Seite 1
Hey, irgendwo in Afrika ist eine Stelle als Tierretter frei – nichts wie hin. Vor Ort die Ernüchterung: Der Job hat einen Haken. Statt ausschließlich mit unserem Land Rover durch die Savanne zu brettern, müssen wir nebenher schwach animierte Tiere frohstreicheln oder ihnen die Zähne putzen, auf Fotosafari gehen und mit den Angestellten des Parks plaudern.
Klar, dass diese (schwach umgesetzten) Features den Langzeitspaß von kleinen Zockern erhöhen, Kenner des Spielhallenvorbilds fühlen sich aber veralbert – dort war das Fahren und Fangen alleiniges Spielelement. Obendrein ist die Lassowurf-Steuerung mit der Remote ungenau – wann Ihr danebenwerft und wann Ihr ein Tier erfolgreich zähmt, hängt nur selten vom Können ab.
Meinung
Matthias Schmid meint: Frechheit: Um die Sega-Kasse mit der Knete tier-fanatischer Kinder zu füllen, wurde das witzige Arcade-Vorbild in ein einfallsloses Tierpfleger-Korsett gezwängt. Leider ist das Drumherum schlecht gemacht: Die Viecher sehen doof aus, die Pflege ist ein Witz und die Mehrspieler-Modi sind eine Zumutung. Lediglich der Kern des Spiels (Rumfahren & Einfangen) unterhält Freunde der Vorlage für eine Weile.
Wertung
zentrales Spielelement stammt aus dem gleichnamigen Naomi-Automaten von 1999
4 Minispiele: 3 sind grottig, das vierte adaptiert das ”Chu Chu Rocket”-Prinzip
Plump auf den Geschmack der jungen Zielgruppe getrimmte Tierfang-Simulation ohne den Charme des Arcade-Vorbilds.
Singleplayer43MultiplayerGrafikSound
