeitig eure Waffe werden durch die „Schildschlag“-Fähigkeit. Die Ultimate „Festung“ verleiht euch eine enorme Defensive.
Eiferer, oder „Zealots“, setzen auf Angriffsgeschwindigkeit, wie ihr sie vielleicht schon vom Eifer-Skill von früher kennt. Die Ultimate „Zenit“ beschwört ein riesiges Schwert aus Feuer, das auf eure Gegner einhackt.
Richter, im Original „Judicator“, beschwören gesegnete Schilde, weihen den Boden und nutzen die beliebten „Hämmerchen“, also heilige Hämmer, die um euch kreisen und Gegner zermalmen. Der Eid lehnt sich stärker an den Kreuzritter an, bei dem heilige Magie im Fokus steht.
„Disciples“, die Jünger, gehen dann mehr auf den Priester-Aspekt des Paladins ein und ermöglichen es euch sogar, kurzzeitig die Form eines Engels anzunehmen, der heilige Lanzen auf Gegner schleudert und mit Engelsflügeln über das Schlachtfeld fliegt.
Am interessantesten dürften aber die Auren sein, die wiederkehren, eine der beliebtesten Fähigkeiten des Paladins. Mit Auren bufft ihr euch selbst und alle Mitspieler um euch herum mit starken Boni, sodass ihr in jeder Gruppe gern gesehen sein dürftet.
Story-technisch fügen sich Paladine gut in die Story ein. Mit Lord of Hatred wird Mephisto (wieder) der Endgegner und dieses Mal soll die Story auch ein echtes Ende bekommen. Paladine, insbesondere Kreuzritter, sind die erklärten Erzfeinde von Mephisto, der für viel Unheil auf Sanktuario gesorgt hat. Ihr Ziel ist es, seine Verderbnis vollkommen zu beseitigen.
Wie gut das funktionieren wird, muss sich noch zeigen, schließlich wurden wir als Spieler alle von Mutter Lilith… „gesegnet“ und die ist bekanntermaßen Mephistos Tochter. Sein Einfluss wird also vermutlich nicht ganz so leicht zu entfernen sein.
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