Ich spiele seit fast 15 Jahren Baldur’s Gate und wähle immer den Paladin als Klasse

MeinMMO-Redakteur Benedikt Schlotmann spielt seit vielen Jahren fast ausschließlich den Paladin in Dungeons & Dragons bzw. in Baldur’s Gate 1+2. Fast ausschließlich, denn der einzige Wechsel ging daneben.

Baldur’s Gate 1 und 2 kamen 1998 und 2000 heraus. Die beiden Spiele setzen auf das Regelwerk von Dungeons & Dragons, genau genommen der 3.5 Edition. Eingestiegen bin ich aber erst etwa 2010. Seitdem spiele ich das Spiel jedes Jahr erneut dutzende Stunden, weil die alten Spiele damals wie heute ein Meilenstein für partybasierte RPGs sind und für mich noch immer unübertroffen sind.

Mittlerweile sind das sicher irgendwie zwischen 500 und 800 Stunden, wenn ich alle Versuche mitrechne. Die Zeit, die ich mit der Switch-Version verbracht habe, nicht mitgerechnet.

In Baldur’s Gate und auch in anderen D&D-Spielen wie Solasta oder Icewind Dale wähle ich fast immer den Paladin oder er ist immer pflichtgemäß dabei, wenn ich eine vollständige Gruppe aus Charakteren erstellen muss. Der Paladin ist auf jeden Fall eine Klasse, die mich durch alle Runden hinweg begleitet, mal mehr oder weniger erfolgreich.

Der Paladin ist meine Klasse und das seit über 10 Jahren

Warum der Paladin? Der Paladin ist in Dungeons & Dragons ein dicker Nahkämpfer, der auch ein paar magische Tricks auf Lager hat. Seine vielen Lebenspunkte und die schwere Rüstung machen ihn vor allem am Anfang zu einer dankbaren Klasse mit wenig Frustpotential.

Als ich damals in Dungeon & Dragons mit Baldurs Gate eingestiegen bin, war der Paladin für mich daher die perfekte Klasse: Der Paladin ist robust und seine Fähigkeiten sind überschaubar. Das macht auch das Gruppenspiel leichter als mit anderen Klassen: Ich stehe vorne und tanke den Schaden, während sich mein Team um den Rest kümmert.

Oftmals passt aber der Paladin auch am besten zu den Charakteren, die ich sonst mitnehme: In der Regel sind das in Baldur‘s Gate, Imoen (Dieb), Khalid (Kämpfer), Jaheira (Kämpfer/Druide), Minsk und Dynaheir (Magier). Selten auch mal der depressive Xan (Magier) oder die Klerikerin Branwen, wenn ich sie aus ihrer Versteinerung befreit habe.

Meine Party in Teil 1: Khalid, Jaheiras Ehemann, lebt noch, Dynaheir ist ebenfalls noch mit dabei.

In Teil 2 verschiebt sich meine Party leicht, bleibt aber meistens guter Gesinnung: Imoen, Jaheira und Minsk bleibe ich treu, hinzu kommen dann Aerie (Magier) und Nalia (Magier/Dieb). Der 6. Platz in meiner Gruppe variiert, je nachdem wen ich gerade brauche.

Insgesamt spiele ich daher oft eine gut gesinnte Gruppe, wenn man mal von der streitlustigen Viconia (Kleriker) absieht, die hin und wieder einen Gastauftritt in beiden Spielen hat. Da passt der Paladin perfekt, ohne dass ich meinen Eid brechen muss.

Hinzu kommt, dass der Paladin in meinen Augen die beste Klassenquest in Teil 2 hat. Die Quest des Kriegers und des Druiden sind nett, aber besitzen bei weitem nicht so einen coolen Endgegner. Was will man schon mit einem Druidenhain oder einer eigenen Burg, wenn man einen fetten Drachen besiegen kann?

Einmal habe ich was anderes gespielt und sofort bereut

Einmal wollte ich tatsächlich etwas anderes spielen, und zwar einen Barden. Doch ich wurde mit ihm nicht warm: Ich kam bis zum Freundlichen Arm, eine wichtige Taverne in Baldur’s Gate 1, und holte Jaheira und Khalid in meine Gruppe. Und dann hatte ich keine Lust mehr.

Das hatte damals vermutlich verschiedene Gründe: Der Anfang von Baldur’s Gate 1 ist zäh und nicht ganz einfach und eine Klasse wie der Barde, der für einen Einsteiger nicht unbedingt geeignet ist, hat das nicht unbedingt besser gemacht. Insbesondere, wenn einem zu Beginn nur Imoen als Begleitung hat und sie zu Beginn eher eine Glaskanone ist. Da wird man im schlimmsten Fall schon von der ersten größeren Wolfsgruppe direkt hinter Kerzenburg in Stücke gerissen.

Am Ende bin ich dann doch wieder beim Paladin gelandet. Eine Klasse, die dann Fehler doch etwas stärker verzeiht und mich nicht direkt mit der harten Realität der Schwertküste konfrontiert.

Der Barde war für mich als Anfänger einfach nicht einsteigerfreundlich genug, weil ich mit ihm wenig Schaden ausgehalten habe und mich auf meine Party verlassen musste, damit ich meine Fähigkeiten ausspielen kann. Das macht den Anfang einfach sehr knackig, worauf ich wenig Lust hatte.

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Spiele ich nicht gerade den Paladin in einem D&D-Spiel darf es auch gerne mal ein Strategiespiel sein. Eines, dass es mir besonders angetan hat, ist Whiskerwood, ein Spiel mit Mäusen und Katzen. Doch die Katzen sind alles andere als harmlos und haben mich oft genug verrückt gemacht: Nach 20 Stunden in einem neuen Aufbau-Spiel auf Steam hätte ich meine geliebten Katzen am liebsten vor die Tür gesetzt

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